Dienstag, 15. April 2014

Wir lernen Spanisch mit einer Maya Familie



­Update vom 24.03.-14.04.2014
Lago de AtitlanHolla an alle Amigos y Amigas in Alemania.
Christina con FamiliaNach dem wir nun unsere Zeit doch relativ erfolgreich in SanPedro verbrachten und das Prädikat „exitoso“ y „existosa“ bekamen, sind wir nun recht optimistisch die nächste Zeit hoffentlich etwas unkomplizierter Reisen zu können. Unsere 2,5 Wochen in SanPedro vergingen dann auch schneller als gedacht und schauten uns noch über einen Tagestrip „Xela“ und „Zunil“ an, welches in den westlichen Bergen Guatemalas nahe der mexikanischen Grenze liegt. .
Marco con FamiliaDas Leben zusammen mit der Familie stellt einen auch so manchmal vor unangenehme Herausforderungen. So stellt die Kommunikation noch das geringste Problem dar. Ein ganz großes Problem hier ist die Wasserversorgung und die Müllentsorgung. Wir wissen nicht ob es hier ein Unternehmen gibt welches den Müll wie in Deutschland alle 2 Wochen direkt vor der Haustür abholt. Die Familie bei der wir lebten löst es stets ganz einfach. Es wird einfach alles ins freie Nachbargrundstück abgestellt. Naja für uns alles nur schwer nachvollziehbar und wird den Ruf eines 3. Weltlandes total gerecht. Der nächste Punkt ist die stark begrenzte  Wasserversorgung. Wasser gab es die erste Woche sehr regelmäßig, aber die 2. Woche mussten wir zum ersten Mal feststellen wie es sich anfüllt, wenn man den Wasserhahn aufdreht und es kommt Tage lang kein Tropfen heraus. Für uns komplett unvorstellbar und regte uns definitiv zum nachdenken an. Obwohl SanPedro direkt an einem riesengroßen See liegt, fehlt es hier einfach an der nötigen Technik wie ausreichende und intakte Filter und Pumpanlagen. So musste man eben zwangsweiße 3 Tage auf die nötige Körperhygiene verzichten und beschränkte sich auf ein Minimum mit viel Deo und Parfüm damit man auch nach 3 Tagen „Katzenwäsche“ noch gut duftet. Auch der Abwasch blieb 3 Tage lang stehen ganz zu schweigen von der Klospülung welche komplett für die Zeit außer Kraft gesetzt wurde. Wie wichtig Wasser für uns ist und wie selbstverständlich wir diese Ressource für uns beanspruchen wurde uns in diesen Tagen das erste Mal so richtig bewusst. Umso mehr schätzen wir trotz dessen unser System der schier endlosen Wasserversorgung. Wir wollen jetzt hier keinen auf Ökofreak machen aber schließen daraus unsere eigenen Schlussfolgerungen. Trotz dieser Umstände war es ein sehr interessantes „Projekt“ bei dieser einheimischen Familie f. 2 Wochen zu leben und einmal in den Alltag und in die Traditionen dieser wunderbaren, netten und lebensfrohen und sehr einfach lebenden Familie einzutauchen. Zu San Pedro sei noch gesagt, dass uns die große Anzahl an „Hippies“ und „Individualisten“ im Schlabberlook, Rastas(verwilderte Frisur),  und ohne Schuhe rumlaufend aufgefallen waren, dabei ist nach „Insiderinformationen“ auch viel Drogenkonsum in den Nachtszenen gegenwärtig. Auch legt sich leider diese 0 Bock Mentalität einiger Backpacker teilweiße auf das ansässige Volk nieder. Trotz dessen ist San Pedro La Laguna auf jeden Fall eine Reise wert.
typisches Männeroutift am Lago AtitlanCementerio de San PedroVolcano PacayaWeiter ging es für uns mit dem Chicken Bus nach Antigua welches bis 1776 die Hauptstadt Guatemalas war. Auf Grund eines verheerenden Erdbebens wurde Antigua 1773 vollständig zerstört weshalb 3 Jahre später die Stadt Guatemala City zur Hauptstadt ernannt wurde. Antigua selbst ist die einzige Stadt in Guatemala welche sich den Kolonialen Baustil erhalten hat. Hostels und Hotels gibt es zur Genüge und so fanden wir recht schnell eine kleine gemütliche Bleibe für 3 Tage.
Mayastätte Copandelicioso Barbequetypico Comida de GuatemalaAuch änderte sich hier unser Plan nach Monterrico und El Salvador zu reisen.  So fuhren wir weiter nach „Copan“ an der Guatemalisch/Hondurischen Grenze was beinahe schief gegangen wäre. Dieses Mal entschieden wir uns aber gegen das „5mal“ umsteigen im Chickenbus und besorgten uns noch ein Ticket  für einen Direktshuttle. Ich schaute dann gegen 22Uhr nochmal auf das Ticket und stellte fest dass das Ticket für „Coban“ und nicht für „Copan“ ausgestellt ist. Da hätten wir bestimmt nicht schlecht geschaut wenn wir vergeblich nach der Grenze gesucht hätten. Der Grenzübergang verlief dann wie gewohnt problemlos und nach einen Ausreisenachweiß fragt hier auch keiner mehr. Mit „Copan“ erwartete uns die wohl südlichste Mayastätte auf unserer Reise. Die Mayatempel sind wirklich sehr sehenswert und zu unseren Top-Favouriten gehören die naturbelassenen und dadurch noch interessanteren Tempel-Stätten in Tikal (Guatemala) und die tolle Anlage bei Copan (Honduras), wo man sich auch noch über die exotische