Update vom 14.10.- 05.11.2013
Wir schreiben den Tag
Nr.221 unserer Reise Around the Globus. Größtenteils von positiven Erlebnissen
begleitet, ist diese Reise ein Kapitel was sich über kurz oder lang in unser
Leben geprägt hat oder prägen wird. Ja wie war das damals am 13.04.2013? Was
ging in unseren Köpfen vor? Wie empfinden wir das heute? Warum tauscht man ein
sicheres Umfeld für einen Trip, obwohl man manchmal nicht weiß, wohin es einen
am nächsten Tag verschlägt?

Zugegeben kam im Vorfeld
der Reise bei uns doch des Öfteren Skepsis auf, ob es vielleicht ein unsicheres
oder auch gefährliches Abenteuer ist. Wohnungsauflösung, der unbequeme Gang in
die Chefetage, Behörden und viele andere kleine Dinge lassen aus so einem
Projekt ein Mammutprojekt werden. 2
Jahre voller Planungen, Informations-Sammelungen und Organisationen liegen hinter
uns und bis heute sind ganze 222 Tage vergangen und wir haben unsere
Entscheidung bisher nie bereut und freuen uns immer noch sehr all diese
wunderbaren Dinge in dieser weiten großen Welt erleben zu dürfen. Mittlerweile
befinden wir uns in dem kleinen Dörfchen „Lower Barrington“ nahe Devenport auf
Tasmanien und nahmen die Einladung der netten Familie für einen weiteren
Volunteer-Arbeitseinsatz natürlich wieder gerne an. Das Haus liegt auf einem
Berg mit Blick auf die umliegenden Berge als auch mit einer Olivenplantage und
einem großen Garten. Straßenlärm, Verschmutzte Luft und Hochhäuser gibt´s hier
nicht….Weit und Breit die schönste und entspannendste Natur und gratis morgens „Little“
Kängurus zum Bestaunen, die durch den Garten hoppeln als auch „lachende“ Vögel
(Kokkobara http://www.youtube.com/watch?v=Fc_-icFHwQo). Da wir täglich bei Sonnenschein unsere Pflicht mit
Gartenverschönerungsarbeiten und sonstigen Aufgaben fleißig nachkommen, konnten
wir als Gegenleistung der Familie schon einige Male Tasmanien mit deren Pick-up
erkunden. Dabei besuchten wir den Berg „Craddle“ im Nationalpark (http://vimeo.com/8656049) und hielten wohl noch vor den Deutschen hier den
ersten Schnee in unseren Händen….da ließ sich eine ordentliche
Schneeballschlacht natürlich nicht mehr wegdenken….:-)

