Samstag, 22. Juni 2013

Update vom 15.06.-21-06.13

Zusammenfassung

Bukhara, Samarkand – Stadt an Seidenstraße, Weltenbummler  in Hotel aus aller Welt, Berglandschaft Nuratau, verzweifelte Suche nach Unterkünften in Taschkent und Fergana Valley,
Erneuter Besuch in der Botschaft Chinas:

Nachdem wir euch zuletzt von der schönen Stadt Khiva im Westen Uzbekistan berichteten, wollen wir euch nun von weiteren schönen Erlebnissen in verschiedenen Orten des Landes mitteilen.

Nachdem wir Bukhara zuletzt per Tanklaster erreichten, suchten wir uns vor Ort ein gemütliches Guesthouse mit Innenhof inmitten vom lebhaften Zentrum der Stadt. Hier trifft man auf viele Reisegruppen aus Frankreich, Japan und Deutsche lassen sich hier natürlich auch gern blicken. In  Bukhara haben wir uns erneut an den vielen wunderschönen  Medressen und Minaretten erfreut. Leider hatten wir hier das erste Mal Probleme mit den lokalen Speisen und Getränken, was  mich(Marco)erst einmal für 2Tage aus dem Rennen genommen hat. Dazu kam noch diese  drückende Hitze, so dass wir gezwungen waren, einige Zeit in der Nähe vom Gästehaus zu verbringen.:-)

Insgesamt blieben wir für 4Nächte in Bukhara. Unter anderem besuchten wir noch den „Emir Summer Palace“ und besuchten noch einen kleinen Bazar in der Nähe liegend. Die Heimfahrt gestaltete sich sehr sehr lustig. Für gewöhnlich hält man an der Stra0e einfach den Minibus mit der richtigen Nummer an, um an sein Ziel zu kommen. Jedoch stellte sich heraus, das unser Bus schon nahezu überbeladen war. Christina fand dann nur noch Platz auf dem Schoß einer alten Frau, und mein Körper hing mehr außerhalb als innerhalb des Busses. Der Bus ist normalerweise für 15Personen gedacht, wobei bei dieser Fahrt 27 Personen von A nach B transportiert wurden.

der Registanplatz in Samarkandeinmal in Leben im berühmten Samarkand gewesenIm Anschluss an Bukhara reisten wir weiter in die berühmte Stadt Samarkand, welche an der ehem. Seidenstraße liegt.  Hier gibt es die schönsten Mosaik-Medressen und Minarette in ganz Uzbekistan zu besichtigen. Sie überragen in Ihrer Größe und Schönheit alle anderen Gebäude im Land. In unserem Guesthouse trafen wir auf Leute aus aller Welt. Darunter ist ein Holländer, der von seinem Land aus mit dem Fahrrad nach Uzbekistan reist, 6 große Campingvans aus Frankreich und auf jeden Fall viele Langzeitreisende. Definitiv war Samarkand ein ganz besonderes Highlight für uns.
Die Geschichten aus 1001 Nacht trifft es hier wirklich am allesbesten. Mit Ben(ein amerikanisch/britischer Staatsbürger)besuchten wir noch die Geburtsstadt „Amir Timur´s“ in Shakhrisabz. Seine Statuen stehen in jeder Stadt Uzbekistans. Laut Reiseführer war er eine wichtige Person im 13-14Jh welcher zu diesen Zeitpunkt viele imposante Bauten hat bauen lassen.

mit Ben auf WeiterreiseMit Ben fuhren wir laut einer Empfehlung aus unserem Travelguide in ein total entlegenes Dorf im Norden von Uzbekistan(Nurata) inmitten der Berglandschaften. Laut Reiseführer kann man hier an dem traditionellen Leben einer Uzbekischen Familie teilnehmen. Dieses Projekt ist in ganz Uzbekistan einzigartig, da die Regierung für gewöhnlich jeglichen Kontakt zwischen Touristen und Einheimischen vermeiden möchte. Deswegen ist es auch notwendig sich in jeder Unterkunft registrieren zu lassen. Bei der Familie haben wir auch das erste Mal unser Zelt aufgeschlagen und Marco war mit Ben in den Bergen wandern. Dabei hat man einen super Ausblick ins grüne Tal, auf die Berge und kann den 50 km entlegenen großen „Lake Aidarkul“ sehen.
Tour mit Esel:-)
bezaubernde Landschaft in NuratauVon der Familie verabschiedeten wir uns wieder nach 2Tagen und fuhren in die Hauptstadt Taschkent. Hier hatten wir erstmalig Probleme, ein preiswertes Zimmer zu finden. Die Auswahl an Hotels und Gästehäuser hält sich doch stark in Grenzen. Zimmerpreise von 100USD sind in Tashkent keine Seltenheit. Wir haben dann nach 3 Std. endlich etwas Passendes gefunden. Wobei der ´Zimmerpreis von 45USD definitiv unseren Rahmen sprengt. Da wir hier aber wieder einmal in die Botschaft mussten blieb uns nix anderes übrig als den Geldbeutel zu öffnen. Montag dann richtig gut vorbereitet mit „Letter of Invitation“(dank Ben, welcher viele Kontakte nach China hat)in die Chinesische Botschaft gegangen um dann zu hören zu bekommen, das es nur in dem Land möglich ist, ein Visum zu erhalten, von dem aus wir einreisen wollen. Das hieße für uns Kirgistan. Es soll halt einfach nicht sein mit unserem Visa.:-(

Nichtdestotrotz werden wir in Bishkek wieder vor der Botschaft stehen, um die letzte Möglichkeit auch noch auszuschöpfen. Eine Option haben wir trotzdem sicherheitshalber parat. Falls es wider Erwarten nicht klappen sollte, werden wir direkt über Bishkek und Almaty nach Hongkong fliegen, von wo aus es relativ problemlos klappen soll nach China einzureisen.

