Update vom 16.04- 03.05.2014



Unser nächstes Ziel sollte also Nicaragua sein. Im
Vorfeld hatten wir schon sehr viel gutes über Land und Leute gehört. Lange Zeit
war es für uns ungewiss ob wir dieses Land besuchen werden, da wir schon
letztes Jahr von einer Dengue-Epidemie gehört hatten, was dem Land sehr zu
schaffen machte. Glücklicherweise für uns, schaffte es das Land diese Epidemie
einzudämmen und einen Besuch stand nix mehr im Weg. Im allgemeinen bleibt zu
sagen das wir aufgrund der absoluten Trockenzeit überhaupt keine Probleme
mit
Moskitos hatten. Von Anfang Mai bis
Oktober, während der Regenzeit sieht es bestimmt wieder anders aus was uns aber
keinesfalls davon abbringen würde dieses Land auch in der Regenzeit wieder zu
besuchen. Auf Grund unserer Erfahrungen auf den Philippinen und in Indonesien
welche wir auch zur absoluten Regenzeit besuchten, würden wir nicht davor
abschrecken ein Land während der Regenzeit zu besuchen. Die Vorteile liegen
ganz klar auf der Hand. Ermäßigte Preise für Hotel oder Hostel, so gut wie
keine Touristen und es wird ein größeres Augenmerk auf jeden einzelnen
Touristen gelegt. Zudem hatten wir stets die Erfahrungen gemacht, das die
„Locals“ offener für Gespräche sind wenn deren Land weniger stark besucht ist.
Es ist also durchaus interessant ein Land ausserhalb der Hauptsaison zu
besuchen.
Die Grenzüberquerung nach Nicaragua
verlief ziemlich unproblematisch bis auf die üblichen Horden von Menschen, die
jeden Bus in gewohnter Manier an der Grenze empfangen, um irgendein Geschäft zu
machen, sei es um Gepäck zu tragen, die letzten Geldstücke der Landeswährung
abzuknöpfen oder unwissende Reisende bei der Immigration zu unterstützen oder
zu nerven bis die Grenze schließlich überquert ist. Im Bus sitzend empfing uns
Nicaragua erst ziemlich staubig dafür aber sehr freundlich. Die Sonne strahlte,
die grünen Wiesen und Weiden waren voller zufrieden kauender Rinder, ab und an
zogen sie auch ganz gemütlich einen Karren hinter sich her während man mit den Vulkanen
im Hintergrund ein wunderschönes Panorama hatte. Wir erreichten dann
relativ spät die ehemalige Hauptstadt „Leon“ und waren sofort vom kolonialen Stadtbild
begeistert.
Es brauchte dafür nur die alten
kolonialen Hofhäuser, viele farbige Fassaden, Kopfsteinpflaster, unzählige
Kirchen, und ein paar Markt- und Essensstände, deren Grillgeruch uns den ganzen
Tag um die Nase schwirrte und 'Iss mich' in unsere Ohren flüsterte. Am
Wochenende fahren die Nicas (so nennen sich die Bewohner Nicaraguas selbst)
nach Las Penitas, den „Stadtstrand“ von Leon, der ca. 20 km entfernt liegt. Wir
packten ebenfalls unsere Strandklamotten und wollten uns einmal die Strände,
welche aus Vulkansand bestehen ansehen. Angekommen, erwartete uns dort ein
ellenlanger schöner Sandstrand sowie hohe Wellen, in die wir uns vergnüglich
hineinwarfen und im Glanze der Abendsonne den Surfern beim Wellenreiten
zuschauten. Das hier gelegene Dörfchen an der Pazifikküste wurde jedoch vor ca.
4 Jahren von einem Hurrikan stark zerstört und befindet sich im Wiederaufbau.
Die farbenfrohe und sehr beliebte Stadt Leon ist des Weiteren bekannt für eine
Aktivität welche sich „Vulcanboarding“ nennt. Man kann sích das in etwa wie
„Snowboarding“ vorstellen, bloß das man eben einen Vulkan hinunter düst. Wir
kamen nicht auf den Geschmack des „Vulcanboarding“ da es ein paar Tage zuvor
ein heftiges Erdbeben gab und der Vulkan aus Sicherheitsgründen gesperrt war.
