Mittwoch, 17. Juli 2013

Son-Köl Bildspezial

Son-Köl: Finanzierung von 3-Tages-Trip mit Pferd von Spenden aller Freunde & Bekannte bei Abschiedsfeier in Zwickau-----Danke Schööööööööööön:-)

Um euch einen Einblick in das Leben und die Wohnung der kirgisischen Nomaden zu verschaffen, hier dazu folgende Zeilen:

Ca. 80 km zu 4. Mit Pferd durch Tal und Berge geritten – Ankunft an Jurte (1 Familien lebt dort mit Pferden (als Transportmittel und zur Lebensmittelerzeugung wie gegärte Stutenmilch), mit Kühen (zur Erzeugung von Milchprodukten wie Butter, Milchcreme und zum Trinken), mit Hühnern (Eier) als auch Schaafe (Fell wird zur Flies- & Schaafsfellteppichproduktion genutzt) und Esel zur Beförderung von Materialien; weitere Zutaten werden wöchtl. Im Dorf oder Stadt eingekauft wie Früchte (zur MarmeladenVerarbeitung), Nudeln, Reis und Hygieneartikel usw.
Einblick in das Nomadenleben

surreale NaturlandschaftEine Jurte besteht aus einem Holzgestellt, welches mit dickem, wärmenden und wasserabweisendem Flies vom Schaafsfell, komplett verkleidet wird. Die Innenverkleidung einer Jurte besteht aus bunten und farbenfrohen Stoffen, aus gemusterten Teppichen und Fliesunterlage am Boden zur Wärmedämmung. Eine jede dieser Behausungen hat eine kleine Küche, einen kl. Ofen mit Schornstein und eine große Tafel an der die ganze Familie im Schneidersitz isst. Eine modere Toilette wird man hier nicht finden – es dient hier ein Plumps Klo mit Metallumhausung.
Kinder probieren sich gerne im Englischen mit unsGänsehautfeeling auf 3400mDas Leben der Nomaden ist sehr urig und rauh und der Rhythmus der Natur bestimmt die Lebensweise und das Tagesgeschehen. Zudem besteht der Lebensinhalt von Nomaden darin, in Abgeschiedenheit von Städten und Trubel in Eigenversorgung mit reichlich Vieh den Alltag zu meistern. Und auch die Nomadenkinder lernen bei Zeiten diese Überlebenskunst. Bestes Beispiel dafür war ein 8-jähriges Mädchen, die ca. 20 gefangenen Fische im Gletscherfluss entschuppte und wusch, damit Ihre Eltern diese weiterverarbeiten können. Während unseres 3-tägigen Pferdetrips, bekochte uns des Weiteren ein 12-jähriger Junge einer Nomadenfamilie zum Frühstück und versorgte uns (4 Personen) mit Verpflegungsartikeln für den 30 km langen Heimweg.
typisches Bild in Kirgistan
Leben in der JurteBei unserem ersten Zwischenstopp mit Überachtung in der Jurte wurden wir zum Abendmahl mit köstlichen kyrgisischen Speisen verwöhnt, dazu gibt´s stets Chai-Tee (grüner Tee). Da in den Bergen ab Sonnenuntergang die Temperaturen rasant sinken, mussten wir reichlich warme Sachen einpacken. Unser „Bett“ in der Jurte bestand aus 2 Schichten dickem Stoff als „Matratze“ und wir schliefen mit Komplettbekleidung wie Hose, Socken, Pullover und Fliesjacke eingemummelt unter 3 dicken Zudecken. Da Nachts in den Bergen die totale Dunkelheit herrscht, ist der Sternenhimmel hier wunderschön anzusehen.
Panorama auf "Son-Köl"Wir freuen uns sehr,  einmal diesem vollkommen anderen Leben dieser Menschen so nahegekommen zu sein und werden noch lange diese Erinnerungen in unserem Gedächtnis behalten.

darf natürlich nicht fehlenunvergessliche Zeit am "Son-Köl"Den atemberaubenden „Son-Köl“, welcher auf 3000 m Höhe liegt, genossen wir sehr, mit dem glasklarem Wasser und dem Blick auf die schneebedeckten Berge und dem Kiesel-Strand.  Auch die Tiere geniessen hier die tägliche schöne Aussicht auf den See.Unsere Pferde haben damit auch ein großes Kompliment verdient, da diese uns auf die Höhe von 3800 m Höhe brachten. Das ist Höchstleistung & absolutes Krafttraining, stetiges bergauf – bergab - & wieder weiter bergauf bis wir schließlich die Bergspitze auf 3800m erreichten – vor unseren Augen konnten wir ins tiefe Tal und auf die weitesten und höchsten Berge der Region blicken. Waaahhhhnnnnsinnnnnn!
Natürlich trafen wir auch hier oben bei reinster Luft einen Chinesen, der meint mit Atemschutzmaske seine Lunge vor Smog schützen zu müssen. J

Liebe Grüße Christina@ Marco

Dienstag, 16. Juli 2013

Blitzupdate vom 16.07.

Blitzupdate vom 16.07.
 
it´s unbelievableunglaublich aber wahr....Man mag es kaum glauben, aber es ist ein Wunder geschehen. Unsere Reise kann nun doch wie geplant fortgesetzt werden. Haben darauf gestern bereits mehrfach angestoßenJ Ein „Hoch“ mit meinem geliebten Kirgisischen Plasteflaschenbier. Unser erstes Ziel wird Kashgar sein, von wo aus wir uns erst einmal orientieren wollen. Befinden uns seit gestern Abend wieder in Osh von wo aus wir am Donnerstag die Reise nach Sary Tash und einen Tag später über dem Erkashtam Pass nach Kashgar antreten wollen. Von einigen 7000-er umgeben, wird diese Fahrt nach China mit Sicherheit auch ein kleines Highlight werden. Also wünscht uns viel Glück und wir werden uns wieder aus China melden. Ganz Liebe Grüße von Christina& Marco an den Rest der Welt
 


Sonntag, 7. Juli 2013

Update vom 22.06.- 07.07.2013

Update vom 22.06.- 07.07.2013
Wir grüßen euch aus dem Land wo 94% des Landes aus Bergen besteht, und die Durchschnittshöhe des  Landes bei über 2750m liegt, in Kirgistan.Nachdem  man lange Zeit ein Visum für Kirgistan benötigte ist dieses nun frei bei Einreise zu erhalten, was das Land natürlich noch attraktiver macht.Zuerst wollen wir natürlich ein Fazit über Usbekistan abgeben.
Wir geben ein ganz klares Daumen hoch. Wer sich einmal wie in einem Märchen aus 1001 Nacht fühlen möchte, sollte nicht länger zögern und eine Reise in dieses Land unternehmen.Die zahlreichen Minarette& Medressen in den Städten Khiva, Bukhara und Samarkand sind definitiv etwas ganz besonderes. Ab Tashkent in Richtung Osten werden dann die Unterkünfte unverschämt teuer, und machen eine Reise in das Fergana Tal nicht wirklich interessant. Was uns etwas zu schaffen machte war die extreme Hitze sodass wir empfehlen, in den Monaten Mitte März-Ende Mai und September bis Mitte November eine Reise in dieses wunderschöne Land zu wagen.
Wir wählten den Grenzübergang nahe der Stadt Osh in Kirgistan. Angekommen an der Grenze, sahen wir zuerst nur diese riesige Menschentraube vor dem Ausreiseschalter. Wir hatten uns schon drauf eingestellt das das eine längere Geschichte werden wird und haben uns mit unter die Einheimischen gemischt. Nach 5Min.wurden wir plötzlich aus der Traube herausgewunken und sollen doch direkt zum Schalter gehen. Tourist????Yes,  from Germania…. ! Weit und breit waren wir die einzigen Touristen an diesem Tag. Wir wurden schnell abgefertigt und wurden schnell zum nächsten Schalter weitergewunken. Auch unsere Registrierungszettel(bekommt man in Hotel) die wohl so wichtig in Usbekistan sind, haben hier niemanden interessiert. Auf Kirgisischer Seite das gleiche Szenario. Insgesamt hat der Grenzüberschritt nicht einmal eine Stunde gedauert. Wir dachten zuerst das es nicht ganz fair gegenüber den Einheimischen ist, aber auch diese haben uns stets vorbei gewunken.
Christina unter EinheimischenIn Osh angekommen, fix ein Hotel gesucht und die Gegend erkundet. Wir blieben dann letztendlich für 3 Nächte da die Stadt an sich relativ unattraktiv ist. Uns ist in Osh besonders aufgefallen das man nicht mehr so sehr von den „Locals“ wahrgenommen wird. Wo man in Usbekistan doch des Öfteren angesprochen wurde, wird man in Kirgistan doch eher wie ein Einheimischer behandelt. Von Osh ging  es per Minibus weiter nach Arslanbob und quartierten uns bei einer lokalen Familie ein. Arslanbob hat ca.5000Einwohner und liegt auf 1600m und ist für seine Walnusswälder und Wasserfälle sehr bekannt. Durch das Ortsansässige „CBT“ Office ist es relativ einfach, ein geeignetes Homestay(Unterkunft) zu finden. Uns ist  auch gleich ein Campervan mit deutschem Nummernschild aufgefallen. In Arslanbob haben wir die Tage mit Wandern verbracht und haben dabei ein paar Wasserfälle besichtigt und die herrliche Natur genossen. Für Kirgistan steht auch ein ganz besonderes Getränk. „Kumis“: Vergorene Stutenmilch.
Umgebung in ArslanbobWir testeten dieses Getränk und mussten natürlich so tun, dass es köstlich sei. Es war definitiv ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen Art was wir sehr schätzen, aber auch nicht nochmal haben wollen. Von Arslanbob ging es weiter nach Bishkek.
Diese Strecke ist auch ein ganz besonderes Highlight. Man durchquert Pässe knapp der 4000m Grenze. So schön die Landschaft auch ist, kann man sie doch leider nur eingeschränkt genießen. Wo bei uns in Kurven normallerweiße nicht überholt wird, wird hier prinzipiell die Kurve genutzt um Weg zu sparen. Zum Glück haben wir immer unsere Augenmasken dabei. Zurück zur Fahrt nach Bishkek.
traumhafte Landschaft in Richtung BishkekDie Strecke an sich bietet vom allen etwas. Von Kristallklaren Seen im Tal bis schneebedeckte Berge ist hier alles dabei. Wir konnten auch das erste Mal das Leben der Einheimischen in Ihren Yurten beobachten. Nach 10Std.abenteuerlicher Fahrt erreichte man dann auch Bishkek, wo wir die nächsten 5Tage verweilten. Für uns wiedermal von ganz besonderer Priorität war der Gang zur Chinesischen Botschaft. Also Montag früh wieder voller Euphorie in die BotschaftJ
Eins können wir vorweg nehmen. Wir wurden nicht gleich wieder abgewiesen. Bis auf die Passfotos hat dieses mal alles gepasst, und hoffen nun nächsten Freitag unsere Pässe mit dem Visa abholen zu können.
In Bishkek haben wir uns das erste Mal in einem richtigen Backpacker Hostel einquartiert, im welchem sich die Traveller der ganzen Welt zusammenfinden. Unter anderem trifft man hier extrem viele Fahrradfahrer aus aller Welt und einen 24jähr. US Amerikaner aus Minnesota, welcher eben einfach mal mit Rucksack um die Welt läuft.Auch müssen wir uns leider eingestehen, das spätestens in Kirgistan nicht mehr viel mit Englisch ist. So waren wir gezwungen, so gut es geht das russische Alphabet zu lernen um zumindest Straßennahmen oder ähnliches lesen zu können. Die wichtigsten Wörter haben wir uns mit der Zeit auch angeeignet.
Viehmarkt in Karakolder werte Herr LeninBackground am Lake Issyk KolVon Bishkek ging es weiter zum Issyk Kol(See).Laut Travelguide ist es der 2.größte Alpine See auf der Welt. Wir machten einen Stop in Cholpon Ata, wo uns gleich die vielen Touristen auffielen. Cholpon Ata ist der Ballermann der Russen. Überall laute Musik, es wird viel gefeiert und vom Kirgisischen Flair ist hier nicht mehr viel zu spüren. 3 Tage später ging es weiter nach Karakol, was unser derzeitiger Aufenthaltsort ist. Von hier aus wollen wir morgen eine 3tägige Trekkingtour zum „Lake Ala-Kol  unternehmen. Geplant ist noch eine Einladung von einer Kirgisin in Bishkek anzunehmen. Dann wollen wir noch nach Kochkor, um 1 oder 2 Nächte in einer traditionellen Jurte zu verbringen und im Lake „Son Kol“ baden zu gehen. Evtl. wird noch „Naryn“ angeschaut eh es dann hoffentlich zwischen dem 15 und dem 25.7. nach China weitergeht.
Also ganz liebe Grüße an alle Familienmitglieder aus Zwickau& Torgau, alle Freunde und Bekannte, und an die Mitarbeiter des Unternehmens aus dem Vogtland und des Zwickauer Raumes.