Mit unserer
Hauseigentümerin unternahmen wir auch schon einen Trip zur Pinguin-Küste und
bestaunten dort die kleinen Tiere beim Nestbau und beim Liebestanz. Und damit wir
nicht nur mehr über die Natur und Tiere erfahren hat es der Zufall so
vorgesehen…..das unser neues 2wöchtiges Zuhause bei einer Englischlehrerin und
Ihrem Mann ist und so auch unsere Fremdsprachenkenntnisse gefördert werden. Zudem
durften wir auch schon bei einem kleinen Rundgang den nur hier in Tasmanien
lebenden „Tasmanischen Teufel“ besichtigen und streicheln (natürlich nur wenn
er satt und zufrieden ist) sonst wird´s teuflisch J .
Für uns ist es auch außerordentlich
interessant wie verschieden jede Familie lebt, bei denen wir bisher halfen und wohnten.
Die einen sehr genussfreudig und naturliebend, die anderen chaotisch,
unordentlich und sehr liebenswert und die nächste Familie dagegen wieder stets ordnungsliebend
und wohlhabend. Doch eines haben alle bisherigen Familien gemeinsam: immer sehr
freundlich und großzügig uns gegenüber sowie dankbar für fleißige Helfer.
Auch in Kyneton bei der 2.
Gastfamilie erlebten wir daher viele schöne gemeinsame Stunden nach getaner
Arbeit bei leckeren servierten Mahlzeiten und einem Glas Wein. Und nicht nur
wir sind an dem Leben der Familien interessiert, sondern möchten auch unsere
Gastfamilien immer etwas über unser „Deutschland“, über unser Zuhause und
unseren Lebensstil oder die Vergangenheit erfahren. Zumeist schwärmen alle
einmal von den schnellen Autos in Deutschland und der fast unbegrenzten
Fahrgeschwindigkeit auf den Highways aber auch von den von uns gekochten
traditionellen Gerichten wie Wickelklöße mit Schweinsbraten. Die Familie hatte definitiv einen besonderen
Lebensstil – nämlich mit Vorliebe „GRÜN“, was bedeutet, dass wir erstmals in
unserem Leben eine kompostierbare Toilette benutzten. Damit wir das Prinzip des
Ökologieprozesses verstehen, erhielten wir also eine ausführliche Erläuterung
zur Benutzung der Toilette. Außerdem ist der Hausherr Künstler und produziert
aus Metallschrott neue Metallmode-Stücke für Haus und Garten…..hier lernt man
Kreativität. Leider gehörten dann aber auch dicke Spinnen und Spinnenweben zum
Hausinventar…..die sind nämlich ein Zeichen einer gesunden Wohnkultur J Manche Nacht hatten wir auch kleine Besucher auf
unserem Dach wie die schnarchenden Opossums (wie Heidi Opossum). Auch das
Kochen machte dort viel Spaß, da jedes Kochequipment aufgrund seines Alters
eine kleine Geschichte erzählte und man gern an „Omas“-Zeiten denkt. So mixte
ich z. B. Zutaten mit einem Quirl mit Kurbeldreher per Hand….:-)
Zudem wurden wir von den 2
Hausbesitzern wieder daran erinnert, wie einfach es ist anderen Menschen zu
helfen. Beide bringen sich regelmäßig bei einem Gemeinnützigen-Projekt mit
Pizzaherstellung ein. Der Erlös der Pizzen in einer gastronomischen Einrichtung
wird an Kinder in Timur gespendet. Dabei unterstützten wir tatkräftig bei der
Pizzaherstellung sowie beim Auslieferservice mit. „Ein sehr gutes Gefühl, wenn
man auf so einfache Weise so viel bewirken kann“.

Ein weiteres Highlight in
Australien und eine Empfehlung an alle, die noch nie dort waren: die „Great
Ocean Road“ - einfach waaaaahnsinn:
Gänsehaut-Feeling pur. Die größte Attraktion waren die 12 Apostel bzw. sind es
nun nur noch 9. Auch Wale kann man hier des Öfteren sehen. Während unserer
Great-Ocean-Road-Tour konnten wir Koalabären besichtigen. Diese gemütlichen
Zeitgenossen schlafen allerdings gern ihre 20 Stunden pro Tag und sind etwas
faul. Dafür waren die bunten Papageien namens „Kingparets“ umso aktiver und
machten es sich bei der Fütterung auf unseren Schultern bequem. Definitiv eine
lustige Fotosession. Bei einer kleinen Pause servierte uns der Busfahrer ein
originales Teegebräu nach Aborigines-Rezeptur, welches er in einem Eimer durch
die Luft schüttelte damit sich die Kräuter entfalten können….ein wirklich
unvergesslicher Tag für uns.
Diesen Freitag geht es dann
mit dem Flugzeug zurück nach Melbourne und anschließend weiter nach Alice
Springs.
Wir hoffen, dass es euch
wieder viel Freude bereitet hat, unseren Bericht zu lesen und so könnt Ihr ja
auch ein klein wenig unsere Abenteuer aus weiter Ferne miterleben. Wir grüßen
euch ganz lieb daheim und verabschieden uns erst einmal - „Byyyyyeeeee“
Hammer! Im Zwickauer Land dürft ihr dann nächstes Jahr auch auf eine Komposttoilette gehen... mfg Marcus
AntwortenLöschenWie immer ein sehr interessanter Reisebericht.
AntwortenLöschenRWG von Peter
heyyy, danke schön für dein Kommentar. Freuen uns immer riesig wenn jemand von sich hören lässt. Rot Weiße Grüße nach Neumark
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