Update vom 24.03.-14.04.2014

Holla an alle Amigos y Amigas in Alemania.

Nach dem wir nun unsere Zeit doch relativ erfolgreich in
SanPedro verbrachten und das Prädikat „exitoso“ y „existosa“ bekamen, sind wir
nun recht optimistisch die nächste Zeit hoffentlich etwas unkomplizierter
Reisen zu können. Unsere 2,5 Wochen in SanPedro vergingen dann auch schneller
als gedacht und schauten uns noch über einen Tagestrip „Xela“ und „Zunil“ an,
welches in den westlichen Bergen Guatemalas nahe der mexikanischen Grenze liegt.
.


Das Leben zusammen mit der Familie stellt einen auch so
manchmal vor unangenehme Herausforderungen. So stellt die Kommunikation noch
das geringste Problem dar. Ein ganz großes Problem hier ist die
Wasserversorgung und die Müllentsorgung. Wir wissen nicht ob es hier ein
Unternehmen gibt welches den Müll wie in Deutschland alle 2 Wochen direkt vor
der Haustür abholt. Die Familie bei der wir lebten löst es stets ganz einfach.
Es wird einfach alles ins freie Nachbargrundstück abgestellt. Naja für uns
alles nur schwer nachvollziehbar und wird den Ruf eines 3. Weltlandes total
gerecht. Der nächste Punkt ist die stark begrenzte
Wasserversorgung. Wasser gab es die erste
Woche sehr regelmäßig, aber die 2. Woche mussten wir zum ersten Mal feststellen
wie es sich anfüllt, wenn man den Wasserhahn aufdreht und es kommt Tage lang
kein Tropfen heraus. Für uns komplett unvorstellbar und regte uns definitiv zum
nachdenken an. Obwohl SanPedro direkt an einem riesengroßen See liegt, fehlt es
hier einfach an der nötigen Technik wie ausreichende und intakte Filter und
Pumpanlagen. So musste man eben zwangsweiße 3 Tage auf die nötige Körperhygiene
verzichten und beschränkte sich auf ein Minimum mit viel Deo und Parfüm damit
man auch nach 3 Tagen „Katzenwäsche“ noch gut duftet. Auch der Abwasch blieb 3
Tage lang stehen ganz zu schweigen von der Klospülung welche komplett für die
Zeit außer Kraft gesetzt wurde. Wie wichtig Wasser für uns ist und wie
selbstverständlich wir diese Ressource für uns beanspruchen wurde uns in diesen
Tagen das erste Mal so richtig bewusst. Umso mehr schätzen wir trotz dessen
unser System der schier endlosen Wasserversorgung. Wir wollen jetzt hier keinen
auf Ökofreak machen aber schließen daraus unsere eigenen Schlussfolgerungen.
Trotz dieser Umstände war es ein sehr interessantes „Projekt“ bei dieser
einheimischen Familie f. 2 Wochen zu leben und einmal in den Alltag und in die
Traditionen dieser wunderbaren, netten und lebensfrohen und sehr einfach
lebenden Familie einzutauchen. Zu San Pedro sei noch gesagt, dass uns die große
Anzahl an „Hippies“ und „Individualisten“ im Schlabberlook, Rastas(verwilderte
Frisur),
und ohne Schuhe rumlaufend
aufgefallen waren, dabei ist nach „Insiderinformationen“ auch viel Drogenkonsum
in den Nachtszenen gegenwärtig. Auch legt sich leider diese 0 Bock Mentalität
einiger Backpacker teilweiße auf das ansässige Volk nieder. Trotz dessen ist
San Pedro La Laguna auf jeden Fall eine Reise wert.




