Asalam aleykum nach Zwickau, Torgau und alle Bekannten
und Freunde,
Nachdem wir Georgien mit einem lachendem und einem
weinendem Auge verlassen haben, befinden wir uns nun in Usbekistan. Man denkt
womöglich,…Usbekistan? Wo und was ist das? Und was treibt Touristen dahin? Dazu
aber später mehr.
Was Georgien angeht, möchten wir unbedingt erst einmal unsere Aussage bezüglich der nicht
vorhandenen Gastfreundschaft aus dem vorherigen Bericht revidieren. Gerade in
der Weinregion(hauptsächlich der Osten Georgiens) wird man immerzu angesprochen
und zu gegebenen Anlässen eingeladen. In Signaghi blieben wir letztlich auch 3
Tage.

Signaghi wird im Vergleich zu Telavi sehr stark von
Touristen besucht. Wir besuchten die umliegenden Kirchen und machten einen
Tagesausflug nach Lagodeghi. Dieser Ort ist mehr eine Grenzstadt zu Aserbaidschan
und relativ unattraktiv, aber aufgrund des umliegenden Nationalparks am Fuße
des Kaukasus ein absolutes Naturhighlight. Jedoch mussten wir nach 3 Tagen
Aufenthalt Sighnaghi verlassen und machten uns auf den Rückweg nach Tiflis
wegen unseren 3 bevorstehenden Flügen nach Uzbekistan. In Tiflis wurden wir für
1 Nacht von unserer Beraterin der TravelAgency in Ihrem Zuhause eingeladen
und mit großer Gastfreundlichkeit
aufgenommen. Wir erprobten wieder einmal köstlichstes Georgian Food und zeigten
uns mit dem Auto weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Sie ließen es sich
auch nicht nehmen uns immer wieder einzuladen.
Als abschließendes
Fazit bleibt uns Georgien durchweg positiv in Erinnerung und würden dieses Land
uneingeschränkt weiter empfehlen.

Doch gibt es auch was Negatives zu berichten…., wir
holten unsere Passports leider ohne China Visum wieder ab. Ohne Einladungsschreiben
für China führt da leider kein Weg rein. Wir werden einen letzten Versuch in
Tashkent starten. Sollte wir wiederum kein Visa erhalten, sind wir gezwungen nach anderen Optionen für die Weiterreise Ausschau zu halten. Von
Tbilisi ging es mit 2 Zwischenstopps(Almaty& Tashkent) weiter nach Urqench.
Hier tauchten wir in eine für uns völlig neue Kultur ein. Nachdem wir in
Georgien /Armenien wirklich mehr als genug Kirchen und Klöster besichtigten, sind
in Usbekistan die Medressen und Minarete das absolute Highlight. Unser erstes
Ziel in Uzbekistan war Khiva, eine kleine Stadt nahe der Turkmenischen Grenze.
Die orientalische Bauweise hat uns doch schon sehr beeindruckt. Wir machten
noch einen Ausflug mit zwei anderen Backpackern in die Umgebung von Urqench, eh
es nach 3 Tagen bereits weiterging. Nebenbei kann man hier in die Geschichte der
alten „Silk Road“(Seidenstraße)eintauchen.
Es gab zwischen dem 2. und dem 13.Jahrhundert 3 verschiedene Handelswege, die
die Türkei mit den tiefsten Osten Chinas(Xian, Luoyang) verbunden hat. Und Bukhara(unser
derzeitiger Aufenthaltsort)war stets ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Ost und
West. Die Medressen und Minarete mit ihren bunten Mosaiksteinen und
Verzierungen, versetzen uns immer wieder wie in ein Märchen aus 1001 Nacht. Wir
könnten uns auch vorstellen, dass sich die Menschen hier in Uzbekistan mehr
über einen neuen Esel als über ein neues Handy freuen. Diese werden hier noch
komplett in das alltägliche Leben eingesetzt.

Von Khiva ging es per Gemeinschaftstaxi nach Bukhara.
Diese Strecke von ca.350km führt ausschließlich über die Kyzylkum Wüste.
Straßenverwehungen und ungeteerte Straßen sind hier keine Seltenheit. Soweit
wir in Erfahrung bringen konnten, beteiligt sich Deutschland hier an der
Entstehung neuen Autobahnen. Unsere Fahrt jedoch, endete aufgrund einer Panne
mit dem Taxi nach ca.200km in der Wüste. Alle Versuche, das Auto wieder in Gang
zu bekommen schlugen fehl, so dass wir nach 1h Wartezeit schon ziemlich genervt
waren. Daraufhin winkten wir einem ankommenden LKW zum Trampen zu und mit unserem
freundlichen Auftreten hatten wir uns die 2 freien Plätze für die restl.
Strecke nach Bukhara zum Zielort ergattert. Dabei fuhren wir die letzten 150 km
mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h.
Ein nettes kleines Detail nebenbei. Wer einmal Millionär sein möchte,
ist in Usbekistan genau richtig.

1USD sind ca.2500Som.Da es hier ausschließlich 1000er
Scheine gibt, wird man genötigt das ganze Geld in einen separaten Rucksack mit
durch die Gegend zu tragen. Wir werden sehen was uns hier noch alles so
erwartet. Ziele sind unter anderem noch Samarkand, Tashkent, Fergana und Osh.
Eines ist auch Fakt,---es ist unerträglich heiß!!!Liebe Grüße von den
Weltenbummlern Christina& Marco
Hallo ihr beiden,
AntwortenLöschenecht super interessant euer blog. Da bekommt man gleich Lust in die Ferne zu schweifen. Ich verfolge eure posts gespannt weiter und wünsche gute Weiterreise. ;-)
Vg Chris C.
Schöne Grüsse aus Germanien. Hier ist auch ziemlich Action derzeit..... Marcus
AntwortenLöschenWarm ist es hier auch langsam, freut uns, dass ihr auch schönes Wetter habt. Seid immer schön vorsichtig, wir haben doch als Kinder gelernt, das man nicht bei fremden ins Auto steigt. Viel Spaß noch. Sibylle und der Rest der Gang.
AntwortenLöschenGleegauf ihr zwei,
AntwortenLöschenUnd immer schön den FSV-Schal hoch halten ;)aber auch die anderen Bilder sind sehr schön anzuschauen. Macht weiter so und viel Glück mit dem China-Visum.
VG Wilk