Mittwoch, 14. August 2013

Update vom  08.07.- 21.07.2013

Nǐ hǎo aus dem  „Reich der Mitte“

Nun haben wir es doch geschafft. Wie bereits geschrieben haben wir doch noch unser Visa erhalten und befinden uns nun seit dem 18.07 in China.
Zuerst möchten wir aber noch auf die letzten 2Wochen in Kirgistan eingehen.
Zum Zeitpunkt des letztens Artikels befanden wir uns in Karakol, nahe dem Issyk Kol.

der Trip kann beginnenWir hatten uns dazu entschlossen eine 3 tägige Zelttour durch den ansässigen Nationalpark zu unternehmen. Ziel war hier der Ala Kol und die heißen Quellen in Altyn Arashan.
Früh um 9 ging es dann auch schon los und die ersten 15km liefen wie am Schnürchen durch Gebirgspfade und Matschwege.
einsetzender RegenEs folgte dann irgendwann etwas Regen und wir fanden die einzige Brücke über den dortigen Fluß führte und von wo aus wir den steilen Anstieg zum Ala Kol nahmen. Kurze Zeit später hat es jedoch so sehr geregnet, dass wir uns entschlossen, wieder umzukehren da der Weg noch ca. 3 h angedauert hätte bis zum Ziel.
Ab hier begann unsere Misere. Um es vorweg zu nehmen,….Wir fanden die Brücke nicht mehr!!!
Und es wurde immer dunkler. Nachdem wir im Dickicht und im tiefsten verwachsenen Gebüsch vergeblich nach dem richtigen Weg suchten, wagten wir dann aus Verzweiflung den Weg durch den Strom, da wir bis dahin auch schon komplett durchgeweicht waren trotz unserer Regenfesten Kleidung. Bis wir einen geeigneten Weg durch den Fluss gefunden hatten, vergingen wieder 30min.Wir wählten dann eine Stelle wo sich der Fluss in 3 Teile aufgliederte damit wir der Strömung standhalten können und mit viel Glück und Ruhe gelang uns der Weg auf die andere Seite.
Wir bauten fix das Zelt auf und krochen erst einmal in die wärmenden Schlafsäcke.
Ich versuchte mich dann noch am Feuer machen, eh Christina von weiten ein Auto vernahm und es glücklicherweise anhielt. Sie nahmen uns dann frierend zurück mit nach Karakol. Eine warme Dusche wissen wir seit diesem Erlebnis richtig zu schätzen.

Unser Fazit:

Also Trekking ja, aber niemals mehr in fremden Gebieten ohne Guide außerhalb Deutschlands. Zudem schätzen wir nun auch wieder die typisch deutschen ausgebauten Wege mit Beschilderungen und Hinweistafeln, die als gute Wegweiser dienen.

2 Tage später verließen wir Karakol und fuhren an der wunderschönen Südseite des Issyk Kol weiter nach Kochkor. Dazu hatten wir euch aber schon auf dem laufendem gehalten.
Weiter ging es wieder nach Bishkek wo wir nur 1Nacht blieben.
Wir holten unsere Pässe inkl. China-Visum in Bishkek wieder ab, fanden glücklicherweise ein Schnäppchenflug Richtung Osh und verließen diese schöne und interessante grüne Hauptstadt nach nur 1Nacht. Für die Weiterreise entschieden wir uns für einen Sleeperbus und es war die mit Abstand komfortabelste Lösung.
unser Sclafzimmer nach China
Kirgistan bleibt für uns in sehr guter Erinnerung. Wer auf endlose unberührte Natur steht, und einmal im Leben in einer Jurte beiwohnen möchte, ist in diesem kleinen Land bestens aufgehoben.

Irkeshtam PassEinreise nach China:

Mit den Sleeperbus & ausreichend Versorgungsartikel für die lange Fahrt ging es nun chinesischer Grenze entgegen, durch reine Wüsten- & Berglandschaften. Ein freundliches Lächeln unsererseits bewahrte uns stets vor irgendwelchen Ärger, denn die chinesische Bevölkerung in den autonomen Gebieten im Westen Chinas muss sich permanenten polizeilichen Kontrollen unterziehen.