Auch änderte sich hier unser Plan nach Monterrico und El
Salvador zu reisen.
So fuhren wir weiter
nach „Copan“ an der Guatemalisch/Hondurischen Grenze was beinahe schief
gegangen wäre. Dieses Mal entschieden wir uns aber gegen das „5mal“ umsteigen
im Chickenbus und besorgten uns noch ein Ticket
für einen Direktshuttle. Ich schaute dann
gegen 22Uhr nochmal auf das Ticket und stellte fest dass das Ticket für „Coban“
und nicht für „Copan“ ausgestellt ist. Da hätten wir bestimmt nicht schlecht
geschaut wenn wir vergeblich nach der Grenze gesucht hätten. Der Grenzübergang
verlief dann wie gewohnt problemlos und nach einen Ausreisenachweiß fragt hier
auch keiner mehr. Mit „Copan“ erwartete uns die wohl südlichste Mayastätte auf
unserer Reise. Die Mayatempel sind wirklich sehr sehenswert und zu unseren
Top-Favouriten gehören die naturbelassenen und dadurch noch interessanteren
Tempel-Stätten in Tikal (Guatemala) und die tolle Anlage bei Copan (Honduras),
wo man sich auch noch über die exotische Vogelvielfalt und die Geräuschkulisse erfreuen
kann. Unsere weitere Reise führte uns an die Küste nach La Ceiba. Über diese
Küstenstadt fuhren wir noch am gleichen Tag mit einer Fähre nach Utila in der
Karibik. Utila sollten alle Tauchbegeisterten und Schnorchlerfans besuchen, um in
die faszinierende Unterwasserwelt einzutauchen. Unter anderem gibt’s
Walhaie hier in den Monaten März/April und
Juni bis September regelmässig zu bestaunen, auch Octopuse und Schildkröten
sowie verschiedene Delphinarten sind hier beheimatet und natürlich eine
Vielzahl von Fischen. Zudem achten die Tauchorganisationen sehr auf den Schutz
der Unterwasserwelt und dem Schutz der Riffe um diese in ihrer Schönheit und
Artenvielfalt zu bewahren. Den Walhai bekamen wir leider nur an einer schick
bemalten Walhai-Hauswand zu Gesicht. Dafür kamen wir in das Vergnügen mit einer
Schar von ca. 50 Delphinen zu schnorcheln, welche mit ihren Familien und
kleinen Jungtieren aufgeweckt durchs Wasser gleiteten und es genossen mit den erzeugten
Wellen unseres Bootes zu spielen und hohe Luftsprünge für uns vorzuzaubern. Während
der Schnorchelgänge konnten wir bei der Kommunikation der Delphine mitlauschen,
hohe knisternde Töne, ein unvergessliches
Erlebnis. Daher zählen diese karibischen Inseln „Utila“ (beliebt b.
Rucksackreisenden) und „Roatan“ (f. Pauschalreisetouristen) als große Empfehlung
und sind weltbekannte beliebte Tauchziele. Ein Besuch der Insel „Utila“ lohnt
sich besonders für die Leute, welche ihren Tauchschein machen wollen, denn
nirgendwo werden mehr Tauchzertifikate ausgestellt als auf Utila, was natürlich
an den unschlagbaren Preisen liegt. Uns wurde ein Tauchkurs mit
Gratisübernachtung
für 4Tage im
Gemeinschaftsraum für 260 USD$ angeboten.
Aber so schön die Insel auch ist, konnten wir
uns leider nicht 100%
mit ihr anfreunden.
Zum einen liegt das an den total überhöhten Preisen für alles (ausgenommen
Tauchschein)
und zum anderen kamen wir
einfach nicht mit der Mentalität der Leute zurecht. Ein Mix aus Auswanderern
aus den Staaten und Einheimischen welche Nachfahren von ehemaligen Seefahrern
(Piraten) sind, geben eine ganz komische Stimmung wieder. Von
Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft ist hier überhaupt nix mehr zu spüren,
kein Lächeln, keine Begrüßungen, kein guter Service – Null-Bock-Stimmung.
Nirgendwo auf unserer Reise ist uns das so extrem aufgefallen wie hier.
Lebensfreude gleich 0 trifft es am besten. Da geloben wir doch jetzt umso mehr
unsere nervenden Chinesen, welche aber stets ein Lächeln im Gesicht hatten. Das
Fass zum überlaufen brachte ein abendlicher Kinobesuch, welchen wir aber nach
10min. wieder verließen. Am besagten Abend wollten sich der Kinobesitzer(ein
Staatsbürger aus den Statten), und ein Freund von ihm und wir zwei eine Komödie
anschauen. Wir konnten aber leider nicht wissen das jegliches Flüstern und
Lachen in diesem Kino nicht geduldet wird da sich, Ich zitiere „
some Guests don´t want to be disturb“.
Wie gesagt waren in diesem ca.70 Personen fassendem Kino, ganze 4 Personen.
Absolute Vollmacke dachten wir uns und verließen das Kino nach heftigem
Wortgefecht mit unserem Geld wieder. Dabei gingen dem Einheimischen Beleidigung
wie ganz normal von den Lippen. Zum Glück konnten wir uns dafür aber wieder an den
tollen Unternehmungen und kleine Trips auf dieser Insel erfreuen, da diese recht
viel zu bieten hat. Für Vergnügen und Abenteuer sorgen wie erwähnt die vielen
Taucherangebote, Schnorchelausflüge, Erkundungen der Insel mit Quad, Fahrrad,
Golfauto usw., Schwimmen im kristallklaren Wasser, Yogaangebote, oder aber
Kayaking durch Mangrovenwald und Museeumsbesuche sowie nächtlicher Partyrausch.
Alles möglich. Auf Utile wird größtenteils Englisch gesprochen und Spanisch
dagegen kaum angewendet. Nach 6 Tagen verließen wir die Insel wieder Richtung
Festland und setzen uns 10h in den Bus Richtung Tegucigalpa welches die
Hauptstadt Honduras ist. Wir blieben nicht länger als nötig und verließen Tags
drauf das Land Richtung Nicaragua. Unser Fazit ist leider ernüchternd. Wenn man
sich nicht gerade auf Durchreise von Nord nach Süd oder andersrum befindet, kann
man sich einen Besuch dieses Landes durchaus sparen. Einziges Highlight war für
uns „Copan“ mit seinen Tempeln aber nun sind wir froh in einem Land zu sein wo
die Menschen auch wieder ein Lächeln im Gesicht haben, nämlich in Nicaragua.
Uns fiel bereits nach kurzer Zeit auf, das es hier keine
schwer bewaffneten Soldaten oder Polizisten an jeder Ecke gibt. Wir freuen uns
auf die nächste Zeit und melden uns dann am gewohnten Ort wieder.Und dazu erscheint die Auflage dann wieder im nächsten „Abonnement“.
Bis dahin lasst es euch gut gehen und wir freuen uns wie immer wieder von euch
zu hören.