Update vom
29.01- 20.02.2014
Buenos Dias/Tardes/Noches aus der 25 Mio. Einwohner
Metropole Ciudad de Mexiko. Somit ist sie nach Tokyo die 2. Größte Stadt der
Welt.
Los ging unser nächstes großes Abenteuer auf dem
Amerikanischen Kontinent in Los Angeles. Für uns überhaupt das erste Mal das
wir amerikanischen Boden betraten, für uns demzufolge absolutes Neuland. Auf
den Cooks haben wir noch eine geniale Geschichte erlebt. Bei unserem Rückflug
von Atiu nach Rarotonga hatte ein Passagier seinen Passport vergessen, und nach
10min. in der Luft entschied unser Captain noch einmal umzudrehen um den
Weiterflug des Passagier nach Australien gewährleisten zu können. Sowas hatten
wir bis dahin auch noch nie erlebt. Die Hilfsbereitschaft ist ungebrochen. Umso
mehr bleiben uns die Cook Inseln in guter Erinnerung.

Zwecks der nicht ganz einfachen Einreisebestimmungen in
die USA, kamen schnell wieder die schmerzenden und kopfzerbrechenden
Erinnerungen an die China-Einreisegenehmigung in uns hoch.

Das Visa über „ESTA“ zu beantragen ist die eine Seite und
ziemlich einfach, aber die USA verlangen bei Einreise gleichzeitig einen
Ausreisenachweis. Dabei sind aber einige Ausnahmen und Bedingungen zu
berücksichtigen und ließen die Visa-Angelegenheit so zu einem kleinen Projekt
werden. Geplant war, über Landfahrt die Vereinigten Staaten zu verlassen um zu
unserem nächsten Ziel nach Mexiko zu gelangen. Ein Busticket als
Ausreisenachweis gilt jedoch bei Einreise nicht, also musste ein Flug her. Ok,
gedacht, getan, wir wählten den billigsten Flug. Nun stellte sich
schätzungsweiße 1Monat später bei weiteren Recherchen heraus, dass ein
Weiterreisenachweiß nach Kanada, Dom.Rep und natürlich (für uns ganz wichtig)
Mexico nicht gültig ist. Was für eine Sch…..Ok nun buchten wir also noch einen
relativ preiswerten Flug nach Guatemala City von Fort Lauderdale was ganz im
Osten des Landes liegt. Dank unserer guten Vorbereitungen, verlief die Einreise
ganz problemlos und besänftigte uns. Endlich angekommen in L. A., tauchten wir
nach den idyllischen Pazifikinseln mit chilligem Südseefeeling in die
kontrastreiche stressige Großstadtatmosphäre ein, Badesachenwetter gegen
Winterkleidung und dann kam noch unsere Müdigkeit auf Grund des langen Fluges
nach L.A dazu. Wir mieteten also fix ein Auto, kauften die nötigsten
Lebensmittel und verließen L.A auf direkten Weg Richtung Norden. Sofort
aufgefallen war uns das Übermaß an allem. Wo es auf den Cook´s alle Waren nur
stark begrenzt gab, gibt es nun wieder alles in Übergroßen XXL-Formaten. Der
Konsum muss eben für uns westliche Menschen stark befriedigt werden. Auch der
Umstieg von den friedvollen Cookinseln zu stark überwachtem Security- &
Polizeiservice in jedem Supermarkt und anderen Läden in Los Angeles, erwecken
irgendwie ein ungutes Bauchgefühl und wir wählten daher den schnellen Weg raus
aus dieser riesigen Stadt in die schöne Natur Kaliforniens. Erste Übernachtung
sollte dann ein Campingplatz am Malibu Beach sein. Zu unserem Glück fand an
diesem Sonntag der „Super Bowl“ (Sportevent) statt, sodass quasi niemand auf
den Straßen aufzufinden war. Demzufolge wollte uns auch niemand die 50$
Übernachtungskosten abnehmen. Weiter ging es Richtung Norden die 1 entlang wo
das erste richtige Highlight auf uns wartete. Für uns eher absolutes Glück, da
wir in den Staaten ohne jeglichen Reiseführer bzw. nur mit einem Camping-Programm
und Navigationssystem auf dem Laptop ausgestattet waren. Auf halber Strecken
zwischen L.A. und San Francisco konnten wir ein fantastisches Naturschauspiel
beobachten. So konnten wir dann eine See-Elefanten-Kolonie bestaunen, welche zu
dieser Jahreszeit/ Winter besonders paarungsfreudig sind und mit lauten
Balztönen werben. Tausende von See-Elefanten treffen sich hauptsächlich von
Januar-Mai hier, um ihren Nachwuchs zu zeugen. Ein ganz tolles Erlebnis einmal
diese Tiere so nah in ihrer natürlichen Umgebung sehen zu dürfen. Wir fuhren
die Küste entlang und genossen das zauberhafte Panorama. Die nächste Nacht
verbrachten wir dann ca.100km vor San Francisco und spürten leider auch das es
zum campen nicht gerade die beste Zeit ist. Geschätzte 5°C ließ uns die Nacht
nur in Igelposition im Schlafsack halbwegs überstehen.
