Update vom
15.06.- 04.07.2014

Unser nächstes Ziel und gleichzeitig leider auch
unser letztes Ziel sollte nun Galapagos sein. Eigentlich kaum zu glauben das es
danach echt einfach so zu Ende sein soll. Knapp 15Monate lang, immer auf der
Suche nach etwas Neuem, jeden Tag mit neuen Gegebenheiten konfrontiert, wo kein
Tag dem anderem gleicht. So verging diese intensive Zeit zum Reiseende hin
immer schneller. Zugegeben war unser Ziel Patagonien und gar nicht mehr so weit
entfernt, aber Verpflichtungen und finanzielle Engpässe ließen leider keinen
anderen Schritt zu. Mit Galapagos ließen wir es uns aber nicht nehmen eines der
letzten Paradise auf unserer Worldjourney mit zunehmen. Geographisch zu Equador
gehörend, hat es außer dem gemeinsamen US-Dollar und der Sprache nicht wirklich
viel gemeinsam mit dem Festland. Preise
für Lebensmittel, Zimmer und Transport werden auf Galapagos glatt verdoppelt,
phasenweise auch verdreifacht. Dank vieler Gespräche mit anderen Reisenden
versorgten wir uns noch auf dem Festland ausreichend mit Nahrung und konnten
den hohen Verpflegungskosten etwas entgegenwirken.
Ca. 1000km
liegen zwischen Galapagos und dem Festland und sind am einfachsten und am
preiswertesten von Guayaquil aus zu erreichen.
Unser Ziel
war die Hauptinsel Santa Cruz welche mit rund 20.000 Einwohnern ca.2/3 der
Bevölkerung auf Galapagos ausmacht. Weitere 10.000 Einwohner verteilen sich auf
„San Cristobal“ und „Isabela“.
Am
Flughafen bezahlten wir fleißig die 100$ pro Person, welche dem Nationalpark
zugute kommt.
Auch wenn
der Preis natürlich recht teuer klingt, mussten wir nach unseren 12 Tagen
Aufenthalt feststellen dass der Preis für diesen Nationalpark mehr als gerechtfertigt ist. Überlegungen zur
Erhöhung der Nationalparkgebühren auf 200$ sind auf Galapagos allgegenwärtig.
Für uns allemal ein gutes Gefühl noch zu vergünstigten Konditionen dieses
Paradies besuchen zu dürfen.
Ein nettes
kleines Zimmer wurde auch recht schnell für 25$/Nacht/2 Pers. gefunden.
Unser Plan
über eine Last-Minute-Buchung ein Mega Angebot auf einem Segelboot für 8Tage zu
bekommen, ging erst einmal nach hinten los. Uns wurden zwar einige Angebote
unterbreitet aber für einen 8TagesTrip 1600$ pro Person zu bezahlen geht dann
doch zu weit. So entschieden wir, unser Basislager auf der Insel „Santa Cruz“
aufzuschlagen und die jeweiligen Inseln per Tagestrips zu erkunden. Die Inseln
„Isabela“ und „San Cristobal“ wurden per 3 DayPackage bzw. 2 DayPackage
erkundigt. Empfangen wurden wir bereits bei unserer Überfahrt von der Isla
Baltra nach Santa Cruz von einer freundlichen Seerobe, welche es sich auf einer
Boje bequem gemacht hat.
In El
Chato, einem riesigen Wald im Inselinneren, konnten wir unsere ersten
Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung bewundern. Dieses irreale
Gefühl, diese für uns exotischen Tiere in der freien Natur zu sehen, sollte uns
die nächsten zwölf Tage begleiten. Nach dem obligatorischen Besuch der Charles
Darwin Forschungsstation, bekamen wir dann den wohl weißesten Strand Ecuadors
an der Tortuga Bucht mit den schönen schwarzen Meer-Echsen zu sehen, die
weltweit die einzigen Reptilien sind, die sich erfolgreich an ein Leben im Meer
angepasst haben und aufgenommenes überschüssiges Salz durch die Nasenlöcher
ausstoßen, was wie ein Spucken aussieht. Meistens liegen sie in der
Nachmittagssonne auf den heißen schwarzen Lavafelsen, stecken zu Hunderten ihre
Köpfe in die Sonne und umarmen sich dabei auch gerne mal.





Tags drauf
unternahmen wir unseren ersten Tagestrip außerhalb Santa Cruz. Ziel sollte die
Insel „Santa Fe“ sein. Hier konnten wir dann das erste Mal das Treiben der
Seelöwen beobachten. Für uns war es problemlos möglich, sich bis auf wenige
Meter Distanz den Robben zu nähern. Ganz besonders viel uns hier auf, das
jegliche Scheu der Tiere gegenüber dem Menschen nicht vorhanden ist. So war es
für uns schon fast alltäglich, im Wasser diesem Naturschauspiel folgen zu
können. Begründet ist die Zutraulichkeit der Robben darin, dass Sie auf
Galapagos keine natürlichen Feinde haben und sorglos das Paradies genießen können.
Als Faustregel vor unserem Besuch wurde uns allerdings ausdrücklich darauf
hingewiesen, das jegliches Berühren der Tiere verboten ist. Die folgenden Tage
besuchten wir noch die Insel Isabela, wo wir einige „Whitetip-Haie“ zu sehen
bekamen. Diese Galapagos-Haie sind für den Menschen keine Gefahr und eher
scheue Artgenossen weshalb das Schnorcheln und Tauchen ermöglicht wird. Des
Weiteren bestiegen wir den höchsten Punkt Galapagos auf ganze 1.707 m und
konnten uns so einiges von der Entstehungsgeschichte der Inseln erklären
lassen. Bei weiteren Touren konnten wir uns an dem Treiben der „Blue-footed
booby´s“ (Blaufuß-Tölpel) erfreuen und konnten auch unter Wasser einige
Pinguine und zahlreiche Schildkröten sichten. Ein weiteres Highlight war unter
anderem die Insel „Bartolome“, welche durch ihren „Pinnacle Rock“ oft als
Postkartenmotiv herhalten muss.



Auf San
Cristobal blieben wir dann 2 Tage und unternahmen einen Tagestrip zum „Kicker
Rock“, um sich das Spektakel unter Wasser anzusehen. Zugegeben haben wir auf
der Welt schon farbigere Unterwasserlandschaften gesehen, aber die Anzahl an
verschiedenen außergewöhnlichen Tierarten über und unter Wasser steht dem
Galapagos in nix nach. Für uns war Galapagos das versprochene Paradies und
hoffen natürlich, dass dieses einzigartige Stückchen Erde vom Massentourismus
verschont bleibt und die wenigen Touristen noch lange viel Freude an der Tier-
und Naturvielfalt haben. Das war dann auch nach knapp 15Monaten des Reisens
unser letztes Ziel und haben jeden Moment noch einmal extrem genossen. Einer
der schönsten Lebensabschnitte geht dem Ende zu und der Alltag wird uns leider
wieder schneller im Griff haben als uns lieb ist. Zu gegebener Zeit werden wir
noch einmal einen kleinen Epilog online setzen um unsere Gefühle und Eindrücke
über „die Zeit danach“ nach außen zu tragen .Bis dahin freuen wir uns natürlich
über jeglichen Kontakt mit der Außenwelt und bedanken uns vorab für euer
Feedback.

Diesem
Artikel widme ich ganz bewusst nicht soviel Text und werde die Bilder sprechen
lassen.Bis bald