Wir verweilten glücklicherweise zum Zeitpunkt des Erdbebens anderso im Lande und
spürten davon nichts. Unsere
Route führte uns weiter nach Granade, welche bei weitem viel touristischer
wirkt als Leon. Granada ist Nicaraguas älteste koloniale Stadt und liegt am
Fuße des Vulkanes Mombacho, sowie am Ufer des Lago de Nicaragua, dem größten
See in Mittelamerika. Die Häuser Granadas sind im Gegensatz zu Leon oft
mehrgeschossig, die Kirchen sind zahlreicher, die Portale höher und die Plätze
größer. Wir wollten unser 50 qm großes und 5 m hohes Zimmer mit seinen riesigen
Flügeltüren gar nicht wieder verlassen. Im Gegensatz zu anderen Orten in
Nicaragua haben ausländische Touristen hier längst ihren Platz gefunden und
kommen hier in den Genuss köstlicher und teils teurer Gourmetküche in guten Restaurants
oder Cafés und es besteht ein großes Angebot von guten Hotels mit idyllischen
kleinen Hinterhöfen oder bunten Hostels , die von ausländischen Aussteigern
betrieben werden. Ganz traditionell im Lande zum ausgiebigen Relaxen und
Chillen sind die tollen Schaukelstühle, die es in allen Materialien, Farben und
Formen gibt. Trotzdem findet man ein wenig abseits vom Trubel auf den sehr lebendigen Märkten mit lautstark
werbenden Händlern das ursprüngliche Leben, staubige Straßen und streng
riechende Märkte auf denen allerlei Waren in typischer Tracht in Spitzenschürze
die Waren an den Mann gebracht werden. Es ist gängig, dass die Händler mit
Ihren Körben voller kleiner Köstlichkeiten und kleinen Snacks und kühlen Drinks
die Fahrgäste in den Bussen zum Kauf verlocken. Dabei drängen Sie sich durch
die Busse und verdienen auf diese Weise Ihren Unterhalt. Von frischen Donats,
frittierten (Koch-)Bananenchips, Sandwiches, Früchten mit Erdnussbutter,
gefüllte Teigtaschen mit Hühnchen und vieles mehr wird eine Busfahrt zum
Schlemmer-Erlebnis. Granada bietet sich
auch hervorragend als Ausgangspunkt für Tagesausflüge an. Während man direkt
auf dem Lago de Nicaragua zwischen den vorgelagerten Inseln Kanu fahren kann,
hat man von den höher gelegenen Pueblos Blancos, wie dem kleinen Catarina einen
wunderbaren Ausblick auf einen Vulkankratersee, die Laguna de Apoyo, das
dahinter liegende Granada und den wiederum dahinter liegenden Lago de
Nicaragua. Der Krater des Masaya hat einen Durchmesser von mehreren hundert
Metern, aus der Tiefe steigen ähnlich wie aus dem Bromo auf Java
schwefelhaltige Wolken hinauf und man hört es die ganze Zeit brodeln. Auf der
Insel Ometepe, welche im Landesinneren im großflächigen See „Lago des
Nigaragua“ empor steigt, erwarteten uns 2 weitere Vulkane die wir schon aus
weiter Enfernung bei der schaukeligen Fährfahrt sichteten und sich uns ein
tolles Panorama bot. Asphaltierte Straßen gibt es nur im Nordteil und so wird
eine Busfahrt oder eine Fahrradtour wie wir sie unternommen haben anstrengender
und länger als geplant. Während der Verschnaufpausen kann man sich an
Bananenplantagen, tausenden Blüten, bunten Vögeln und Leguanen erfreuen, immer
vor der Kulisse eines der beiden Vulkane. Wir suchten uns ein hübsch gelegenes
Hostel mit Hängematte am nahe gelegenen Strand Santo Domingo, welcher sich
besonders gut f. Wassersport eignet und
sich so f. Marco die Möglichkeit zum Kitesurfen anbot.


So blieben wir
also 6 Nächte in diesem kleinen Paradies. Diese Insel verzaubert Ihre Besucher
mit einer einzigartigen Flora und Fauna wie mit ihren Blüten in allen
erdenklichen leuchtenden Farben sowie majestätischen Baumriesen sowie der Artenvielfalt an Tieren wie den einzigartigen
Brüllaffen, Fledermäusen die in unserem
Badezimmer ihre nächtliche Behausung fanden, als auch laut trällernden bunten
Vögeln und unzähligen Schmetterlingen. Zu unserem Stammplatz machten wir eine
Hollywoodschaukel in einer am Strand gelegenen Bar und konnten den Wildpferden
beim kühlen Baden im See oder den Fischern zuschauen. Ometepe sollte für uns
das letzte Ziel in Nicaragua sein und so ging es weiter nach Costa Rica. Man
wird stets freundlich empfangen und die Lebensfreude kennt hier keine Grenzen.
