Mittwoch, 21. Mai 2014

Kolumbien von seinen schönsten Seiten& Darien Provinz



Update vom 04.05.- 21.05.2014
Zurück auf dem panamenischen Festland fuhren wir mit dem Bus quer durchs Landesinnere Richtung Pazifik. Nachdem Stausee und dem Passieren der zentralen Bergkette ging es jetzt weitgehend durch Kulturlandschaft, vor allem Rinderweiden. Von David aus fuhren wir mit dem nächsten Bus in ein ehemals kleines Bergdorf. Boquete wurde vor zehn Jahren in einer US amerikanischen Schöner Wohnen Zeitschrift unter den Top10 Wohnsitzen für Rentner angepriesen. Seitdem ist der Zustrom von Pensionären ungebremst und sowohl Boquete selbst als auch die Siedlungen im Umland bestehen zum Großteil aus eingeschossigen Bungalows, die mit schweren Dächern, Rundbögen, großen Zaunanlagen und behäbigen Vorfahrten ein bisschen nach Villa aussehen wollen. Bevor wir unser nächstes Ziel ansteuerten, haben wir allerdings die wiederum sehr schöne von Kaffeeplantagen durchzogene Berglandschaft in der Umgebung zu Fuß erkundet. Eine Wanderung auf den  „Vulkan Baru“ , was gleichzeitig der höchste Punkt Panamas ist, ersparten wir uns dann aber doch. Leider sind hier in der Gegend vor kurzem 2 Mädchen aus den Niederlanden als vermisst gemeldet wurden und bis jetzt fehlt von den beiden jede Spur. Die Felder werden hier von einer der ethnischen Minderheiten Panamas bestellt, leicht zu erkennen an den weiten bunten Kleidern. Dieser Trachtenstyle betrifft allerdings nur die Minderheiten, da auch hier die heutigen Trends gelebt und getragen werden wollen. Wie überall in Mittelamerika ist das Essen der Wahl Pollo frito (frittiertes Huhn). Wenn es nicht gleich Pommes dazu gibt, dann wenigstens Patacones, frittierte Kochbananen, die mindestens ebenso viel Öl aufnehmen können. In der Regel ist noch ein bisschen Alibi-Möhren-Weißkohl Kombination auf dem Teller und damit hat sich die Vitaminaufnahme der Einheimischen dann erschöpft. Für gewöhnlich tranken wir eine Art Zuckerrohrsaft mit dazu.

Eine eher unangenehme Erfahrung mussten wir auf dem Weg zur Bank machen. Nach unzähligen vergeblichen Versuchen des Bargeldabhebens an verschiedenen seriösen Bankautomaten, blieb uns nur noch ein Anruf bei der Bank. Diese teilte uns schockierenderweise mit, dass mit Christina´s Kreditkarte fernab von unserer ReiseRoute 5 mal ein falscher PIN probiert wurde. Daraufhin wurde sofort von der Bank die Karte gesperrt. Somit steht klar, dass eine Kopie der K.-Karte angefertigt und zum Missbrauch verwendet wurde. Nachdem in Guatemala schon Marco´s Visa Karte gesperrt wurde, gehen uns langsam die Kreditkarten aus. Man hat hier in Zentralamerika doch mit einigen Verlusten zu rechnen.