So suchten wir also für die nächsten Nächte in San
Francisco ein gemütliches kleines Hostel und wurden schnell fündig. Hier
blieben wir 4 Nächte wobei Alcatraz und die "Golden Gate Bridge"
natürlich das absolute Highlight waren. Leider hatten wir nur den 1.Tag/Alcatraz
Glück mit dem Wetter gehabt. Die restlichen 3Tage regnete es 24h durchweg.
Zudem konnte ich mich mit dem Parksystem der Amerikaner kaum anfreunden und
bezahlte fleißig meine Strafe von 66$ für die erste Nacht. Das Parksystem sieht
vor, das man prinzipiell überall bezahlen muss auch über Nacht.
Es gibt folgende
Portsteinmarkierungen die ich die erste Nacht natürlich total übersah.
Rot: absolutes Halteverbot
Gelb/Schwarz: Ladezone
Grün: 10 Minuten während der üblichen
Geschäftszeiten
Blau: nur für Behinderte
Weiß: 5 Minuten während der üblichen
Geschäftszeiten
Für
die nächste Nächte lernten wir natürlich daraus und stellten das Auto in eine
Tiefgarage für 20$/24h. Ein Auto ist in solch einer Metropole sowieso total
fehl am Platz. Zu diesem Zeitpunkt war natürlich unsere Laune so ziemlich am
Tiefpunkt angelangt. So beschäftigten wir uns das erste Mal mit dem Thema
Heimflug. Das Thema wurde aber dann schnell wieder zur Seite gelegt da wir uns
doch alle Optionen so lange wie möglich offen halten wollen.


Zu
Alcatraz bleibt zu sagen, dass es eine absolute Top-Sehenswürdigkeit ist. Ein
Satz ließ uns Gänsehaut bekommen. „Wer die Regeln bricht
kommt ins Gefängnis, wer aber die Gefängnis Regeln bricht, kommt nach Alcatraz“. Per Audio Tour konnte man sich sprichwörtlich
in die Köpfe der Gefangenen reinversetzen. Ein absolutes „Must See“ für uns. Nach
4 Tagen verließen wir San Francisco wieder und reisten wieder Richtung Süden wo
wir den Sequoia National Park einen Besuch abstatten wollten. Hier wartete mit
dem „General Sherman Tree“ der größte
Baum der Welt auf uns. Weiter Infos wie
immer auf Wikipedia. http://de.wikipedia.org/wiki/General_Sherman_Tree
Wider
Erwarten hatten wir keine Skikleidung dabei da uns doch das Winterliche Wetter
etwas überrascht hat.

Unser
nächstes und letztes Ziel sollte dann wieder Los Angeles sein. Hier hatten wir
das Glück einer Einladung von einem Freund folgen zu können und verbrachten 3
Nächte for free in seiner Studenten WG. Thank You Ben for your hospitality!!! Kennengelernt
hatten wir Ihn auf unserer Reise Quer durch Usbekistan/Kirgistan und blieben
seit dem immer in Kontakt.
