Update vom 21.08.- 04.09.2013
Mit einem paradiesischen „ Hallo“ melden wir uns von den
Philippinen zurück.
Mittlerweile reisen wir nun bald schon 5 Monate und sind
noch keineswegs reisemüde. Wir erfreuen uns noch immer an all dem Schönen was
wir sehen dürfen und stetig erkunden. Nun haben wir uns eifrig von Deutschland
immer weiter in den entfernten Osten Asiens bewegt und bei all den ausgewählten
Reisezielen stand fest, „da dürfen die Philippienen nicht fehlen!“ Nachdem wir geraume Zeit durch viele Hügel-, Berg-, &
Wüstenlandschaften aber auch durch Täler, Wälder und grünes Flachland reisten,
haben wir nun endlich diesen wunderschönen Platz auf dieser Erde erreicht und
befinden uns nun in Palawan auf den paradiesischen Philippinen.
Und ja….. endlich können wir diesen Sand unter unseren
Füßen spüren und bei herrlichem Sonnenschein in diesem kristallklaren und türkisen
Wasser baden, was wir nur von Bildern
aus Reisebüchern und Kalendern kennen. Unter einer Palme liegend, dazu aus
einer selbst geknackten Kokosnuss mit einem Strohhalm den Saft rausschlürfen und
dem Rauschen der Wellen zuhören und sich abends die schönsten Sonnenuntergänge
anschauen.
Jeden Tag auf´s Neue müssen wir staunen: „waohhh“, „ booaaahhhh“,
„geiiiilllll“, „meeeegggaaa“, „wahnsinn“ …..Es ist einfach
so unglaublich schön an den Stränden der Philippinen. Davon kann man gar nicht
genug bekommen.

Wir begannen unsere Tour auf „Bosuanga Island“ im Norden Palawan´s in dem kleinen Örtchen namens
„Coron“. Hierhin hat es uns verschlagen, um die noch intakten Korallenriffe und
Lagunen mit dem Boot zu erkunden. Zumeist fuhren wir mit einer kleinen Gruppe
aufs Meer hinaus und gingen dort gemeinsam schnorcheln. Die Unterwasserwelt ist
einzigartig und es gibt Fische und Korallen in allen Farben und Formen. „Coron“
selbst hat heiße Quellen zu bieten, in denen man wunderbar baden kann und
anschließend ins kühle Nass ins Meer hüpfen kann. Zudem fand zum Zeitpunkt
unseres Aufenthalts ein Stadtfest statt. Alle zogen sich Festtagssachen und
bunte farbenfrohe Trachten an und Jung und Alt tanzte beim Straßenmarsch zur
Musik. Es wurde das ganze Wochenende gefeiert, daher besuchten wir dort einmal
ein Konzert und waren auch bei einer Motocross-Show dabei. Leider konnten wir
die Stadt mit der Fähre nicht pünktlich verlassen, aufgrund zu hohem Wellengangs,
da wir uns derzeit in der Regensaison befinden und es ab und zu schüttet wie
aus allen Kannen und auf dem Meer stürmt.
Mit 1 Tag Verspätung erreichten wir dann nach 8-stündiger
Bootsfahrt die hübsche und beliebte Hafenstadt“ El Nido“, welche von
tropenbewachsenen Bergen und Felsen gerahmt ist. Bei unserer Ankunft im Hafen
wurden erst einmal alle Gepäckstücke der Passagiere in Reih und Glied
aufgestellt und von der Küstenpolizei mit einem Drogensuchhund untersucht und
abgeschnüffelt. Dieses kleine touristische Städtchen bietet alles was man sich
wünscht: viele gemütl. Restaurants und Bars, einen kleinen Strand, Meerblick
von der Hotelterrasse aus, Läden zum ausgiebigen Shopping und ausreichend
Tourangebote zum Schnorcheln und zum Tauchen. Bei unseren Ausflügen aufs Meer
erhielten wir stets zum Mittagessen köstlichstes gegrilltes Seafood mit Reis und Gemüse
serviert auf weißem Sandstrand unter Palmen. Zudem entschieden wir uns, einen
einsamen 30 km entfernten Strand mit einem geliehenen Roller selber zu besuchen
und besichtigten im Anschluss noch den im tiefen Dschungel gelegenen
Wasserfall. Dafür nahmen wir uns diesmal jedoch einen Guide, aufgrund unguter
vorheriger Erfahrungen aus Kirgistan, da auch hier diverse Dschungelpfade
gegeben waren und wir 9 Flussabschnitte durchqueren mussten, um nach 40 minütigem
Marsch den Wasserfall zu erreichen. Der Besuch hat sich sehr gelohnt, da nun
zur Regenzeit der Wasserfall am meisten Wasser führt und nahmen auch gern darin
ein ausgiebiges Bad bei Sonnenschein. Des Weiteren besuchten wir mit dem Boot
mehrere Korallenriffe und versteckte Lagunen, die gesäumt waren von Palmenstränden.