Sonnenuntergang auf Isla Grande
gebräunter Jesus vor Isla GrandeWeiter sollte es zunächst nach „El Valle“ gehen. Von David aus bestiegen wir den erst besten Kleinbus in diese Richtung mit ca. 6 std.-iger Fahrzeit. Auf halben Weg wurde dann jeder gebeten sein Ticket zu bezahlen und so kam heraus, dass jeder bis Panama City zu bezahlen hat. Der Ärger war natürlich bei allen groß und so gab es einige heftige Wortgefechte zwischen den Fahrgästen und  Busfahrer sowie dem Assistent. Auch wir mussten natürlich den vollen Preis bezahlen und so änderten wir doch gleich aus Protest  unser Reiseziel und fuhren am Abend von Panama City weiter Richtung Isla Grande. Hierzu mussten wir auf halben Weg nach Colon den Bus verlassen, um in einen viel kleinen Chickenbus umzusteigen. Hier bekamen wir zum ersten mal zu spüren, das ein Bus erst dann voll ist, wenn jeder mit einer halben Pobacke sitzt bzw. hockt.  1 Stunde in gebückter Haltung mit Stehplatz, neben einen gefühlten 2000W lauten Lautsprecher- & Bassanlage und 35° C  werden uns diese Fahrt nicht so schnell vergessen lassen. Da es mittlerweile schon halb10 war und wir wirklich K.O. waren, entschlossen wir uns 1.Nacht in Portobelo zu verbringen. Hier blieb uns dann auch nix anderes übrig, als das erste Mal auf dieser Reise mit einer Übernachtung im Dorm Vorlieb zu nehmen. Captain Jack aus den Staaten zauberte uns noch ein leckeres Abendmahl und so stand dann einer guten Nacht nix mehr im Weg.  Am nächsten Morgen ging es auch schnell weiter und erreichten nach einer weiteren Stunde den Hafen in  „Isla Grande“.
Nach 5 Minuten mit dem Boot vom Festland aus, erwartete uns ein ganz kleines verschlafenes Stückchen Erde. Die Zimmersuche gestalte sich hier recht einfach da zu diesem Zeitpunkt lediglich 3 Hotels offen hatten. Uns fiel sofort das gemütliche Flair auf und nach Touristen suchten wir hier vergebens. Wir blieben 2 Nächte, machten eine Wanderung quer über die Insel, verbrachten die Zeit mit Schnorcheln und Kokosnuss knacken und genossen wie immer die Zeit. Es gibt hier keinen Straßenverkehr, das einzige Transportmittel ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Viele kleine Yachten legen hier Anker und verweilen hier in diesem türkisfarbenen traumhaften Atoll. Die Fischer fuhren täglich mit ihren kl. Booten aufs Meer und diverse Fischarten stehen damit natürlich auf dem Menüplan ganz oben.

Panama CityZurück nach Panama City sollte es über Colon gehen. Colon ist für Touristen eher uninteressant aber aufgrund des Panama Kanals definitiv einen Besuch wert. Wir schauten nach einen Platz um unser Gepäck für ein paar Stunden zu deponieren. Etwas Misstrauen war schon dabei, da Colon selbst nicht den besten Ruf in Panama hat. So besuchten wir den „Gatun Lock“ auf der Atlantik Seite und konnten uns einmal das Architektonische Meisterwerk live vor Ort anschauen. Der „Gatun Lock“ ist aber bei weitem nicht so stark besucht wie der „Miraflores Lock“ in der Nähe Panama City´s und so konnten wir ganz ohne Gedrängel bei der Beförderung von 4 Schiffen zuschauen und unserem Fotorausch vor Begeisterung freien Lauf lassen. Riesige Containerschiffe werden Millimeter für Millimeter in diese engen Schleusen mit beidseitigen Zügen hineinpositioniert.  Wir beobachteten das Spektakel ein paar Stunden und es war ein absolutes Highlight dabei gewesen zu sein. Zurück nach Colon konnten wir zum Glück unser Gepäck wieder entgegen nehmen und fuhren direkt weiter nach Panama City. Nachdem wir die Hauptstädte der letzten Länder aus Sicherheitsgründen und aus Mangel an Attraktionen nur auf der Durchreise durchquert haben, wollten wir in Panama City einige Tage verbringen.  Wir verbrachten die Zeit mit Spaziergängen in der Altstadt Casco Viejo, planten unsere nächsten Etappen in Kolumbien, tauschen genügend Dollar in Peso und schauten uns auch das moderne  und aufstrebende aber auch das heruntergekommene Panama City an. Die Stadt hat von allem etwas zu bieten, schöne Strandpromenade, Wolkenkratzer, romanische Altstadt, Hafen und viele Einkaufsmöglichkeiten. Also eine schöne und sehenswerte Stadt mit überwiegend freundlicher und multikultureller Prägung.

