Mittwoch, 5. Februar 2014

3 Wochen Südsee sind 3 Wochen zu wenig



Zwischenupdate vom 13.01.-29.01.2014 Cookinseln (Rarotonga, Aitutaki, Atiu)

Ein paradiesisches Kia Orana aus Atiu  nach Germany an alle Familienmitglieder, Freunde, Kollegen und Interessenten unseres Blogs. Nach mittlerweile über 2 Wochen auf den Cook Inseln geht es nun langsam dem Ende entgegen und bereiten uns so langsam auf die USA mit einer geplanten Campingtour für  ca. 10- 14 Tage vor, die in Los Angeles beginnt und uns durch viele große Städte führen wird, eh es weiter nach Zentralamerika geht.
Bei unserem „Bericht Spezial“ aus der Südsee möchten wir euch die Inseln Rarotonga, Aitutaki und Atiu vorstellen.
Tangaroa in seiner vollen PrachtUm eines vorweg zu nehmen—für uns das Paradies schlechthin. Umgeben von Palmen, Türkisblauen Wasser kann man die Seele hier bestens baumeln lassen und einen Blick in die „Maori“ Kultur werfen. Vorweg möchte ich euch aber erstmal ein paar Details zu den Cook´s nennen, welche von unserem besten Freund und Reisebegleiter, dem Lonely Planet-Buch stammen. Bewohnt wird dieser kleine Inselstaat derzeit von ca.20000 Menschen, welche sich auf 15 kleine Inseln verteilen. Allein 13000 davon leben auf Rarotonga, 2000 auf Aitutaki und der Rest verteilt sich auf die anderen 13 Inseln wobei 3 davon unbewohnt sind. Als wichtiger Bestandteil der Maori-Kultur zählt der Maorigott namens „Tangaroa“ – Gott des Meeres. Er ist der Sohn von dem göttlichen Elternpaar Rangi und Papa (Himmelsvater und Muttererde) und ist der Gott der Schöpfung, der Weisheit, der Fruchtbarkeit , der Seeleute und Fischer.

Das Wasser ist nicht einfach nur Türkisblau, es ist richtig Türkisblau. Speziell bei unserem Anflug auf „Aitutaki“ kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nicht zu vergleichen mit irgendeiner anderen je gesehenen Insel. „Honeymoon-Island“ trifft es am besten. Nicht umsonst bieten hier einige Anbieter Hochzeits-Pakete mit Unterkunft, Heirat, Show und Buffet an. Es ist einfach ein paradiesisches Panorama. Umgeben von Südseemusik hatte uns das Südseeflair auf Aitutaki vollends erwischt. Unterteilt in eine Southern und in eine Northern Group der Cook-Islands, ist speziell der Norden mit dem Atoll Manihiki (berühmt für seine Züchtung der schwarzen Perlen) nur über einen 5 Tages Trip mit dem Schiff von Rarotonga aus zu erreichen. Andernfalls kann man auch in einen Flug investieren, welcher aber nur 1-2 mal im Monat diese Strecke auf sich nimmt. Leider oder vielleicht auch eher positiv zu betrachten kostet ein Flug(ca.5h von Rarotonga) in dieser 10Mann Maschine umgerechnet ca.1200€ hin und zurück pro Passagier. Somit bleibt es auch für uns ein noch unentdecktes Stückchen Erde was definitiv seinen Reiz hat….
Während unseres 3 wöchigen Aufenthaltes auf den Cook-Inseln, hielte sich die Besucherquote in Grenzen, abgesehen von der Hauptinsel Rarotonga. Grund dafür ist wohl die aktuelle Wettersaison, nämlich die Zyklonzeit welche von Januar bis März anhält. Das bedeutet nicht gleich Schlechtwettersaison, aber es besteht das Risiko vom Entstehen gefährlicher Stürme. Wir hatten sogar sehr viel Glück und genossen täglich das sonnige bis heiße Wetter. Dank der zur Zeit wenigen Besucher, profitierten wir eher davon und konnten die wunderschönen einsamen Strände in vollen Zügen auf uns wirken lassen.