Wir verließen nach 3Tagen Tashkent und fuhren weiter nach Kokand ins schöne Fergana Valley.
Hierzu muss man sich nochmals separat registrieren lassen um ins Fergana Valley zu kommen.
Die Gründe dafür sind wohl die angespannte Lage zwischen der Region Fergana und Kirgistan.

Abschied von TashkentIn Kokand setzte sich unsere Unterkunftsmisere fort. Zudem wird man auch von 3 verschieden Uzbeken immer in 3 verschiedene Richtungen geschickt. Wir zeigten dann einen Taxifahrer wo wir gern hin wöllten und dabei entsteht meistens folgender Dialog:

We:„Excuse me?“ Where is the …Hotel? which direction?..
Karte wird von 5 Männern angeschaut..
Taxifahrer…Yes Yes, I know, … Germania?
We:  Yes Germania, where is the Hotel?
Taxifahrer: ahhh Germania,….Football, Bavaria?
We: No Bavaria..,near Dresden, You can show us the right way to the Hotel?
Taxifahrer: Munich good?
We: Yes good, Forget it!!!!!

Und so ging das bisher ständig. Die Einheimischen sind bei der Suche von etwas Bestimmten nicht wirklich eine große Hilfe.

In Kokand gab es dann unser ausgewähltes Gästehaus auch nicht mehr, und weitere Optionen sind nur Hotels. Haben gleich bei dem erst besten Hotel nachgefragt aber 79USD/pro Nacht geht ja wohl garnicht. Nach langem hin und her, einigten wir uns dann auf 80USD für 2Nächte was trotzdem immer noch zu viel ist.

Von Kokand aus ging es weiter nach Fergana.
Hier hatten wir unser bisher prägendstes Erlebnis zwecks Zimmersuche.

Wir zum Taxifahrer:
Ahunbabaev Street? Sonya Guesthouse?
Taxifahrer: Yes Ahunbabaev….
Laut Karte müssten wir jetzt links abbiegen
I said,…turn left please!!!
Taxifahrer:“ No No No, that´s the right direction!”
Wir: Hmmm, der wird schon wissen was er macht…

10min später irgendwo in der Pampa,…
Taxifahrer: “ Now Finish!!!”
Wir: What???There is nothing, only Dust and Building Sides
Wir: Ahunbabaev Street?
Taxifahrer: “Yes, Area outside Fergana”
Wir: No please turn back and to the Al Farghoni Park, there is the Guesthouse
Taxifahrer: Klopft sich paarmal an den Kopf und ärgert sich das er nicht selber einmal mitgedacht hat

Angekommen im Sonyas Guesthouse,…geklingelt,…niemand da,….
Beim Nachbar geklingelt, Sonya not at home,… in America
Hmmm, Taxifahrer angehalten,..Golden Valley Homestay please,….auf der Karte gezeigt, ok los geht’s
Nach 10 min. Fahrerei nix gefunden und es stellte sich heraus das es abgerissen wurde.
To the Asia Hotel please….
Angekommen im Asia Hotel,…. Cheap(billig) Room bereits besetzt aber trotzdem cheap Angebot

Traditionelle BrotmaschieneNur 121USD für 2Mann/pro Nacht, aber dafür mit Frühstück. Mir blieb fast der Atem weg als der Preis genannt wurde. Letzte Option war dann noch ein Homestay bei einer alten Frau in einem alten Sovietbunker. Hier sind wir dann endlich fündig geworden und haben ein angemessenes Zimmer zum angemessenen Preis in Ihrem gemütlichen Zuhause gefunden. Wie man sieht, gibt es auf so einer Reise auch mal schlechte Tage. Von hier aus geht dann weiter nach Osh/Kirgistan. Ganz ganz liebe Grüße an alle Daheim von uns zweien aus Osh. Und ja wir lieben uns noch immer:-)

 