Definitiv ein Geheimtipp, da die jährliche Anzahl an Touristen noch überschaubar
ist und die Preise den Geldbeutel meistens schonen abgesehen von manchen
Tagestouren. Für uns bleibt zu sagen, dass
wir mit Nicaragua eines der schönsten Länder unserer Reise kennengelernt
hatten und empfehlen es gern weiter, vorausgesetzt dass man über ein paar
Spanisch-Basiskenntnisse verfügt.


In Costa Rica blieben
wir aufgrund des hohen Preisniveau nur etwa 1 Woche. Und wählten uns dafür das
kleine verschlafene Dorf an weißen karibischen Stränden aus mit seinem
angrenzenden Nationalpark. Hier fühlten wir
uns pudelwohl und konnten zudem bunte Vögel, Faultiere, Waschbären und andere
heimische Tiere beobachten. Die Grenze nach Panama ist dann quasi nur noch ein
Katzensprung und sowie die Grenze erreicht,
ging es zu Fuß weiter über die alte Eisenbahnbrücke, die mehr für
Bananenexpresse als für Fußgänger geeignet ist, wo uns das Schild „Bienvenidos
a Panama“ begrüßte. Schon auf der Fahrt von der Grenze nach Almirante bekamen
wir einen Vorgeschmack auf die supergrüne, bergige und noch weitgehend
ungezähmte Wildnis Panamas. Mit einem Motorboot wurden wir ins hochbeliebte
Archipelago (trop. Inselgruppen) vorbei
an Mangrovebewachsenen Inseln nach Isla de Colon befördert. Angekommen in
Boccas des Torro, zieren kleine Handkraft-Shops, gemütliche Cafés und bunte
Hotelanlagen und auf Stelzen gebaute Holzhäuser das Stadtbild. Doch schnell
spüren wir, das „Grüßen“ und „Lächeln“ der Einheimischen hier nicht zur
Tagesordnung gehören und uns nicht wirklich das Gefühl vom angeblichen Paradies
vermittelt. Auch unsere Schnorcheltour mit dem Delphinwatching f. 50 $ war ein
Reinfall. Statt an bezaubernden Riffen schnorchelten wir über ernüchternde
Unterwasser-Gras-& Wiesenlandschaften im trüben Wasser und mussten nach
einer schönen Koralle lange suchen. Dafür konnten wir jedoch jeden Abend mit
ein paar sehr netten Reisenden auf unserer Hotelterasse mit Sicht auf Yachten
und das in Sonnenuntergansfarben schimmernde Meer und vielen lustigen
Weltreisegeschichten den Tag ausklingen lassen.


Nach ein paar Tagen im Archipelago
begeben wir uns auf die Weiterreise nach Boquete. Während unserer Fahrt zogen
wir vorbei an wilder Natur und großen Bergketten……….wir lassen die Bilder
sprechen und melden uns bald wieder mit einer Fortsetzung zu Panama bei euch
zurück.
Und verabschieden uns mit vielen
Grüßen nach Daheim ins gleichsam grüne Deutschland und sagen erstmal „Adios
Amigos y Amigas“
Hallo Ihr beiden,
AntwortenLöschenwieder ein ganz toller Erlebnisbericht. Die Bilder sind Euch wieder gut gelungen,man kann sich die ganze Schönheit der Natur vorstellen. Auf den Bildern ist toll zu erkennen das es Euch wirklich gut geht und ihr beide sehr Glücklich seit. Genießt Eure Zeit in fremden Ländern denn irgendwann kommt die Rückreise und der Alltag hier in der Kälte hat Euch wieder.
Tschüss bis bald Petra und Peter
danke schön ihr lieben.Ja die Gegenwart wird uns ganz gewiss bald wieder einholen aber wir werden damit leben können. Wir freuen uns auf jeden Fall euch alle bald wieder zu sehen.Liebe Grüße
LöschenIch schließe mich Kinnigkeits an, habt weiter viel Spaß und genießt die Zeit
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