Zwischenupdate
vom 13.01.-29.01.2014 Cookinseln (Rarotonga, Aitutaki, Atiu)
Ein paradiesisches Kia
Orana aus Atiu nach Germany an alle
Familienmitglieder, Freunde, Kollegen und Interessenten unseres Blogs. Nach
mittlerweile über 2 Wochen auf den Cook Inseln geht es nun langsam dem Ende entgegen
und bereiten uns so langsam auf die USA mit einer geplanten Campingtour
für ca. 10- 14 Tage vor, die in Los
Angeles beginnt und uns durch viele große Städte führen wird, eh es weiter nach
Zentralamerika geht.
Bei unserem „Bericht
Spezial“ aus der Südsee möchten wir euch die Inseln Rarotonga, Aitutaki und Atiu vorstellen.
Um eines vorweg zu nehmen—für
uns das Paradies schlechthin. Umgeben von Palmen, Türkisblauen Wasser kann man
die Seele hier bestens baumeln lassen und einen Blick in die „Maori“ Kultur
werfen. Vorweg möchte ich euch aber erstmal ein paar Details zu den Cook´s
nennen, welche von unserem besten Freund und Reisebegleiter, dem Lonely Planet-Buch
stammen. Bewohnt wird dieser kleine Inselstaat derzeit von ca.20000 Menschen,
welche sich auf 15 kleine Inseln verteilen. Allein 13000 davon leben auf
Rarotonga, 2000 auf Aitutaki und der Rest verteilt sich auf die anderen 13
Inseln wobei 3 davon unbewohnt sind. Als wichtiger Bestandteil der Maori-Kultur
zählt der Maorigott namens „Tangaroa“ – Gott des Meeres. Er ist der Sohn von dem
göttlichen Elternpaar Rangi und Papa (Himmelsvater und Muttererde) und ist der
Gott der Schöpfung, der Weisheit, der Fruchtbarkeit , der Seeleute und Fischer.
Das Wasser ist nicht
einfach nur Türkisblau, es ist richtig Türkisblau. Speziell bei unserem Anflug
auf „Aitutaki“ kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nicht zu
vergleichen mit irgendeiner anderen je gesehenen Insel. „Honeymoon-Island“
trifft es am besten. Nicht umsonst bieten hier einige Anbieter Hochzeits-Pakete
mit Unterkunft, Heirat, Show und Buffet an. Es ist einfach ein paradiesisches
Panorama. Umgeben von Südseemusik hatte uns das Südseeflair auf Aitutaki
vollends erwischt. Unterteilt in eine Southern und in eine Northern Group der
Cook-Islands, ist speziell der Norden mit dem Atoll Manihiki (berühmt für seine
Züchtung der schwarzen Perlen) nur über einen 5 Tages Trip mit dem Schiff von
Rarotonga aus zu erreichen. Andernfalls kann man auch in einen Flug investieren,
welcher aber nur 1-2 mal im Monat diese Strecke auf sich nimmt. Leider oder
vielleicht auch eher positiv zu betrachten kostet ein Flug(ca.5h von Rarotonga)
in dieser 10Mann Maschine umgerechnet ca.1200€ hin und zurück pro Passagier.
Somit bleibt es auch für uns ein noch unentdecktes Stückchen Erde was definitiv
seinen Reiz hat….
Während unseres 3 wöchigen
Aufenthaltes auf den Cook-Inseln, hielte sich die Besucherquote in Grenzen, abgesehen
von der Hauptinsel Rarotonga. Grund dafür ist wohl die aktuelle Wettersaison,
nämlich die Zyklonzeit welche von Januar bis März anhält. Das bedeutet nicht
gleich Schlechtwettersaison, aber es besteht das Risiko vom Entstehen
gefährlicher Stürme. Wir hatten sogar sehr viel Glück und genossen täglich das
sonnige bis heiße Wetter. Dank der zur Zeit wenigen Besucher, profitierten wir
eher davon und konnten die wunderschönen einsamen Strände in vollen Zügen auf
uns wirken lassen.

