Update vom
22.07.-20.08.2013


Wir melden uns nach 1Monatiger Abstinenz aus der gigantischen
Weltmetropole Hongkong. Aufgrund der Sperrung sämtlicher IP Adressen im Lande
China, war es uns leider nicht möglich euch mit Neuigkeiten zu versorgen. Nun
haben wir es tatsächlich getan,….!!!Wir haben das 3.größte Land der Erde von
West nach Ost komplett ohne Flugzeug durchquert. Es dauerte auch nur stolze 164
Stunden Fahrzeit in Bus und Bahn. Für uns eine ganz tolle Erfahrung, da man
doch viel mehr die verschiedenen Facetten in Natur, Kultur und die äußeren
Erscheinungsbilder der Menschen kennengelernt. Wo doch die Menschen im Westen
einen Arabischen Touch besitzen, ändert sich dieses Bild zunehmenst Richtung
Osten. Auch ist die Chinesische Sprache in der Westlichen Provinz Xinjiang
nicht verbreitet. Hier trifft man größtenteils Uiguren an die ihr eigene
Sprache besitzen. Doch war es auch stets ein
Wettlauf gegen die Zeit und wären gern länger an verschiedenen Orten geblieben.
In besonderer Erinnerung blieben uns die Leute in Xiahe und Langmusi, als
kulturelles Highlight bleibt uns definitiv die Oase „Crescent Lake“ in
Donhuang, der größte Budda der Welt in Leshan, der größte Wasserfall Asiens in
Anshun und die atemberaubende Landschaft in Guilin um den Li River herum in
Erinnerung. Am wohlsten haben wir uns mit Abstand im Hostel in Chengdu gefühlt.
Das Preis/ Leistungsverhältnis war auf der Reise durch China mit keinem zu toppen. Besonderes
Highlight war auch das Hostel in Xiahe welches von Mönchen geleitet wird. Auch
hatten wir die Gelegenheit, mit Mönchen zusammen in ihrer Wohnung zu essen.
Auch gab es Dinge, die uns sehr zu denken anregten. So führte uns unsere Reise
durch die Provinzen Gansu und Sichuan. Wir erhielten eine SMS ob mit uns alles
i.O. seih da es in diesen Provinzen wieder ein Erdbeben gab. Erst dadurch
wurden wir darauf aufmerksam und recherchierten etwas nach. In der Tat fuhren
wir eine Woche später von Songpan nach Chengdu und konnten uns selbst ein Bild
davon machen zu was Mutter Natur alles im Stande ist. Wir schätzten zu diesem
Zeitpunkt doch sehr unsere sichere Heimat wo es höchstens mal ein „Hochwasser“
geben kann. Wir möchten das nicht abwertend hinstellen aber auf ein Hochwasser
kann man sich einstellen. Ein Erdbeben kommt urplötzlich und man hat keinen
Einfluss darauf. Auch machte uns stets die Verständigung große Probleme. Wir
hätten dann doch nicht damit gerechnet das Englisch in so einer
Weltwirtschaftsmacht so eine untergeordnete Rolle spielt. Ganz im Gegensatz zu
Hongkong wo es mit der Verständigung doch sehr easy abläuft. Woran wir uns in
China auch nur schwer gewöhnen konnten, war das Ausspucken sämtlicher
Flüssigkeiten. Die Herausforderung besteht darin, den nicht gewünschten Inhalt von
möglichst weit unten im Körper hochzuholen. Die Geräuschabfolge entspricht
dabei in etwa einer Fehlzündung eines Mopeds, gefolgt vom Leiern eines nicht
anspringenden Auto bis zum gewaltsamen Ausquetschen einer leeren
Ketchupflasche. Dann wird das, was auch immer dabei herumgekommen ist,
lautstark in eine Ecke oder bestenfalls in einen Mülleimer gespuckt. In solchen
Momenten fällt es schwer, an die große chinesische Kultur zu glauben. Aber
immer daran denken: Andere Länder, andere Sitten;-)
Unsere genauen Destinations waren der Reihe nach
Kashgar-Turpan-Donhuang-Lanzhou-Xiahe-Langmusi-Songpan-Chengdu-Kunming-Anshun-Kaili-Sanjiang-Guilin
und über Shenzhen nach Hongkong.
Wir werden jetzt nicht zu jeder Stadt ein Statement
abgeben, sondern nur kurzbündig auf die für uns am beeindruckendsten Orte eingehen.
Zu Turpan bleibt zu sagen, dass es mit 154m
unter dem Meeresspiegel die 2.tiefste Senke überhaupt ist. Wir haben uns dort
einen Tag von einem Taxi herumgondeln lassen, welches wir mit zwei Chinesen
teilten. An Fortbewegung aus eigener Kraft war bei ca. 45 Grad und stehender
Luft nicht zu denken. Vor Ort haben wir mit „Jiaohe“ die Ruinen einer sehr
beeindruckenden 2000 Jahre alten Wüstenstadt besucht. In der Nähe Turpans gibt
es eine Bergkette, die Flaming Mountains genannt wird und zwar, weil sie
angeblich bei Sonnenauf- und -untergang aussehen, als würden sie brennen. Nun
stelle man sich eine riesige Wüste mit dieser Bergkette darin vor. Mitten in
dieser Wüste zäunt nun jemand einen rechteckigen Bereich ab und verlangt 5 Euro
Eintritt, um die Flaming Mountains anzuschauen, wobei sich daneben ca. 50 km
Landstraße erstrecken, von wo man den gleichen Ausblick hat. Selbst unser
Fahrer sagte, dass außer den Chinesen selbst niemand Geld bezahlt, um dann
durch den Zaun schauen zu dürfen...