Wir
gaben das Auto ab und verbrachten noch 3 schöne Tage in L.A und konnten uns mal
einen Einblick über das Studentenleben verschaffen. Die typischen Filme die in
Deutschland laufen geben das definitiv 1:1 wieder. Wir nutzen die Zeit noch
einmal aus und machten einen Abstecher nach Hollywood und fuhren durch die
prunkvollen Villengegenden in dieser Region und ließen uns natürlich den weltbekannten
„RodeoDrive“ in Beverly Hills nicht entgehen. Schnell schlüpften wir von
unseren Trekking- & Wanderklamotten in unsere raren (heißen) Sachen und
stürzten uns voller VIP-Fiber unter die Leute. Preise werden hier meist gar
nicht im Schaufenster angegeben, denn diese spielen hier keine Rolle und das
Geld ist zum Ausgeben gedacht. Hier sind die meisten Schönheitschirurgen der Welt und Botox-Partys daheim und es machte
viel Spaß bei einem Kaffee dem Treiben der High-Society (bzw. wer es gern sein
möchte) zuzuschauen. Schön, schöner, am Schönsten darum dreht sich hier alles.
Wir trafen zwar keine Prominenz an, aber es war definitiv ein aufregender Tag. Insgesamt
hat die USA natürlich einiges zu bieten, aber Dinge wie Obdachlosigkeit oder
Krankenversicherung für jeden, stellt dieses riesige Land vor schwere Probleme.
Auch mussten wir feststellen dass es problemlos möglich ist, ein Auto ohne
jeglichen Versicherungsschutz zu mieten. Falls dir doch etwas passiert, haftest
du mit allem was du hast.
Weiter
ging es für uns über San Diego nach Tijuana auf der Mexikanischen Seite. Mexiko
Feeling kommt bei Tijuana nicht auf. Eine Touristenmeile mit Bars, Discos und
übergroßen Sombreros für die Amerikaner. Ein paar Restaurants und der Rest
sieht aus wie eine herunter gewirtschaftete amerikanische Vorstadt. Wie durch
alle anderen Grenzstädten zwischen diesen beiden Ländern, fließt auch durch
Tijuana der Drogenstrom von Süd- und Mittelamerika. Unzählige Polizisten und
Soldaten sind unterwegs und im Hintergrund hört man ständig die Einsatzsirenen.
Auch wenn es eine der gefährlichsten Städte Mexikos sein soll, sind die
Einwohner deswegen nicht weniger freundlich und wir haben uns mit Freude von
ständig lächelnden Mamas in die lokale Ess- und Trinkkultur einweihen lassen. Trotz
dessen suchten wir uns schnell einen Flug nach Mexico City um unsere Reise
durch Zentralamerika zu starten. Viele Leute sagten uns das Englisch ganz gut
verbreitet ist aber weit gefehlt. Unsere ersten Spanisch-Versuche stießen nur
auf Unverständnis. Leider ist trotz eines besuchten Spanisch Kurses in
Deutschland nicht mehr viel hängen geblieben und so beschränkten wir uns
meistens auf den Satz: „Yo no hablo Español“. Außerdem kommt nun endlich einmal
unser „ohne-Wörter-Wörterbuch“ nämlich unser „Verständigungs-Bilder-Buch“ zum
Einsatz.
Für
unsere Weiterreise durch Zentralamerika wollen wir noch einen Spanisch Kurs in
Guatemala besuchen, da das Preisniveau um einiges niedriger ist. Wir verließen
also Tijuana nach nur 1.Nacht Richtung „Ciudad
de Mexico“. Respekt hatten wir schon vor dieser Stadt mit weit mehr als zwanzig
Millionen Einwohnern, verstärkt noch durch die Landung im Dunkeln, bei der die
endlosen Lichter unter uns scheinbar bis zum Horizont reichten. Gefallen hat es
uns tatsächlich umso mehr. Flanieren über den Zocalo, dem zentralen Platz vor
der Kathedrale, Entdecken der kolonialen Innenstadt und Ausspannen in einem fünf
Meter hohen Zimmer in einem der riesigen Hofhäuser. Das soll es erst einmal von unserer Seite aus
gewesen sein und melden uns dann zu gewohnter Zeit vom ungewohnten Ort wieder. Adiõs
von Marco& Christina