Samstag, 8. Juni 2013


Asalam aleykum nach Zwickau, Torgau und alle Bekannten und Freunde,
Nachdem wir Georgien mit einem lachendem und einem weinendem Auge verlassen haben, befinden wir uns nun in Usbekistan. Man denkt womöglich,…Usbekistan? Wo und was ist das? Und was treibt Touristen dahin? Dazu aber später mehr.
traumhafte Landschaft im Osten Georgiens
Was Georgien angeht, möchten wir unbedingt erst einmal unsere Aussage bezüglich der nicht vorhandenen Gastfreundschaft aus dem vorherigen Bericht revidieren. Gerade in der Weinregion(hauptsächlich der Osten Georgiens) wird man immerzu angesprochen und zu gegebenen Anlässen eingeladen. In Signaghi blieben wir letztlich auch 3 Tage.
Stonehenge von Tbilsi
Gastfreundlichkeit wir hier ganz groß geschriebenSignaghi wird im Vergleich zu Telavi sehr stark von Touristen besucht. Wir besuchten die umliegenden Kirchen und machten einen Tagesausflug nach Lagodeghi. Dieser Ort ist mehr eine Grenzstadt zu Aserbaidschan und relativ unattraktiv, aber aufgrund des umliegenden Nationalparks am Fuße des Kaukasus ein absolutes Naturhighlight. Jedoch mussten wir nach 3 Tagen Aufenthalt Sighnaghi verlassen und machten uns auf den Rückweg nach Tiflis wegen unseren 3 bevorstehenden Flügen nach Uzbekistan. In Tiflis wurden wir für 1 Nacht von unserer Beraterin der TravelAgency in Ihrem Zuhause eingeladen und  mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen. Wir erprobten wieder einmal köstlichstes Georgian Food und zeigten uns mit dem Auto weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Sie ließen es sich auch nicht nehmen uns immer wieder einzuladen.
Als abschließendes Fazit bleibt uns Georgien durchweg positiv in Erinnerung und würden dieses Land uneingeschränkt weiter empfehlen.
inmitten der Kyzylkum WüsteErster Flug in PropellermaschieneDoch gibt es auch was Negatives zu berichten…., wir holten unsere Passports leider ohne China Visum wieder ab. Ohne Einladungsschreiben für China führt da leider kein Weg rein. Wir werden einen letzten Versuch in Tashkent starten. Sollte wir wiederum kein Visa erhalten,  sind wir gezwungen nach anderen Optionen  für die Weiterreise Ausschau zu halten. Von Tbilisi ging es mit 2 Zwischenstopps(Almaty& Tashkent) weiter nach Urqench. Hier tauchten wir in eine für uns völlig neue Kultur ein. Nachdem wir in Georgien /Armenien wirklich mehr als genug Kirchen und Klöster besichtigten, sind in Usbekistan die Medressen und Minarete das absolute Highlight. Unser erstes Ziel in Uzbekistan war Khiva, eine kleine Stadt nahe der Turkmenischen Grenze. Die orientalische Bauweise hat uns doch schon sehr beeindruckt. Wir machten noch einen Ausflug mit zwei anderen Backpackern in die Umgebung von Urqench, eh es nach 3 Tagen bereits weiterging.  Nebenbei kann man hier in die Geschichte der alten „Silk Road“(Seidenstraße)eintauchen. Es gab zwischen dem 2. und dem 13.Jahrhundert 3 verschiedene Handelswege, die die Türkei mit den tiefsten Osten Chinas(Xian, Luoyang) verbunden hat. Und Bukhara(unser derzeitiger Aufenthaltsort)war stets ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Ost und West. Die Medressen und Minarete mit ihren bunten Mosaiksteinen und Verzierungen, versetzen uns immer wieder wie in ein Märchen aus 1001 Nacht. Wir könnten uns auch vorstellen, dass sich die Menschen hier in Uzbekistan mehr über einen neuen Esel als über ein neues Handy freuen. Diese werden hier noch komplett  in das alltägliche Leben eingesetzt.
alte Festung inmitten der usbekischen Landschaft
traumhaftes KhivaVon Khiva ging es per Gemeinschaftstaxi nach Bukhara. Diese Strecke von ca.350km führt ausschließlich über die Kyzylkum Wüste. Straßenverwehungen und ungeteerte Straßen sind hier keine Seltenheit. Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, beteiligt sich Deutschland hier an der Entstehung neuen Autobahnen. Unsere Fahrt jedoch, endete aufgrund einer Panne mit dem Taxi nach ca.200km in der Wüste. Alle Versuche, das Auto wieder in Gang zu bekommen schlugen fehl, so dass wir nach 1h Wartezeit schon ziemlich genervt waren. Daraufhin winkten wir einem ankommenden LKW zum Trampen zu und mit unserem freundlichen Auftreten hatten wir uns die 2 freien Plätze für die restl. Strecke nach Bukhara zum Zielort ergattert. Dabei fuhren wir die letzten 150 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von  50 km/h.  Ein nettes kleines Detail nebenbei. Wer einmal Millionär sein möchte, ist in Usbekistan genau richtig.
einmal Millionär sein....Weiterfahrt nach Bukhara1USD sind ca.2500Som.Da es hier ausschließlich 1000er Scheine gibt, wird man genötigt das ganze Geld in einen separaten Rucksack mit durch die Gegend zu tragen. Wir werden sehen was uns hier noch alles so erwartet. Ziele sind unter anderem noch Samarkand, Tashkent, Fergana und Osh. Eines ist auch Fakt,---es ist unerträglich heiß!!!Liebe Grüße von den Weltenbummlern Christina& Marco