Typische Outfits auf den Cook´sEinziger Nachteil bei einer Reise auf die paradiesischen Cook´s ist die zu Neuseeland  gehöhrende Währung und das damit angehörende hohe Preisniveau. Dabei werden viele Waren von Neuseeland über die große Distanz per Schiff importiert weshalb die Preise auf den Inseln weiter ansteigen. Die Preise ziehen uns definitiv die Hosen und die Socken aus. Nur mal ein Vergleich: Stocksalami in Neuseeland 5$(3€) während sie auf Rarotonga 15$(9€) kostete. Für ein Bier zahlte man mindestens 4$ während es in NZ nur 2$ kam. So bekommt der Begriff „Leben auf Eigenversorgung“ plötzlich eine ganz besondere existenzielle Bedeutung  bei den Einheimischen. Zum Glück informierten wir uns vorher und hatten uns in NeuSeeland mit noch nötigem Proviant eingedeckt. Trotz dessen beschränkte sich schon nach der 1. Woche unsere Nahrung auf Toast, Käse, Instandnuddeln und viel frisches Obst. Speziell auf der kleinen idyllischen Insel Atiu bestand aufgrund fehlender Bankautomaten zur finanziellen Versorgung und extrem hohen Preisen unsere Hauptnahrung aus selbst gesammelten Kokosnüssen, Passionsfrüchten, Sternenfrüchten, Mango´s und Papaya. 4free So lebten wir auf Atiu fast ausschließlich als Vegetarier. Eine unserer ersten Stationen in den Vereinigten Staaten wird definitiv ein BurgerRestaurant werden. J

Die Cook-Inseln haben wirklich für jeden etwas zu bieten und begeistern durch Ihre vielfältige Natur- & Tierwelt. So  bietet die beliebteste und größte Insel namens „Rarotonga“  Ihren Besuchern und Reisenden etliche Schnorchelmöglichkeiten zwischen den vielen Riffen, Wanderungen durch dichten Regenwald, Bergplateaus mit Aussicht über die Insel mit Ihren himmelblauen Lagounen, traditionelle Kultur-& Tanzshows sowie einen Einblick auf Handkraft-Artikel wie Holzschnitzereien und typischen Kleidungen aus Batik-/Tie Dye-& Faserstoffherstellung in bunten und fröhlichen Farben, eben CookIsland-gerecht. Auch ein besonderes Highlight hier auf den Cook Inseln ist das „Wale Watching(Humpback Wale)“ welche hier von Juli-Oktober zu finden sind. Wegen der Beliebtheit der Insel in aller Welt, trafen wir natürlich umgehend auf viele Deutsche und Briten, die neben den Hauptbesuchern „Kiwis“ (Neuseeländern) und Australiern gern hier in weiter Ferne Ihren Urlaub verbringen. Wie schon erwähnt hat diese Entfernung und Abgeschiedenheit mitten im Ozean auch seinen Preis, nämlich die teuren Flugtickets mit einer Anreisedauer von ca. 1-2 Tagen aus Deutschland.

Anflug auf AitutakiRiesenmuschelnEine weitere Insel  der Cook´s ist „Aitutaki“ die die Reisenden durch einen Hauch von Magie und durch Ihre schönen Lagounen verzaubert. Die tropische Insel befindet sich in einem türkisfarbenen Atoll und wird von einem schützenden Inselriff umsäumt. In dem Atoll ergeben sich viele Gelegenheiten für ein paar sportliche Ausflüge wie das Schnorcheln in den Lagounen mit riesigen Fischen, Kanufahrten zu unbewohnten Inselgruppen mit gigantischen Krebsen, Wanderungen und Badegänge in klarstem Wasser und  Spaziergänge am Strand um all die wunderschönen Sonnenuntergänge anzuschauen. Die Menschen sind äußerst herzlich und sehr kontaktfreudig und schnell bekommt man ein Gefühl, dass alle Inselbewohner „eins“ miteinander sind, eine große Gemeinschaft. Regelmäßig spielen die Bewohner „Cricket“ und „Volleyball“ und pflegen Ihre Freizeitaktivitäten sehr. Alles ist auf Aitutaki sehr entspannt und man fühlt sich schnell heimisch. Daher ist es unserr Lieblingsinsel auf den Cookinseln. Trotzdem richten sich die Hotelpreise hauptsächlich an gutgefüllte Portemonnaies und gut bezahlte Gehaltsempfänger. Erfreulicherweise gibt es auch wenige aber hübsch eingerichtet Hostels für Budgetreisende wie uns.


