Son-Köl: Finanzierung von
3-Tages-Trip mit Pferd von Spenden aller Freunde & Bekannte bei
Abschiedsfeier in Zwickau-----Danke Schööööööööööön:-)
Um euch einen Einblick in das Leben und die Wohnung der kirgisischen Nomaden zu verschaffen, hier dazu folgende Zeilen:
Ca. 80 km zu 4. Mit Pferd durch
Tal und Berge geritten – Ankunft an Jurte (1 Familien lebt dort mit Pferden
(als Transportmittel und zur Lebensmittelerzeugung wie gegärte Stutenmilch),
mit Kühen (zur Erzeugung von Milchprodukten wie Butter, Milchcreme und zum
Trinken), mit Hühnern (Eier) als auch Schaafe (Fell wird zur Flies- &
Schaafsfellteppichproduktion genutzt) und Esel zur Beförderung von Materialien;
weitere Zutaten werden wöchtl. Im Dorf oder Stadt eingekauft wie Früchte (zur
MarmeladenVerarbeitung), Nudeln, Reis und Hygieneartikel usw.
Eine Jurte besteht aus einem
Holzgestellt, welches mit dickem, wärmenden und wasserabweisendem Flies vom
Schaafsfell, komplett verkleidet wird. Die Innenverkleidung einer Jurte besteht
aus bunten und farbenfrohen Stoffen, aus gemusterten Teppichen und
Fliesunterlage am Boden zur Wärmedämmung. Eine jede dieser Behausungen hat eine
kleine Küche, einen kl. Ofen mit Schornstein und eine große Tafel an der die
ganze Familie im Schneidersitz isst. Eine modere Toilette wird man
hier nicht finden – es dient hier ein Plumps Klo mit Metallumhausung.

Das Leben der Nomaden ist sehr
urig und rauh und der Rhythmus der Natur bestimmt die Lebensweise und das
Tagesgeschehen. Zudem besteht der Lebensinhalt von Nomaden darin, in
Abgeschiedenheit von Städten und Trubel in Eigenversorgung mit reichlich Vieh
den Alltag zu meistern. Und auch die Nomadenkinder lernen bei Zeiten diese
Überlebenskunst. Bestes Beispiel dafür war ein 8-jähriges Mädchen, die ca. 20
gefangenen Fische im Gletscherfluss entschuppte und wusch, damit Ihre Eltern
diese weiterverarbeiten können. Während unseres 3-tägigen Pferdetrips, bekochte
uns des Weiteren ein 12-jähriger Junge einer Nomadenfamilie zum Frühstück und
versorgte uns (4 Personen) mit Verpflegungsartikeln für den 30 km langen
Heimweg.
Bei unserem ersten Zwischenstopp
mit Überachtung in der Jurte wurden wir zum Abendmahl mit köstlichen
kyrgisischen Speisen verwöhnt, dazu gibt´s stets Chai-Tee (grüner Tee). Da in
den Bergen ab Sonnenuntergang die Temperaturen rasant sinken, mussten wir
reichlich warme Sachen einpacken. Unser „Bett“ in der Jurte bestand aus 2
Schichten dickem Stoff als „Matratze“ und wir schliefen mit Komplettbekleidung
wie Hose, Socken, Pullover und Fliesjacke eingemummelt unter 3 dicken Zudecken.
Da Nachts in den Bergen die totale Dunkelheit herrscht, ist der Sternenhimmel
hier wunderschön anzusehen.
Wir freuen uns sehr, einmal diesem vollkommen anderen Leben dieser
Menschen so nahegekommen zu sein und werden noch lange diese Erinnerungen in
unserem Gedächtnis behalten.

Den atemberaubenden „Son-Köl“,
welcher auf 3000 m Höhe liegt, genossen wir sehr, mit dem glasklarem Wasser und
dem Blick auf die schneebedeckten Berge und dem Kiesel-Strand. Auch die Tiere geniessen hier die tägliche
schöne Aussicht auf den See.Unsere Pferde haben damit auch
ein großes Kompliment verdient, da diese uns auf die Höhe von 3800 m Höhe brachten.
Das ist Höchstleistung & absolutes Krafttraining, stetiges bergauf – bergab
- & wieder weiter bergauf bis wir schließlich die Bergspitze auf 3800m
erreichten – vor unseren Augen konnten wir ins tiefe Tal und auf die weitesten
und höchsten Berge der Region blicken. Waaahhhhnnnnsinnnnnn!
Natürlich trafen wir auch hier
oben bei reinster Luft einen Chinesen, der meint mit Atemschutzmaske seine
Lunge vor Smog schützen zu müssen. J
Liebe Grüße Christina@ Marco
Danke für die Impressionen. Ihr habt schon 3 Monate hinter euch... Die Zeit rennt. Schöne Grüsse aus Düsseldorf vom Marcus
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