Einziger Nachteil bei
einer Reise auf die paradiesischen Cook´s ist die zu Neuseeland gehöhrende Währung und das damit angehörende hohe
Preisniveau. Dabei werden viele Waren von Neuseeland über die große Distanz per
Schiff importiert weshalb die Preise auf den Inseln weiter ansteigen. Die
Preise ziehen uns definitiv die Hosen und die Socken aus. Nur mal ein Vergleich:
Stocksalami in Neuseeland 5$(3€) während sie auf Rarotonga 15$(9€) kostete. Für
ein Bier zahlte man mindestens 4$ während es in NZ nur 2$ kam. So bekommt der
Begriff „Leben auf Eigenversorgung“ plötzlich eine ganz besondere existenzielle
Bedeutung bei den Einheimischen. Zum
Glück informierten wir uns vorher und hatten uns in NeuSeeland mit noch nötigem
Proviant eingedeckt. Trotz dessen beschränkte sich schon nach der 1. Woche
unsere Nahrung auf Toast, Käse, Instandnuddeln und viel frisches Obst. Speziell
auf der kleinen idyllischen Insel Atiu bestand aufgrund fehlender Bankautomaten
zur finanziellen Versorgung und extrem hohen Preisen unsere Hauptnahrung aus selbst
gesammelten Kokosnüssen, Passionsfrüchten, Sternenfrüchten, Mango´s und Papaya.
4free So lebten wir auf Atiu fast ausschließlich als Vegetarier. Eine unserer
ersten Stationen in den Vereinigten Staaten wird definitiv ein BurgerRestaurant
werden. J
Die Cook-Inseln haben
wirklich für jeden etwas zu bieten und begeistern durch Ihre vielfältige Natur-
& Tierwelt. So bietet die
beliebteste und größte Insel namens „Rarotonga“
Ihren Besuchern und Reisenden etliche Schnorchelmöglichkeiten zwischen
den vielen Riffen, Wanderungen durch dichten Regenwald, Bergplateaus mit
Aussicht über die Insel mit Ihren himmelblauen Lagounen, traditionelle Kultur-&
Tanzshows sowie einen Einblick auf Handkraft-Artikel wie Holzschnitzereien und typischen
Kleidungen aus Batik-/Tie Dye-& Faserstoffherstellung in bunten und
fröhlichen Farben, eben CookIsland-gerecht. Auch ein besonderes Highlight hier
auf den Cook Inseln ist das „Wale Watching(Humpback Wale)“ welche hier von
Juli-Oktober zu finden sind. Wegen der Beliebtheit der Insel in aller Welt,
trafen wir natürlich umgehend auf viele Deutsche und Briten, die neben den
Hauptbesuchern „Kiwis“ (Neuseeländern) und Australiern gern hier in weiter
Ferne Ihren Urlaub verbringen. Wie schon erwähnt hat diese Entfernung und
Abgeschiedenheit mitten im Ozean auch seinen Preis, nämlich die teuren
Flugtickets mit einer Anreisedauer von ca. 1-2 Tagen aus Deutschland.

Eine weitere Insel der Cook´s ist „Aitutaki“ die die Reisenden
durch einen Hauch von Magie und durch Ihre schönen Lagounen verzaubert. Die
tropische Insel befindet sich in einem türkisfarbenen Atoll und wird von einem
schützenden Inselriff umsäumt. In dem Atoll ergeben sich viele Gelegenheiten
für ein paar sportliche Ausflüge wie das Schnorcheln in den Lagounen mit
riesigen Fischen, Kanufahrten zu unbewohnten Inselgruppen mit gigantischen
Krebsen, Wanderungen und Badegänge in klarstem Wasser und Spaziergänge am Strand um all die
wunderschönen Sonnenuntergänge anzuschauen. Die Menschen sind äußerst herzlich
und sehr kontaktfreudig und schnell bekommt man ein Gefühl, dass alle
Inselbewohner „eins“ miteinander sind, eine große Gemeinschaft. Regelmäßig
spielen die Bewohner „Cricket“ und „Volleyball“ und pflegen Ihre Freizeitaktivitäten
sehr. Alles ist auf Aitutaki sehr entspannt und man fühlt sich schnell
heimisch. Daher ist es unserr Lieblingsinsel auf den Cookinseln. Trotzdem
richten sich die Hotelpreise hauptsächlich an gutgefüllte Portemonnaies und gut
bezahlte Gehaltsempfänger. Erfreulicherweise gibt es auch wenige aber hübsch eingerichtet
Hostels für Budgetreisende wie uns.