nächstes Ziel--- Darien ProvinzNach knapp 2-wöchigem Aufenthalt in Panama, planten wir die Überquerung nach Kolumbien mit einer Überlandfahrt.  Nach umfangreichen Recherchen stellte sich jedoch heraus, dass sich Straßen und Wege im Nichts des dichtbewachsenen Dschungels in der Darien-Provinz verlaufen. Somit blieben uns nur wenige Optionen die Weiterreise zu gestalten. Dabei mussten wir uns zwischen einer 550 $ p. Pers. teuren Bootsfahrt über das hoch beliebte San Blas-Archipel entscheiden oder für einen relativ preiswerten Flug von Panamacity ins abgelegene idyllische  Örtchen Puerto Obladia für nur 125 $ p. Pers. Übrigens ist die teurere Variante bei Backpackern weitaus mehr gefragt.  So entschieden wir uns f. den Flug mit der kleinen Propellermaschine und genossen die Aussicht. Die Immigration verlief problemlos und scherzhaft mit dem gutgelaunten Officer. Mit einem kl. Boot wurden wir zu unserem Wunschort nach Capurgana befördert und hatten unseren Spaß mit dem Wellengang. Im Reiseführer ist dieser Ort übrigens unter der Kategorie „Off the Beaten Track“ zu finden, was so viel heißt wie“ auf abgelegenem Pfade“. Nun sind wir also in Kolumbien in Südamerika angekommen, unser letzter Kontinent auf dieser Reise. Wir verbrachten in Capurgana 3 Nächte, genossen die chillige Atmosphäre, besuchten  einen Naturpool im Dschungel und unternahmen eine Wanderung nach La Miel auf der Seite Panama´s . Für diesen Spaziergang wurden im Dschungeloffice und Grenze unsere Daten kurz notiert und  somit ist es hier sehr unkompliziert zw. den kleinen Küstenorten auf Panamas und Kolumbiens Seite hin- & herzupendeln.
 
Vielen Dank für die EinladungBeim Spaziergang nach Kolumbien zurück, sammelten wir uns einige Mango´s ein und wurden sofort von der Besitzerin(aus Bogota/Kolumbien) angesprochen ob wir einen Beutel haben möchten. Sowas müsste uns mal in Deutschland passieren….! So kam es dazu, dass wir von der netten Kolumbianerin in ihr Haus zum Kaffee eingeladen wurden. Obwohl unsere Spanischkenntnisse nur auf die für uns nötigsten Grundlagen begrenzt ist, haben uns 2 Stunden über Gott und die Welt unterhalten und es ist dann manchmal wie ein kleines Rätsel. Man kann nur erahnen um was es gerade geht und passt sich mit einer paar eindrucksvollen Minen und einem Ahhh, Ohhh, Aha an.
Manchmal sind wir selber von uns überrascht.

Santa Marta bei DämmerungMr. Krabs...Weiter ging es für uns zunächst über 2h mit den Boot nach Turbo, von da aus mit dem Bus über 5h nach Monteria und dann nochmals  4h nach Cartagena. Ein langer Tag neigte sich dann gegen halb10 mit der Ankunft in Cartagena dem Ende zu. Für gewöhnlich versuchen wir eine Ankunft bei Dunkelheit ohne Hotelreservierung zu vermeiden aber auf Grund fehlenden Internetzugangs der letzten Tage mussten wir noch mit Sack und Pack bei Dunkelheit durch die Altstadt um was passendes zu finden.
Kinder in Santa MartaCartagena ist mit 1,1 Millionen Einwohner eines der größten Städte Kolumbiens und ist die Nummer 1 unter den Reisezielen. Für uns war aber lediglich die koloniale Altstadt interessant, da man sich sowieso als Tourist nicht woanders aufzuhalten hat. So schön die Altstadt auch ist, hat sie aber auch ihre Schattenseiten. Für uns ganz besonders negativ war, das einem ständig versucht wird irgendwelches Zeug zum Rauchen anzudrehen. Auch die Antwort können wir schon auf Spanisch sagen.“No Fumamos Amigo“!!!
einmal " Lulo" bitteAufgefallen ist uns hier auch die große Anzahl an Fußballverrückten. Ein Dress der Nationalmannschaft zu haben, gehört hier einfach zum guten Ton. Ich ließ mich natürlich nicht lumpen und besorgte mir ein entsprechendes Dress. Auch ganz besonders für dieses Land ist die große Auswahl an Früchten. Wir haben schon einige Zeit an Saftständen verbracht um diverse unbekannte Früchte auszuprobieren.  Tatsächlich verfügt Kolumbien über erstaunlich viele Früchte, die es nur dort gibt, und die sich allesamt bestens mit Wasser und Eis zu Vitamindrinks mixen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Guanabana, Curuba, Zapote, Mamoncillo, Granadilla, Tomate de Arbol (Baumtomate) und unser Favorit: Lulo, eine Stacheltomate, vom Geschmack eher wie eine Mischung aus Orange und Kiwi.
Wilkommen im Lamettawaldtypisches Bild in CartagenaWas wir etwas unterschätzt haben sind die großen Distanzen in diesem Land. So fuhren wir nach Santa Marta weiter was auch wieder 5h in Anspruch nahm. Zu Santa Marta bleibt nix weiter zu sagen außer das hier im Norden Kolumbiens das Wayuu Volk heimisch ist. Eine Art Indigenas mit eigener Sprache versucht sich hier mit handgemachten Handtaschen welche auch in Deutschland relativ bekannt sind. Per Nachtbus gingen es weiter nach San Gil.700km/14h sind hierfür zu überwinden. Von hier sind es noch einmal 8h Busfahrt bis Bogota. Diese Zahlen sollen nur einmal übermitteln wie groß das Land eigentlich ist.
Wayuu Frau bei der Arbeit im Norden Kolumbien´sDas soll es erstmal gewesen sein und melden uns natürlich bald wieder.