Als nächstes verschlug es uns über Donhuang und Lanzhou
nach Xiahe.

Der Ort gliedert sich in den östlichen chinesischen Teil,
den zentralen Teil mit dem tibetischen Labrang Kloster und dessen Wohnanlagen
für 2000 Mönche und in den westliche Teil, das tibetische Dorf. Wir haben zwei
Tage damit verbracht die einzelnen Gebäude des Klosters zu erkunden, die „innere
Kora“ mit ihren mehreren hundert Gebetsmühlen und die „äußere Kora“ über die
umliegenden grünen Berge vom tibetischen Dorf in den chinesischen Teil zurück
zu laufen. Insgesamt ein sehr interessanter und beeindruckender Ort. Eine
vierstündige Busfahrt später setzt sich die Szenerie in Langmusi, einem
winzigen Ort mitten in den Bergen an der Grenze von Gansu zu Sichuan fort. Hier
gibt es mehr Mönche als nicht-Mönche und die Lage auf 3600m Höhe zwischen
Felsen und Wolken ist wunderbar. Weiter ging es nach Songpan und anschließend
nach Chengdu.
Unser Aufenthalt in der 4.1 Mio Stadt Chengdu hat länger
angedauert als erwartet. Einmal angekommen, kommt man nicht mehr so einfach
weg. Die Chinesen haben die Angewohnheit, ihre Züge weit im Voraus zu buchen.
Sie würden sicherlich das Frühbuchersystem der Deutschen Bahn lieben! Für
unsereins, die wir oft nicht wissen, wo wir morgen hinfahren werden, stellte
das aber ein Problem dar. Wir konnten dann unglücklicherweise auch nur noch „Hard
Seat“ Tickets für die 20h Fahrt nach Kunming ergattern. Wir blieben 3 Nächte in
unserem geliebten „Flip Flop Hostel“.
http://www.mixhostel.com/flipflop/en/index.htm
Wirklich eine Top Adresse!!! We Love it… J
Wir besuchten noch das „Panda Research Base“ etwas
außerhalb Chengdu´s und machten noch einen Tagesausflug nach Leshan wo der
größte Budda der Welt auf uns wartete.
Wir wären gern noch etwas länger in Chengdu geblieben
aber die Zeit ließ es leider nicht zu.
Es folgte eine bescheidene 20h Fahrt im Sitzen nach
Kunming. Es war glücklicherweise die einzige Fahrt dieser Art. Die restl.
Distanzen konnten wir stets im Sleeper Bereich verbringen sofern sie länger als
8h andauerte.
In Kunming der Provinzhauptstadt Yunnan´s blieben wir 2
Nächte was aber für uns auch ausreichen musste aufgrund massiven Zeitmangels. Wir
erkundeten etwas die Stadt und hatten auf Grund des andauernden Regens nicht
wirkl. Lust was Größeres zu unternehmen.
Weiter ging es per Nachtzug nach Anshun wo wir uns den „Huangguoshu-Wasserfall“
anschauen wollten. Er ist mit 74m Höhe und 81m Breite der größte Wasserfall
Asiens. Das Gedränge zwischen den Menschen ist hier wie an allen Sehenswürdigkeiten
China´s enorm. Wir fragten uns oft wo denn bitteschön diese ganzen Chinesen
herkommen. Auch möchte jeder der erste sein und man scheut sich auch nicht über
andere Personen drüberzusteigen nur um den Sitzplatz im Bus zu bekommen.

Es gibt leider einfach zuviel Menschen dieser Art. Von Chinas
1 Kind Politik was 1979 in Kraft trat, hatten wir nicht wirklich etwas
mitbekommen.
Von Anshun sollte unser letztes großes Ziel Guilin sein
was aber auf Grund der großen Entfernung nur mit Zwischenstopps in Kaili und
Sanjiang zu erreichen war. In Kaili und
Sanjiang blieben wir jeweils 1 Nacht und nach Travellern suchten wir hier
vergebens.

Guilin erreichten wir dann bei gefühlten 30 Grad und bei
gefühlten 100% Luftfeuchtigkeit. Es sollte der erste und letzte sonnige Tag in
Süd/Ostchina für uns sein.
Wir unternahmen einen Tagesausflug auf dem LiRiver um uns
die berühmten Karstberge anzuschauen. Eine wirklich beeindruckende Szenerie. Wir
besorgten uns noch ein Sleeperbus Ticket nach Shenzhen für Freitag Abend da wir
doch am Samstag bereits wieder nach Hongkong ausreisen müssen.