Vogelvielfalt und die Geräuschkulisse erfreuen kann. Unsere weitere Reise führte uns an die Küste nach La Ceiba. Über diese Küstenstadt fuhren wir noch am gleichen Tag mit einer Fähre nach Utila in der Karibik. Utila sollten alle Tauchbegeisterten und Schnorchlerfans besuchen, um in die faszinierende Unterwasserwelt einzutauchen. Unter anderem gibt’s  Walhaie hier in den Monaten März/April und Juni bis September regelmässig zu bestaunen, auch Octopuse und Schildkröten sowie verschiedene Delphinarten sind hier beheimatet und natürlich eine Vielzahl von Fischen. Zudem achten die Tauchorganisationen sehr auf den Schutz der Unterwasserwelt und dem Schutz der Riffe um diese in ihrer Schönheit und Artenvielfalt zu bewahren. Den Walhai bekamen wir leider nur an einer schick bemalten Walhai-Hauswand zu Gesicht. Dafür kamen wir in das Vergnügen mit einer Schar von ca. 50 Delphinen zu schnorcheln, welche mit ihren Familien und kleinen Jungtieren aufgeweckt durchs Wasser gleiteten und es genossen mit den erzeugten Wellen unseres Bootes zu spielen und hohe Luftsprünge für uns vorzuzaubern. Während der Schnorchelgänge konnten wir bei der Kommunikation der Delphine mitlauschen,  hohe knisternde Töne, ein unvergessliches Erlebnis. Daher zählen diese karibischen Inseln „Utila“ (beliebt b. Rucksackreisenden) und „Roatan“ (f. Pauschalreisetouristen) als große Empfehlung und sind weltbekannte beliebte Tauchziele. Ein Besuch der Insel „Utila“ lohnt sich besonders für die Leute, welche ihren Tauchschein machen wollen, denn nirgendwo werden mehr Tauchzertifikate ausgestellt als auf Utila, was natürlich an den unschlagbaren Preisen liegt. Uns wurde ein Tauchkurs mit Gratisübernachtung  für 4Tage im Gemeinschaftsraum für 260 USD$ angeboten.  Aber so schön die Insel auch ist, konnten wir uns leider nicht 100%  mit ihr anfreunden. Zum einen liegt das an den total überhöhten Preisen für alles (ausgenommen Tauchschein)  und zum anderen kamen wir einfach nicht mit der Mentalität der Leute zurecht. Ein Mix aus Auswanderern aus den Staaten und Einheimischen welche Nachfahren von ehemaligen Seefahrern (Piraten) sind, geben eine ganz komische Stimmung wieder. Von Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist hier überhaupt nix mehr zu spüren, kein Lächeln, keine Begrüßungen, kein guter Service – Null-Bock-Stimmung. Nirgendwo auf unserer Reise ist uns das so extrem aufgefallen wie hier. Lebensfreude gleich 0 trifft es am besten. Da geloben wir doch jetzt umso mehr unsere nervenden Chinesen, welche aber stets ein Lächeln im Gesicht hatten. Das Fass zum überlaufen brachte ein abendlicher Kinobesuch, welchen wir aber nach 10min. wieder verließen. Am besagten Abend wollten sich der Kinobesitzer(ein Staatsbürger aus den Statten), und ein Freund von ihm und wir zwei eine Komödie anschauen. Wir konnten aber leider nicht wissen das jegliches Flüstern und Lachen in diesem Kino nicht geduldet wird da sich, Ich zitiere „some Guests don´t want to be disturb“. Wie gesagt waren in diesem ca.70 Personen fassendem Kino, ganze 4 Personen. Absolute Vollmacke dachten wir uns und verließen das Kino nach heftigem Wortgefecht mit unserem Geld wieder. Dabei gingen dem Einheimischen Beleidigung wie ganz normal von den Lippen. Zum Glück konnten wir uns dafür aber wieder an den tollen Unternehmungen und kleine Trips auf dieser Insel erfreuen, da diese recht viel zu bieten hat. Für Vergnügen und Abenteuer sorgen wie erwähnt die vielen Taucherangebote, Schnorchelausflüge, Erkundungen der Insel mit Quad, Fahrrad, Golfauto usw., Schwimmen im kristallklaren Wasser, Yogaangebote, oder aber Kayaking durch Mangrovenwald und Museeumsbesuche sowie nächtlicher Partyrausch. Alles möglich. Auf Utile wird größtenteils Englisch gesprochen und Spanisch dagegen kaum angewendet. Nach 6 Tagen verließen wir die Insel wieder Richtung Festland und setzen uns 10h in den Bus Richtung Tegucigalpa welches die Hauptstadt Honduras ist. Wir blieben nicht länger als nötig und verließen Tags drauf das Land Richtung Nicaragua. Unser Fazit ist leider ernüchternd. Wenn man sich nicht gerade auf Durchreise von Nord nach Süd oder andersrum befindet, kann man sich einen Besuch dieses Landes durchaus sparen. Einziges Highlight war für uns „Copan“ mit seinen Tempeln aber nun sind wir froh in einem Land zu sein wo die Menschen auch wieder ein Lächeln im Gesicht haben, nämlich in Nicaragua.




Uns fiel bereits nach kurzer Zeit auf, das es hier keine schwer bewaffneten Soldaten oder Polizisten an jeder Ecke gibt. Wir freuen uns auf die nächste Zeit und melden uns dann am gewohnten Ort wieder.Und dazu erscheint die Auflage dann wieder im nächsten „Abonnement“. Bis dahin lasst es euch gut gehen und wir freuen uns wie immer wieder von euch zu hören.