Kashgar war nach 22 stündiger Busfahrt unser erstes Domizil. Nachdem selbst unsere Unterwäsche an der Grenze nach feindlichen Utensilien durchsucht wurde, erreichte man 3 Checkpoints später das Land der Mitte. Auf Grund der doch spärlichen Vorbereitungen was China angeht, ist dieses Land für uns eine totale Wundertüte.

nichts geht über ein bisschen PrivatsphäreWir hatten dann auch fix ein nettes Youth Hostel gefunden, mit Blick auf den beleuchteten See mit umliegenden beleuchteten & funkelnden Skylinern – da fühlt man sich wie in der Promilounge J  . Zu Kashgar bleibt zu sagen, dass es die westlichste Chinesische Großstadt ist und mit 300.000 Einwohnern zu einer der kleineren Städten in China gehört. Nach langer Fahrt machten wir uns nun  mit knurrenden Magen auf den Weg nach einem köstl. Chinesischen Abendessen. Dazu ließen wir uns beim einheimischen Straßenrestaurant nieder. Wir verließen dann 20 min. später mit 50Yen(Währung) weniger in der Tasche und leeren Magen das Restaurant. Wir haben es einfach nicht fertig gebracht diese undefinierbaren „Köstlichkeiten“ herunter zu schlingen. Der Umstand, das Englisch hier anscheinend unbekannt ist, macht uns die Auswahl auf der Chinesischen Karte nicht gerade einfacher. Mittlerweile handhaben wir es folgendermaßen: Wir schauen in ein Restaurant, sehen uns nach Gästen um, schauen danach was so bei den Gästen auf dem Tisch steht und je nach Gefallen zeigen wir auf dieses Essen und setzen uns ggf. mit in dieses Restaurant. Für uns ist China definitiv eine komplett neue Herausforderung. Es fängt beim Essen an, und hört beim Bus/Zugfahrplan auf.

buntes Kashgarso sieht eine chin.romant.Bootstour ausIch nehme Ente Süß-SauerKashgar ist berühmt für den größten Viehmarkts Zentralasiens. Jedes Wochenende treffen sich hier  bis zu 120.000 Händler aus China, Tadschikistan, Kirgistan und Pakistan. Wir besuchten diesen beeindruckenden und geschichtsträchtigen Platz und mussten im Nachhinein feststellen, das es leider der einzige geschichtsträchtige Ort war. Überall in Kashgar wird die Altstadt dem Erdboden gleichgemacht und durch neue Betonbunker mit LED Festbeleuchtung ersetzt. Man kann davon ausgehen das in 10-15 Jahren nix mehr von den traditionellen Gebäuden der alten Seidenstraße zu sehen sein wird. In Kashgar stellten wir noch unsere Route zusammen. Über Urumqi soll es zunächst nach Turpan, dann nach Donhuang, Lanzhou, Xian und von da Richtung Süden über Chengdu bis in die Yunnan Provinz  gehen. Von Yunnan geht es weiter Ostwärts Richtung Hongkong. Leider haben wir nur ein 1Monats Visum erhalten, was natürlich für dieses Land bei weitem nicht ausreicht. Fahrzeiten zwischen 15-25 Stunden gehören hier zur Tagesordnung.
Kashgar,aus Alt mach Neu

Liebe Grüße Christina& Marco

PS: das nächste Update folgt am Wochenende mit einem Komplettbericht über China.
Zum jetzigen Zeitpunkt befinden wir uns in Guilin. Leider ist hier in China das benutzen von Google, Facebook und Youtube verboten, so das wir uns erst aus Hongkong wieder melden können. Im Hostel in Guilin gibt es aber die Möglichkeit auf unseren Blog zuzugreifen so das wir noch fix ein Update machen wollten.






3 Kommentare:

  1. Saustark. Schöne Grüsse aus Sibirien :-) Marcus

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    1. What???wo treibst du dich denn rum? neuer Arbeitsplatz? lass mal was von dir hören my friend mfg

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  2. Huhu schnuckis.....
    ich wollte euch noch fragen ob ihr mir so ne kleene süße chinesin mitbringen könnt, weste der vati sagt doch immer die sollen so genügsam sein. schade jetzt ist es zu spät.....
    ich wünsche euch noch jedemenge spaß und vergnügen. grüß in christian von mir. kai

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