Die Fahrt verlief für den Anfang ganz gut bis der Bus
gegen 2Uhr Nachts anhielt. Wir dachten zuerst an eine Schlafpause für den
Busfahrer und wir schliefen beruhigt weiter. Nach 4h sollte es dann weitergehen
aber die letzten Tage andauernden Regens haben einen Fluss Richtung Shenzhen
zum überlaufen gebracht so dass unsere einzige Möglichkeit nach Shenzhen zu
kommen blockiert war. Unser Busfahrer dachte sich wohl dass das bisschen
Hochwasser dem Bus nix ausmachen würde und fuhr einfach durch das Hochwasser um
dann 2km weiter vor dem selben Problem zu stehen. Hier wurden wir dann von der
Polizei zum Umkehren verdonnert und mussten den langen Rückweg Richtung
Autobahn antreten. 30min. später folgte das Ergebnis unserer Wasserfahrt. Bus
ging aus und wir standen da im nirgendwo und unsere Zeit für die Ausreise wurde
immer weniger. 4h später mit getrocknetem Elektroverteiler ging unsere Fahrt
weiter. Mittlerweile war es schon 17Uhr. Wir begannen doch schon etwas nervös
zu werden. Wir erreichten dann gegen 2Uhr Nachts Shenzhen und standen 3Uhr
Nachts, also 3Std. später als der erlaubten Ausreise vor dem Grenzbeamten. Wir
wussten nun nicht was passiert. Wir wurden natürlich darauf angesprochen.
„Only
30Days Visa“,Now 31Day!
Wir zeigten den freundlichen Grenzbeamten unser Busticket
vom Freitag Abend und konnten dann doch glücklicherweise ohne Probleme Sonntag
früh gegen 4Uhr in Hongkong einreisen.
Wir hatten uns lange nicht mehr so über ein Bett gefreut
wie mittlerweile Sonntag früh gegen 5.
Seitdem befinden wir uns in dieser gigantischen
Metropole. Wir selber haben hier geschätzt 6m² zum Schlafen was uns aber
aufgrund des extrem hohen Preisniveaus völlig ausreicht.
Freitag geht es dann auch weiter Richtung Philippinen wo
unser erstes Ziel „Bosuanga Island“ lautet.
Bis dahin werden wir das machen, was wir sonst auch immer
machen----SightseeingJ
Auch hoffen wir das das Wetter trotz der Regenzeit auf
den Philippinen erträglich ist.
Also ganz liebe Grüße in das 8883,44km entfernte
Zwickau/Umland und in das 8814,84km entfernte Torgau.
Danke für den super Bericht und weiterhin ne schöne Zeit. Schöne Grüsse Marcus
AntwortenLöschenUnd in Hongkong hast du dir auch mal die Bursten absäbeln lassen! Sahst ja aus wie Wolle Petri :)) ...Sehr schöner und auch Abenteuerlicher Bericht zu China! Also bleibt fit und gute Weiterreise zu den Philippinen.
AntwortenLöschenLG Wilk
Hallo ihr Lieben, wir wünschen euch noch eine gute Zeit und bleibt gesund! Marco sieht gar nicht so übel ohne gegelte Haare aus :P Verrückt das ihr die Hochzeitskarte mit auf die Reise genommen habt! Sie kam heute an, haben uns sehr gefreut ;)
AntwortenLöschenLG Lisa und Daniel
Hallo ihr beiden, hab lange nicht bei euch rein geschaut, war auch mal für knapp drei Wochen mit dem pupertierenden Töchterchen in Norwegen und Schweden zelten und einen Schulfreund besuchen. Mußte feststellen das die Jugend nicht mehr so für`s Camping zu begeistern ist, versteh ich aber voll und ganz. Diese scheiß unbequeme Therm a Rest Matte die ich da wieder besorgt hatte und der schäbige Schlafsack der nur bis -5°C warm hält. Kein Wunder das da der so schon geschundene Rücken schmerzt. Aber das nur nebenbei, ihr habt da dann doch mit anderen Problemen zu kämpfen. Freut mich aber zu lesen wie ihr das alles so meistert. Und die Fotos sind auch wieder toll. Das mit Marcos langen Haaren haben ja hier schon andere kommentiert, sieht echt klasse aus und macht mich ein bisschen wehmütig. Da muß ich immer an früher denken als ich noch ... .Ach und was ich noch fragen wollte wie sieht es eigentlich mit der Reisemüdigkeit aus. Ist da schon mal was aufgekeimt oder ein klein wenig Heimweh und vertragt ihr euch noch? Also bis bald und weiter so. Viele Grüße Ulle. Und danke für den Tipp mit den Plastik Gläsern . Funktioniert gut die bleiben ganz.
AntwortenLöschenGrüß dich my Friend, schön mal wieder was von dir zu hören. Von Reisemüdigkeit ist bei uns noch nix zu spüren, wobei uns die Zeit in Australien bestimmt auch gut tun wird und wir mal wieder bisschen einen anderen Rhythmus bekommen. Ich meld mich mal persönlich bei dir. Bis dahin, lass es dir gut gehen
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