Zum Abschluss möchten wir
euch noch „Atiu“ die 3. Größte bewohnte Insel vorstellen. Wer Trekking, Natur
und Tiere liebt und gern mal Jäger und Sammler sein möchte, dem ist diese Insel
sehr zu empfehlen. Es gibt viele verschiedene Wanderwege durch dicht
bewachsenen Dschungel, riesige verknurzelte oder wie Korkenziehergewachsene
Bäume, eine große Artenvielfalt von Vögeln, und regelmäßig werden Ökotouren
angeboten, an welcher auch wir teilnahmen. Während der Fahrt durch den
Dschungel erläuterte uns unser Tourguide(Birdman George) wie vielfältig unsere
Natur doch ist und wie viel Sie für uns Menschen bereithält. Es ist wirklich
unglaublich, welche Vielfalt an Gewächsen, Kräutern, Früchten, und Bäumen hier
aufzufinden ist. Man könnte definitiv als einsamer gestrandeter Mensch
überleben. Erstaunlich ist auch, wie wir uns von unserem
Supermarkt-Großeinkaufsverhalten lösen und unseren Fokus neu legen und in die
Natur eintauchen und selber wieder die leckersten frischen Früchte und Kräuter
sammeln bei einem Spaziergang durch den Wald. Wie wir aus Papaya und
geraspelten Kokosnüssen mit frischem Limettensaft ein tolles natürliches
Dessert zaubern. Hier wird man gern zum Früchtejunkie und der Körper freut sich
wohl sehr über diesen Vitaminschock. J


Ein außergewöhnlicher
Brauch der Einheimischen ist, die Verstorbenen in Höhlen zu beerdigen. Für
Friedhofshöhlen(Rima Rau Burial Cave&Raka´s Burial Cave) aus dem
18.&19. Jahrhundert werden den Touristen Höhlenbesuche angeboten mit Guide,
dabei kann man Skelette oder guterhaltene Schädel sehen. Ob es moralischer oder
religiöser Art vertretbar ist oder nicht, muss wohl jeder mit sich selber
ausmachen. Eine weitere Tradition der „Atiu-er“ ist das beliebte
„Buschbier-Trinken“ benannt mit
„Tumunu“. Dieses spezielle und nur auf 1 weiteren Insel gebraute Kokosnussbier
wird hier hergestellt und wird auch zu „Dschungel“-Sitzungen und Versammlungen
getrunken. Es hat etwas mehr als 20 % Alkohol mit süßlichem Aroma und schmeckt
sehr gut, eher wie ein Wein.
Nach einer alkoholreichen
Nacht und keinem verkaterten Morgen sowie dem nahenden Ende unseres
Atiuaufenthaltes, entdeckten wir bei einem Tip mit dem Scooter plötzlich eine
neue unbeschreiblich schöne Seite der Insel. Vor uns lagen messerscharfe,
schroffe Felsklippen (Riffgestein) bewachsen von kleinen Blumen und die rauen Wellen
suchten sich Ihren Weg über die Korallenriffe durch kristallklares Wasser und
prallten gegen die Buchten. Winzig kleine Sandstrände verzieren diese Küste und
man kann nur noch schwärmen.
Wie wir von „Local´s“
erfuhren, war vor ein paar Jahren ein TV Team aus Deutschland hier zu gegen und
hatte ausführlich über diese 3 Inseln berichtet. Der CD- Verkaufspreis war für
diese Reportage mit sehr viel Geld verbunden und wir ergatterten davon ein
Exemplar für nur 12€ über einen Einheimischen. Eine schöne Erinnerung samt der
tollen Fotos.
Vielleicht seid Ihr ja
nach unserem neuen Bericht auch gerade ein bisschen am Schwärmen und
entschwindet in Gedanken mal kurz den kalten winterlichen Temperaturen in
Deutschland.
Damit verabschieden wir
uns mit unserem „SüdseeBericht-Spezial“ erst einmal wieder von euch und melden
uns mit Neuigkeiten aus den USA demnächst wieder zurück.
Byeeeeee
(E no´ ra) Verabschiedung der Polynesier
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