Samstag, 8. Juni 2013


Asalam aleykum nach Zwickau, Torgau und alle Bekannten und Freunde,
Nachdem wir Georgien mit einem lachendem und einem weinendem Auge verlassen haben, befinden wir uns nun in Usbekistan. Man denkt womöglich,…Usbekistan? Wo und was ist das? Und was treibt Touristen dahin? Dazu aber später mehr.
traumhafte Landschaft im Osten Georgiens
Was Georgien angeht, möchten wir unbedingt erst einmal unsere Aussage bezüglich der nicht vorhandenen Gastfreundschaft aus dem vorherigen Bericht revidieren. Gerade in der Weinregion(hauptsächlich der Osten Georgiens) wird man immerzu angesprochen und zu gegebenen Anlässen eingeladen. In Signaghi blieben wir letztlich auch 3 Tage.
Stonehenge von Tbilsi
Gastfreundlichkeit wir hier ganz groß geschriebenSignaghi wird im Vergleich zu Telavi sehr stark von Touristen besucht. Wir besuchten die umliegenden Kirchen und machten einen Tagesausflug nach Lagodeghi. Dieser Ort ist mehr eine Grenzstadt zu Aserbaidschan und relativ unattraktiv, aber aufgrund des umliegenden Nationalparks am Fuße des Kaukasus ein absolutes Naturhighlight. Jedoch mussten wir nach 3 Tagen Aufenthalt Sighnaghi verlassen und machten uns auf den Rückweg nach Tiflis wegen unseren 3 bevorstehenden Flügen nach Uzbekistan. In Tiflis wurden wir für 1 Nacht von unserer Beraterin der TravelAgency in Ihrem Zuhause eingeladen und  mit großer Gastfreundlichkeit aufgenommen. Wir erprobten wieder einmal köstlichstes Georgian Food und zeigten uns mit dem Auto weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Sie ließen es sich auch nicht nehmen uns immer wieder einzuladen.
Als abschließendes Fazit bleibt uns Georgien durchweg positiv in Erinnerung und würden dieses Land uneingeschränkt weiter empfehlen.
inmitten der Kyzylkum WüsteErster Flug in PropellermaschieneDoch gibt es auch was Negatives zu berichten…., wir holten unsere Passports leider ohne China Visum wieder ab. Ohne Einladungsschreiben für China führt da leider kein Weg rein. Wir werden einen letzten Versuch in Tashkent starten. Sollte wir wiederum kein Visa erhalten,  sind wir gezwungen nach anderen Optionen  für die Weiterreise Ausschau zu halten. Von Tbilisi ging es mit 2 Zwischenstopps(Almaty& Tashkent) weiter nach Urqench. Hier tauchten wir in eine für uns völlig neue Kultur ein. Nachdem wir in Georgien /Armenien wirklich mehr als genug Kirchen und Klöster besichtigten, sind in Usbekistan die Medressen und Minarete das absolute Highlight. Unser erstes Ziel in Uzbekistan war Khiva, eine kleine Stadt nahe der Turkmenischen Grenze. Die orientalische Bauweise hat uns doch schon sehr beeindruckt. Wir machten noch einen Ausflug mit zwei anderen Backpackern in die Umgebung von Urqench, eh es nach 3 Tagen bereits weiterging.  Nebenbei kann man hier in die Geschichte der alten „Silk Road“(Seidenstraße)eintauchen. Es gab zwischen dem 2. und dem 13.Jahrhundert 3 verschiedene Handelswege, die die Türkei mit den tiefsten Osten Chinas(Xian, Luoyang) verbunden hat. Und Bukhara(unser derzeitiger Aufenthaltsort)war stets ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Ost und West. Die Medressen und Minarete mit ihren bunten Mosaiksteinen und Verzierungen, versetzen uns immer wieder wie in ein Märchen aus 1001 Nacht. Wir könnten uns auch vorstellen, dass sich die Menschen hier in Uzbekistan mehr über einen neuen Esel als über ein neues Handy freuen. Diese werden hier noch komplett  in das alltägliche Leben eingesetzt.
alte Festung inmitten der usbekischen Landschaft
traumhaftes KhivaVon Khiva ging es per Gemeinschaftstaxi nach Bukhara. Diese Strecke von ca.350km führt ausschließlich über die Kyzylkum Wüste. Straßenverwehungen und ungeteerte Straßen sind hier keine Seltenheit. Soweit wir in Erfahrung bringen konnten, beteiligt sich Deutschland hier an der Entstehung neuen Autobahnen. Unsere Fahrt jedoch, endete aufgrund einer Panne mit dem Taxi nach ca.200km in der Wüste. Alle Versuche, das Auto wieder in Gang zu bekommen schlugen fehl, so dass wir nach 1h Wartezeit schon ziemlich genervt waren. Daraufhin winkten wir einem ankommenden LKW zum Trampen zu und mit unserem freundlichen Auftreten hatten wir uns die 2 freien Plätze für die restl. Strecke nach Bukhara zum Zielort ergattert. Dabei fuhren wir die letzten 150 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von  50 km/h.  Ein nettes kleines Detail nebenbei. Wer einmal Millionär sein möchte, ist in Usbekistan genau richtig.
einmal Millionär sein....Weiterfahrt nach Bukhara1USD sind ca.2500Som.Da es hier ausschließlich 1000er Scheine gibt, wird man genötigt das ganze Geld in einen separaten Rucksack mit durch die Gegend zu tragen. Wir werden sehen was uns hier noch alles so erwartet. Ziele sind unter anderem noch Samarkand, Tashkent, Fergana und Osh. Eines ist auch Fakt,---es ist unerträglich heiß!!!Liebe Grüße von den Weltenbummlern Christina& Marco








4 Kommentare:

  1. Hallo ihr beiden, 

    echt super interessant euer blog. Da bekommt man gleich Lust in die Ferne zu schweifen. Ich verfolge eure posts gespannt weiter und wünsche gute Weiterreise. ;-) 

    Vg Chris C. 

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  2. Schöne Grüsse aus Germanien. Hier ist auch ziemlich Action derzeit..... Marcus

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  3. Warm ist es hier auch langsam, freut uns, dass ihr auch schönes Wetter habt. Seid immer schön vorsichtig, wir haben doch als Kinder gelernt, das man nicht bei fremden ins Auto steigt. Viel Spaß noch. Sibylle und der Rest der Gang.

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  4. Gleegauf ihr zwei,

    Und immer schön den FSV-Schal hoch halten ;)aber auch die anderen Bilder sind sehr schön anzuschauen. Macht weiter so und viel Glück mit dem China-Visum.

    VG Wilk

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