Sonntag, 4. Mai 2014

unser Favorit in Zentralamerika







Update vom 16.04- 03.05.2014
zauberhaftes Marktleben in Leon
Pazifikküste Nicaragua´sKreuzweg während der Semana SantaUnser nächstes Ziel sollte also Nicaragua sein. Im Vorfeld hatten wir schon sehr viel gutes über Land und Leute gehört. Lange Zeit war es für uns ungewiss ob wir dieses Land besuchen werden, da wir schon letztes Jahr von einer Dengue-Epidemie gehört hatten, was dem Land sehr zu schaffen machte. Glücklicherweise für uns, schaffte es das Land diese Epidemie einzudämmen und einen Besuch stand nix mehr im Weg. Im allgemeinen bleibt zu sagen das wir aufgrund der absoluten Trockenzeit überhaupt keine Probleme mit  Moskitos hatten. Von Anfang Mai bis Oktober, während der Regenzeit sieht es bestimmt wieder anders aus was uns aber keinesfalls davon abbringen würde dieses Land auch in der Regenzeit wieder zu besuchen. Auf Grund unserer Erfahrungen auf den Philippinen und in Indonesien welche wir auch zur absoluten Regenzeit besuchten, würden wir nicht davor abschrecken ein Land während der Regenzeit zu besuchen. Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand. Ermäßigte Preise für Hotel oder Hostel, so gut wie keine Touristen und es wird ein größeres Augenmerk auf jeden einzelnen Touristen gelegt. Zudem hatten wir stets die Erfahrungen gemacht, das die „Locals“ offener für Gespräche sind wenn deren Land weniger stark besucht ist. Es ist also durchaus interessant ein Land ausserhalb der Hauptsaison zu besuchen. Die Grenzüberquerung nach Nicaragua verlief ziemlich unproblematisch bis auf die üblichen Horden von Menschen, die jeden Bus in gewohnter Manier an der Grenze empfangen, um irgendein Geschäft zu machen, sei es um Gepäck zu tragen, die letzten Geldstücke der Landeswährung abzuknöpfen oder unwissende Reisende bei der Immigration zu unterstützen oder zu nerven bis die Grenze schließlich überquert ist. Im Bus sitzend empfing uns Nicaragua erst ziemlich staubig dafür aber sehr freundlich. Die Sonne strahlte, die grünen Wiesen und Weiden waren voller zufrieden kauender Rinder, ab und an zogen sie auch ganz gemütlich einen Karren hinter sich her während man mit den Vulkanen im Hintergrund ein wunderschönes Panorama hatte. Wir erreichten dann relativ spät die ehemalige Hauptstadt „Leon“ und waren sofort vom kolonialen Stadtbild begeistert. Es brauchte dafür nur die alten kolonialen Hofhäuser, viele farbige Fassaden, Kopfsteinpflaster, unzählige Kirchen, und ein paar Markt- und Essensstände, deren Grillgeruch uns den ganzen Tag um die Nase schwirrte und 'Iss mich' in unsere Ohren flüsterte. Am Wochenende fahren die Nicas (so nennen sich die Bewohner Nicaraguas selbst) nach Las Penitas, den „Stadtstrand“ von Leon, der ca. 20 km entfernt liegt. Wir packten ebenfalls unsere Strandklamotten und wollten uns einmal die Strände, welche aus Vulkansand bestehen ansehen. Angekommen, erwartete uns dort ein ellenlanger schöner Sandstrand sowie hohe Wellen, in die wir uns vergnüglich hineinwarfen und im Glanze der Abendsonne den Surfern beim Wellenreiten zuschauten. Das hier gelegene Dörfchen an der Pazifikküste wurde jedoch vor ca. 4 Jahren von einem Hurrikan stark zerstört und befindet sich im Wiederaufbau. Die farbenfrohe und sehr beliebte Stadt Leon ist des Weiteren bekannt für eine Aktivität welche sich „Vulcanboarding“ nennt. Man kann sích das in etwa wie „Snowboarding“ vorstellen, bloß das man eben einen Vulkan hinunter düst. Wir kamen nicht auf den Geschmack des „Vulcanboarding“ da es ein paar Tage zuvor ein heftiges Erdbeben gab und der Vulkan aus Sicherheitsgründen gesperrt war. Wir verweilten glücklicherweise zum  Zeitpunkt des Erdbebens anderso im Lande und spürten davon nichts. Unsere Route führte uns weiter nach Granade, welche bei weitem viel touristischer wirkt als Leon. Granada ist Nicaraguas älteste koloniale Stadt und liegt am Fuße des Vulkanes Mombacho, sowie am Ufer des Lago de Nicaragua, dem größten See in Mittelamerika. Die Häuser Granadas sind im Gegensatz zu Leon oft mehrgeschossig, die Kirchen