wir konnten es selber kaum glauben
 





One Foot Islandauf Entdeckungsfahrt






 weiter gehts nach AtiuZum Abschluss möchten wir euch noch „Atiu“ die 3. Größte bewohnte Insel vorstellen. Wer Trekking, Natur und Tiere liebt und gern mal Jäger und Sammler sein möchte, dem ist diese Insel sehr zu empfehlen. Es gibt viele verschiedene Wanderwege durch dicht bewachsenen Dschungel, ­­­riesige verknurzelte oder wie Korkenziehergewachsene Bäume, eine große Artenvielfalt von Vögeln, und regelmäßig werden Ökotouren angeboten, an welcher auch wir teilnahmen. Während der Fahrt durch den Dschungel erläuterte uns unser Tourguide(Birdman George) wie vielfältig unsere Natur doch ist und wie viel Sie für uns Menschen bereithält. Es ist wirklich unglaublich, welche Vielfalt an Gewächsen, Kräutern, Früchten, und Bäumen hier aufzufinden ist. Man könnte definitiv als einsamer gestrandeter Mensch überleben. Erstaunlich ist auch, wie wir uns von unserem Supermarkt-Großeinkaufsverhalten lösen und unseren Fokus neu legen und in die Natur eintauchen und selber wieder die leckersten frischen Früchte und Kräuter sammeln bei einem Spaziergang durch den Wald. Wie wir aus Papaya und geraspelten Kokosnüssen mit frischem Limettensaft ein tolles natürliches Dessert zaubern. Hier wird man gern zum Früchtejunkie und der Körper freut sich wohl sehr über diesen Vitaminschock. J
Atius Dschungel
Abstieg zu einer der GrabstättenEin außergewöhnlicher Brauch der Einheimischen ist, die Verstorbenen in Höhlen zu beerdigen. Für Friedhofshöhlen(Rima Rau Burial Cave&Raka´s Burial Cave) aus dem 18.&19. Jahrhundert werden den Touristen Höhlenbesuche angeboten mit Guide, dabei kann man Skelette oder guterhaltene Schädel sehen. Ob es moralischer oder religiöser Art vertretbar ist oder nicht, muss wohl jeder mit sich selber ausmachen. Eine weitere Tradition der „Atiu-er“ ist das beliebte „Buschbier-Trinken“  benannt mit „Tumunu“. Dieses spezielle und nur auf 1 weiteren Insel gebraute Kokosnussbier wird hier hergestellt und wird auch zu „Dschungel“-Sitzungen und Versammlungen getrunken. Es hat etwas mehr als 20 % Alkohol mit süßlichem Aroma und schmeckt sehr gut, eher wie ein Wein.
das Typische Buschbiertrinken(Tumunu)Nach einer alkoholreichen Nacht und keinem verkaterten Morgen sowie dem nahenden Ende unseres Atiuaufenthaltes, entdeckten wir bei einem Tip mit dem Scooter plötzlich eine neue unbeschreiblich schöne Seite der Insel. Vor uns lagen messerscharfe, schroffe Felsklippen (Riffgestein) bewachsen von kleinen Blumen und die rauen Wellen suchten sich Ihren Weg über die Korallenriffe durch kristallklares Wasser und prallten gegen die Buchten. Winzig kleine Sandstrände verzieren diese Küste und man kann nur noch schwärmen.
Captain Cooks Landing im Jahr 1777Wie wir von „Local´s“ erfuhren, war vor ein paar Jahren ein TV Team aus Deutschland hier zu gegen und hatte ausführlich über diese 3 Inseln berichtet. Der CD- Verkaufspreis war für diese Reportage mit sehr viel Geld verbunden und wir ergatterten davon ein Exemplar für nur 12€ über einen Einheimischen. Eine schöne Erinnerung samt der tollen Fotos.

Christina im typischen Island OutfitVielleicht seid Ihr ja nach unserem neuen Bericht auch gerade ein bisschen am Schwärmen und entschwindet in Gedanken mal kurz den kalten winterlichen Temperaturen in Deutschland.

Damit verabschieden wir uns mit unserem „SüdseeBericht-Spezial“ erst einmal wieder von euch und melden uns mit Neuigkeiten aus den USA demnächst wieder zurück.
Byeeeeee (E no´ ra) Verabschiedung der Polynesier























Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen