Update vom 22.06.- 07.07.2013
Wir grüßen euch aus dem Land wo 94% des Landes aus Bergen
besteht, und die Durchschnittshöhe des
Landes bei über 2750m liegt, in Kirgistan.Nachdem man lange
Zeit ein Visum für Kirgistan benötigte ist dieses nun frei bei Einreise zu
erhalten, was das Land natürlich noch attraktiver macht.Zuerst wollen wir natürlich ein Fazit über Usbekistan
abgeben.
Wir geben ein ganz klares Daumen hoch. Wer sich einmal
wie in einem Märchen aus 1001 Nacht fühlen möchte, sollte nicht länger zögern
und eine Reise in dieses Land unternehmen.Die zahlreichen Minarette& Medressen in den Städten Khiva,
Bukhara und Samarkand sind definitiv etwas ganz besonderes. Ab Tashkent in
Richtung Osten werden dann die Unterkünfte unverschämt teuer, und machen eine
Reise in das Fergana Tal nicht wirklich interessant. Was uns etwas zu schaffen
machte war die extreme Hitze sodass wir empfehlen, in den Monaten Mitte
März-Ende Mai und September bis Mitte November eine Reise in dieses
wunderschöne Land zu wagen.
Wir wählten den Grenzübergang nahe der Stadt Osh in Kirgistan.
Angekommen an der Grenze, sahen wir zuerst nur diese riesige Menschentraube vor
dem Ausreiseschalter. Wir hatten uns schon drauf eingestellt das das eine
längere Geschichte werden wird und haben uns mit unter die Einheimischen
gemischt. Nach 5Min.wurden wir plötzlich aus der Traube herausgewunken und
sollen doch direkt zum Schalter gehen. Tourist????Yes, from Germania…. ! Weit und breit waren wir
die einzigen Touristen an diesem Tag. Wir wurden schnell abgefertigt und wurden
schnell zum nächsten Schalter weitergewunken. Auch unsere
Registrierungszettel(bekommt man in Hotel) die wohl so wichtig in Usbekistan
sind, haben hier niemanden interessiert. Auf Kirgisischer Seite das gleiche
Szenario. Insgesamt hat der Grenzüberschritt nicht einmal eine Stunde gedauert.
Wir dachten zuerst das es nicht ganz fair gegenüber den Einheimischen ist, aber
auch diese haben uns stets vorbei gewunken.
In Osh angekommen, fix ein Hotel
gesucht und die Gegend erkundet. Wir blieben dann letztendlich für 3 Nächte da
die Stadt an sich relativ unattraktiv ist. Uns ist in Osh besonders aufgefallen
das man nicht mehr so sehr von den „Locals“ wahrgenommen wird. Wo man in
Usbekistan doch des Öfteren angesprochen wurde, wird man in Kirgistan doch eher
wie ein Einheimischer behandelt. Von Osh ging
es per Minibus weiter nach Arslanbob und quartierten uns bei einer lokalen
Familie ein. Arslanbob hat ca.5000Einwohner und liegt auf 1600m und ist für
seine Walnusswälder und Wasserfälle sehr bekannt. Durch das Ortsansässige „CBT“
Office ist es relativ einfach, ein geeignetes Homestay(Unterkunft) zu finden.
Uns ist auch gleich ein Campervan mit
deutschem Nummernschild aufgefallen. In Arslanbob haben wir die Tage mit
Wandern verbracht und haben dabei ein paar Wasserfälle besichtigt und die herrliche
Natur genossen. Für Kirgistan steht auch ein ganz besonderes Getränk. „Kumis“: Vergorene Stutenmilch.
Wir testeten dieses Getränk und mussten natürlich so tun,
dass es köstlich sei. Es war definitiv ein Geschmackserlebnis der ganz
besonderen Art was wir sehr schätzen, aber auch nicht nochmal haben wollen. Von
Arslanbob ging es weiter nach Bishkek.
Diese Strecke ist auch ein ganz besonderes Highlight. Man
durchquert Pässe knapp der 4000m Grenze. So schön die Landschaft auch ist, kann
man sie doch leider nur eingeschränkt genießen. Wo bei uns in Kurven
normallerweiße nicht überholt wird, wird hier prinzipiell die Kurve genutzt um
Weg zu sparen. Zum Glück haben wir immer unsere Augenmasken dabei. Zurück zur
Fahrt nach Bishkek.
Die Strecke an sich bietet vom allen etwas. Von Kristallklaren
Seen im Tal bis schneebedeckte Berge ist hier alles dabei. Wir konnten auch das
erste Mal das Leben der Einheimischen in Ihren Yurten beobachten. Nach
10Std.abenteuerlicher Fahrt erreichte man dann auch Bishkek, wo wir die
nächsten 5Tage verweilten. Für uns wiedermal von ganz besonderer Priorität war
der Gang zur Chinesischen Botschaft. Also Montag früh wieder voller Euphorie in
die BotschaftJ
Eins können wir vorweg nehmen. Wir wurden nicht gleich
wieder abgewiesen. Bis auf die Passfotos hat dieses mal alles gepasst, und
hoffen nun nächsten Freitag unsere Pässe mit dem Visa abholen zu können.
In Bishkek haben wir uns das erste Mal in einem richtigen
Backpacker Hostel einquartiert, im welchem sich die Traveller der ganzen Welt
zusammenfinden. Unter anderem trifft man hier extrem viele Fahrradfahrer aus
aller Welt und einen 24jähr. US Amerikaner aus Minnesota, welcher eben einfach
mal mit Rucksack um die Welt läuft.Auch müssen wir uns leider eingestehen, das spätestens in
Kirgistan nicht mehr viel mit Englisch ist. So waren wir gezwungen, so gut es
geht das russische Alphabet zu lernen um zumindest Straßennahmen oder ähnliches
lesen zu können. Die wichtigsten Wörter haben wir uns mit der Zeit auch
angeeignet.


Von Bishkek ging es weiter zum Issyk Kol(See).Laut
Travelguide ist es der 2.größte Alpine See auf der Welt. Wir machten einen Stop
in Cholpon Ata, wo uns gleich die vielen Touristen auffielen. Cholpon Ata ist
der Ballermann der Russen. Überall laute Musik, es wird viel gefeiert und vom
Kirgisischen Flair ist hier nicht mehr viel zu spüren. 3 Tage später ging es
weiter nach Karakol, was unser derzeitiger Aufenthaltsort ist. Von hier aus
wollen wir morgen eine 3tägige Trekkingtour zum „Lake Ala-Kol unternehmen. Geplant ist noch eine Einladung
von einer Kirgisin in Bishkek anzunehmen. Dann wollen wir noch nach Kochkor, um
1 oder 2 Nächte in einer traditionellen Jurte zu verbringen und im Lake „Son
Kol“ baden zu gehen. Evtl. wird noch „Naryn“ angeschaut eh es dann hoffentlich
zwischen dem 15 und dem 25.7. nach China weitergeht.
Also ganz liebe Grüße an alle Familienmitglieder aus
Zwickau& Torgau, alle Freunde und Bekannte, und an die Mitarbeiter des
Unternehmens aus dem Vogtland und des Zwickauer Raumes.