sind zahlreicher, die Portale höher und die Plätze größer. Wir wollten unser 50 qm großes und 5 m hohes Zimmer mit seinen riesigen Flügeltüren gar nicht wieder verlassen. Im Gegensatz zu anderen Orten in Nicaragua haben ausländische Touristen hier längst ihren Platz gefunden und kommen hier in den Genuss köstlicher und teils teurer Gourmetküche in guten Restaurants oder Cafés und es besteht ein großes Angebot von guten Hotels mit idyllischen kleinen Hinterhöfen oder bunten Hostels , die von ausländischen Aussteigern betrieben werden. Ganz traditionell im Lande zum ausgiebigen Relaxen und Chillen sind die tollen Schaukelstühle, die es in allen Materialien, Farben und Formen gibt. Trotzdem findet man ein wenig abseits vom Trubel  auf den sehr lebendigen Märkten mit lautstark werbenden Händlern das ursprüngliche Leben, staubige Straßen und streng riechende Märkte auf denen allerlei Waren in typischer Tracht in Spitzenschürze die Waren an den Mann gebracht werden. Es ist gängig, dass die Händler mit Ihren Körben voller kleiner Köstlichkeiten und kleinen Snacks und kühlen Drinks die Fahrgäste in den Bussen zum Kauf verlocken. Dabei drängen Sie sich durch die Busse und verdienen auf diese Weise Ihren Unterhalt. Von frischen Donats, frittierten (Koch-)Bananenchips, Sandwiches, Früchten mit Erdnussbutter, gefüllte Teigtaschen mit Hühnchen und vieles mehr wird eine Busfahrt zum Schlemmer-Erlebnis.  Granada bietet sich auch hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge an. Während man direkt auf dem Lago de Nicaragua zwischen den vorgelagerten Inseln Kanu fahren kann, hat man von den höher gelegenen Pueblos Blancos, wie dem kleinen Catarina einen wunderbaren Ausblick auf einen Vulkankratersee, die Laguna de Apoyo, das dahinter liegende Granada und den wiederum dahinter liegenden Lago de Nicaragua. Der Krater des Masaya hat einen Durchmesser von mehreren hundert Metern, aus der Tiefe steigen ähnlich wie aus dem Bromo auf Java schwefelhaltige Wolken hinauf und man hört es die ganze Zeit brodeln. Auf der Insel Ometepe, welche im Landesinneren im großflächigen See „Lago des Nigaragua“ empor steigt, erwarteten uns 2 weitere Vulkane die wir schon aus weiter Enfernung bei der schaukeligen Fährfahrt sichteten und sich uns ein tolles Panorama bot. Asphaltierte Straßen gibt es nur im Nordteil und so wird eine Busfahrt oder eine Fahrradtour wie wir sie unternommen haben anstrengender und länger als geplant. Während der Verschnaufpausen kann man sich an Bananenplantagen, tausenden Blüten, bunten Vögeln und Leguanen erfreuen, immer vor der Kulisse eines der beiden Vulkane. Wir suchten uns ein hübsch gelegenes Hostel mit Hängematte am nahe gelegenen Strand Santo Domingo, welcher sich besonders gut f. Wassersport  eignet und sich so f. Marco die Möglichkeit zum Kitesurfen anbot.
Ometepe Islandaller Anfang istt schwer
Ausblick über Ometepe So blieben wir also 6 Nächte in diesem kleinen Paradies. Diese Insel verzaubert Ihre Besucher mit einer einzigartigen Flora und Fauna wie mit ihren Blüten in allen erdenklichen leuchtenden Farben sowie majestätischen Baumriesen sowie der  Artenvielfalt an Tieren wie den einzigartigen Brüllaffen, Fledermäusen  die in unserem Badezimmer ihre nächtliche Behausung fanden, als auch laut trällernden bunten Vögeln und unzähligen Schmetterlingen. Zu unserem Stammplatz machten wir eine Hollywoodschaukel in einer am Strand gelegenen Bar und konnten den Wildpferden beim kühlen Baden im See oder den Fischern zuschauen. Ometepe sollte für uns das letzte Ziel in Nicaragua sein und so ging es weiter nach Costa Rica. Man wird stets freundlich empfangen und die Lebensfreude kennt hier keine Grenzen. Definitiv ein Geheimtipp, da die jährliche Anzahl an Touristen noch überschaubar ist und die Preise den Geldbeutel meistens schonen abgesehen von manchen Tagestouren. Für uns bleibt zu sagen, dass  wir mit Nicaragua eines der schönsten Länder unserer Reise kennengelernt hatten und empfehlen es gern weiter, vorausgesetzt dass man über ein paar Spanisch-Basiskenntnisse verfügt.