Da wir auf großartige Unterwasserfotos nicht verzichten wollten, nahmen wir
unsere prädestinierte „5m-deep-Waterproof“-Kamera mit ins Wasser. Dabei stellte
sich nach 4 Bildern jedoch heraus, dass diese wasserfeste Kamera am besten f.
„Über-Landaufnahmen“ geeignet ist. Nun ist Sie defekt und wir müssen wieder in
neues Equipment investieren. Auch nicht jeder Tourist kann schwimmen, daher ist
es immer amüsant für uns zu beobachten, wie Erwachsene mit einem Schwimmring um
den Bauch und um die Arme, sich von einem Bootsguide zusätzlich mit einer
Rettungsboje durch das 1,5 m lebensbedrohlich tiefe Wasser ziehen lassen.

Anschließend führte uns der Weg in die nächste entlegene
Stadt mit dem Bus durch den tiefsten Dickicht und Tropenwald, den wir je zuvor
sahen. Und auch hier noch trifft man stets im Nirgendwo auf kleine Siedlungen
im Gebüsch. Dieser spezielle Dschungelbus ist aber ein ganz besonderer Bus. Er
übernimmt nämlich gleichzeitig den DHL-& Postservice, d. h. es wird alles
mitgenommen was nur geht und alle 10 Minuten wird demzufolge zur Beladung
gestoppt. So verhält sich die Versendung bei uns:
Herrn
Dipl. Mario Meier
Ehem. Klausenkreier
„persönlich“
OT Oberrothenbach
Rebenwalder Str. 11
08894 Pathenkirchen
Hier jedoch funktioniert es folgendermaßen: Das Paket
wird vom Versender am schlammigen Wegesrand abgestellt mit dem Post-&
Empfängervermerk „geht nach „Port Barton“, abstellen unterm dritten Baum von
rechts ab Ortseingang/rotes Tor – holt sich später selber ab, Danke.“
Trotzdem findet auch hier jede Sendung Ihr Ziel – wie es
funktioniert ist für uns Deutsche ein Rätsel.

Wir hatten also Bambus auf dem Dach, Hühner, ein paar
Teppiche, Reissäcke, gefrorenes Eis im Sack, Pakete und im Bus die mitfahrenden
Einheimischen und Touristen. Wir erreichten nach 5 std.-iger Fahrt dieses
kleine Idyll am Meer gelegen – vollkommen isoliert und wunderschön an einem
einsamen Strand gelegen wie wir es noch nie zuvor so sehen durften. Dieser
einzigartige Fleck Erde wird wohl in den kommenden Jahren laut Aussagen
Einheimischer nicht mehr lange so bleiben und durch Großprojekte und div.
Investoren immer mehr an den Tourismus angepasst und dafür ausgebaut. Zum Glück
sind wird deshalb jetzt schon hier gewesen um all diese schönen Eindrücke hier
auf uns wirken zu lassen. Dabei konnten wir am Ufer die vielen Krebse beim
„Hausbau“ beobachten und zusehen wie Einheimische den Kokosnussbaum hochklettern
und aus Kokosnüssen frischen Wein herstellen. Trotzdem blieben wir manchmal
auch nicht vom Regen verschont, da von Juni bis November Regenzeit herrscht. So
profitieren wir aber auch von der Nebensaison und ergatterten dadurch für einen
Superpreis einen am Meer gelegenen gr. Bungalow mit eigener Terrasse, großem Garten
inkl. Meerblick. Zudem verteilen wir an die Philippinischen Köche volle
Punktzahl, da das Essen immer und überall megalecker zubereitet ist und in
deutschen Portionen serviert wird. Fisch, Krabben, Muscheln, Garnelen als auch
Tintenfisch mit Reis und gegrilltem Gemüse, aber auch Hühnchen steht mit auf
der Speisekarte. So erhielten wir bspl.-weise zum Frühstück gebratener Fisch,
Spiegelei und Reis mit etwas Gemüse. Es ist zwar ungewöhnlich, schmeckt aber
gut und ist für uns deutsche „Brötchenfans“ mit Wurst-&Käseaufschnitt oder
Marmelade auch noch akzeptabel. Gott sei Dank – auf unsern geliebten Kaffee
mussten wir noch nicht verzichten, wir sind schließlich de Kaffeesachsen.