Bocas Towndas schönste Geld unserer ReiseIn Costa Rica blieben wir aufgrund des hohen Preisniveau nur etwa 1 Woche. Und wählten uns dafür das kleine verschlafene Dorf an weißen karibischen Stränden aus mit seinem angrenzenden Nationalpark.  Hier fühlten wir uns pudelwohl und konnten zudem bunte Vögel, Faultiere, Waschbären und andere heimische Tiere beobachten. Die Grenze nach Panama ist dann quasi nur noch ein Katzensprung und sowie die Grenze erreicht, ging es zu Fuß weiter über die alte Eisenbahnbrücke, die mehr für Bananenexpresse als für Fußgänger geeignet ist, wo uns das Schild „Bienvenidos a Panama“ begrüßte. Schon auf der Fahrt von der Grenze nach Almirante bekamen wir einen Vorgeschmack auf die supergrüne, bergige und noch weitgehend ungezähmte Wildnis Panamas. Mit einem Motorboot wurden wir ins hochbeliebte Archipelago (trop. Inselgruppen)  vorbei an Mangrovebewachsenen Inseln nach Isla de Colon befördert. Angekommen in Boccas des Torro, zieren kleine Handkraft-Shops, gemütliche Cafés und bunte Hotelanlagen und auf Stelzen gebaute Holzhäuser das Stadtbild. Doch schnell spüren wir, das „Grüßen“ und „Lächeln“ der Einheimischen hier nicht zur Tagesordnung gehören und uns nicht wirklich das Gefühl vom angeblichen Paradies vermittelt. Auch unsere Schnorcheltour mit dem Delphinwatching f. 50 $ war ein Reinfall. Statt an bezaubernden Riffen schnorchelten wir über ernüchternde Unterwasser-Gras-& Wiesenlandschaften im trüben Wasser und mussten nach einer schönen Koralle lange suchen. Dafür konnten wir jedoch jeden Abend mit ein paar sehr netten Reisenden auf unserer Hotelterasse mit Sicht auf Yachten und das in Sonnenuntergansfarben schimmernde Meer und vielen lustigen Weltreisegeschichten den Tag ausklingen lassen.
Grenzübergang nach PanamaRed Frog auf Isla BastimentosKaribikküste in Costa RicaNach ein paar Tagen im Archipelago begeben wir uns auf die Weiterreise nach Boquete. Während unserer Fahrt zogen wir vorbei an wilder Natur und großen Bergketten……….wir lassen die Bilder sprechen und melden uns bald wieder mit einer Fortsetzung zu Panama bei euch zurück.

Und verabschieden uns mit vielen Grüßen nach Daheim ins gleichsam grüne Deutschland und sagen erstmal „Adios Amigos y Amigas“




Christina in the Office






grünes Nordwestpanama