Was wir jedoch vernahmen, ist, dass die philippinische
Stromversorgung per Generator nur für ein paar Stunden pro Tag zur Verfügung
steht. Meist ab Einbruch der Dämmerung bis ca. 11 Uhr und dann ist tote Hose –
darauf waren wir natürlich bestens vorbereitet mit Kopflampen, Kerzen und
Flashlight-Apps am Handy, die uns in der Dunkelheit immer weiterhelfen. Es ist
hier tägl. schon ab 18:30 Uhr dunkel. Trotzdem wird uns immer wieder auf
unserer Reise bewusst, mit wie viel selbstverständlichem Luxus wir z. B. in
Deutschland täglich leben. Auch in Punkto Ineffektivität sind die Philippiner
einfach unübertrefflich. So konnten wir erstmals beobachten, dass man eine neue
Hauptstraße des Landes per Hand mit einer Spachtel begradigt. Demnach kann es
nur noch 100 Jahre dauern zur Entstehung von gut befahrbahren neuen Straßen-
& Verkehrswegen. Zudem gehören zu einem ausgestatteten philippinischen Haushalt
z. B. Waschmaschinen, Geschirrspüler, Staubsauger und PC´s noch der Zukunft an.
Die meisten Menschen leben unter sehr einfachen Bedingungen und sind hauptsächlich
mit Kindererziehung, Landwirtschaft und Ernte oder Reparaturarbeiten an Haus
und Garten beschäftigt – es geht hier mehr um die Eigenversorgung jeder
Familie, die in einem typischen Bambushaus auf Stelzen wohnt.

Ein weiteres Ziel auf Palawan war für uns zuletzt die
Stadt „Sabang“ – wie sollte es auch anders sein natürlich am Meer gelegen. Hier
trafen wir ausschließlich auf reichlich philippinische Touristen. Die Stadt ist
auf den Tourismus abgestimmt. An der ganzen Strandpromenade entlang findet man
diverse Unterkunftsmöglichkeiten von gemütlichen Hostels mit Hängematten und
kleinen Bars bishin zu luxeriöseren Hotels mit reichlichem Massageangebot und
Servicekräften, die den Sekt mit Seidenhandschuhe einschenken. Also für
Jedermann was dabei. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen und schenkte mir
dann auch eine 1std. Ganzkörpermassage zum Meeresrauschen für nur 7 Euro. „Sabang“
ist ausschließlich für seinen „Underground-river“ bekannt und daher viel
gefragt. In einem kleinen Boot besichtigten wir einen Teil des 5km-langen Flusses,
welcher unter einem Berg entlang verläuft. Aus Sicherheitsgründen dürfen
Touristen meist nur bis 1,2 km in den Höhlenkanal hineinfahren mit einem
Bootsguide. Ausgerüstet mit einer großen Lampe konnten wir dabei in der Höhle
die verschiedensten Figuren aus Stalagmiten entdecken und Tausende Fledermäuse
bewohnen diese gefluteten Höhlen. An „Sabangs“ Küste fanden wir dann noch den
15 m hohen Wasserfall, welcher direkt ins Meer fließt. Nach 3 tägigem
Aufenthalt verließen wir diesen kleinen aber feinen Ort und machten uns auf den
Weg zu unserem letzten Ziel nach „Puerto Princesa“, der größten Stadt der Insel
Palawan. Hier wollen wir uns nun intensiv auf Australien vorbereiten, da es nur
hier ausreichend WiFi für mehr Informationsbeschaffung gibt sowie tägl. genug Strom.
In Australien möchten wir uns dann in das Arbeitsleben stürzen,
aufgrund extrem hoher Preise f. Unterkünfte und Lebensunterhalt und unsere
Englischkenntnisse noch weiter ausbauen.
Bis dahin, viele liebe Grüße an alle daheimgebliebenen
und wir melden uns dann bald wieder von dem „Roten Kontinent“. Eure Christina
& Marco