Donnerstag, 5. Juni 2014

der Panamericana entlang...in Richtung Süden



Update vom 22.05. – 01.06.2014

auf gehts nach San GilNächstes Ziel ist San Gil. Um der Karibischen Hitze zu entfliehen beschlossen wir in das 700km entfernte San Gil zu reisen. Per Nachtbus ging zuerst nach Buscaramanga und schließlich weiter nach San Gil. Auf dem letzten Teilstück nach San Gil konnten wir uns den ersten Eindruck verschaffen, was für eine faszinierende Landschaft in der kommenden Zeit auf uns warten würde.  Lediglich 80km sind es zwischen  Buscaramanga und San Gil doch diese nehmen ganze 4h in Anspruch. Vorbei  an Kakteen und Agaven gesäumten Bergketten , hinauf auf 3000m ging es wieder hinab ins Tal und das über 4 Stunden.
Yammi, Yammi ...Riesenameisen als Delikatesse in San GilMit San Gil verbindet man viel Outdoor Sport. Neben Rafting und Paragliding kommen hier Adrenalin Junkies voll auf Ihre Kosten. Für San Gil stehen auch  frittierte Ameisen, welche als Delikatesse gelten.
Wir ließen sämtliche sportliche Aktivitäten aus und probierten uns dafür an genannter Spezialität.
ein Träumchen in BaricharaMan kann sich das in etwa wie gesalzenes Popcorn vorstellen. Es wird jetzt nicht unsere Lieblingsspeise werden, aber probieren sollte man natürlich trotzdem die lokale Küche.
BaricharaBesonders war der Ausflug ins nahe gelegene Barichara und die Wanderung über einen alten Handelsweg durch die Berge nach Guane . Außerdem unternahmen wir noch einen Tagestrip zu einem Wasserfall eh es weiter ging Richtung Süden. Um den weiten Weg nach Bogota zu unterbrechen, haben wir noch einen Stopp in Villa de Leyva eingelegt, ein Nationaldenkmal und Gesamtkunstwerk, in dem keine modernen Gebäude existieren und in dem an den Wochenenden scharenweise die Bogotaner einfallen. Wir hatten uns gerade gefreut, der Hitze der Küste entkommen zu sein, da ging es schon ans Frieren, als wir Bogota auf 2600m erreichten.
"cuys" als Einnahmequelleweeeste bescheid....Villa de LeyveWir hatten das Glück, einen verkehrs-& abgasfreien Sonntag in Bogota zu erleben und sind so Zeuge für den gesperrten Hauptverkehrsbereich geworden. An den Rändern der von Fahrradfahrern und Inlineskatern überfüllten Straßen reihte sich ein Essensstand an den nächsten und die Stimmung entsprach eher der eines Jahrmarkts. Am meisten haben es uns aber die Meerschweinchenrennen angetan, bei denen zwanzig umgedrehte und nummerierte Plastikschüsseln mit Eingang aufgestellt werden. Nachdem genügend Zuschauer ihre Geldstücke auf die favorisierte Schüssel gesetzt haben, wird ein Meerschweinchen los gelassen, um schließlich in einer der Schüsseln zu verschwinden. Die Glücklichen gewinnen den fünffachen Einsatz, die anderen verlieren. Der Moderator fährt dabei fort anzupreisen, dass die „cuys“ in Südkolumbien und Ecuador eine Delikatesse sind.Wo wir gerade beim Thema sind. Für gewöhnlich treibt es uns zur Mittagszeit immer in locale Restaurants, wo groß mit dem "Menu del Dia" (Menü des Tages) geworben wird. Inbegriffen ist stets ein Saft, Vorsuppe und das Hauptmenü was meißt aus Hähnchen mit Reis besteht. Für genanntes ist meißt zwischen 2-3$ zu bezahlen. Zudem fanden am besagten Wochenende Präsidentschaftswahlen statt und demzufolge glich die Hauptstatt einem Hochsicherheitstrakt. Wir waren aber schließlich froh die Acht-Millionenstadt Richtung Süden nach San Augustin zu verlassen.
"Panela" als RohrzuckerendproduktInternationale Gruppierung auf Entdeckungsreise in San AgustinParlamentsgebäude in Bogota Yeaaaaahhhhh, Aufstieg erfolgreich gemeistertFür die über 500km wählten wir wieder einen Nachtbus und so erreichten wir gut gelaunt gegen 9Uhr morgens unser Ziel. Empfangen wurden wir gleich von einer netten Einheimischen, welche mit uns ihr Geschäft voran treiben wollte. Durchaus hatte sie ein paar richtig gute Angebote was die Unterkünfte anbelangt und so beschlossen wir auch über sie einen Tagestrip zu den umliegenden Steinskulpturen zu unternehmen.  Haben wir in Kolumbien bisher einen schöneren Landstrich nach dem anderen durchquert, gehört San Augustin mit Sicherheit zu den noch schöneren. Eine Kombination von kleinen Dörfern, grünen Hügeln, steilen Schluchten und hunderte Meter hohen Wasserfällen, sowie die besonders liebenswerten Bewohner, die uns auf unserer Wanderung Orangen schenkten und mit Geduld erklärten, wie sie aus Zuckerrohr in ihren kleinen Holzhütten Rohzucker herstellen, machen diesen kulturellen Ausflug zu einem ganz besonders eindrucksvollen Erlebnis.  Als nächstes Ziel stand einer der größten indigenen Märkte Südamerikas in Otavalo/Equador auf dem Programm. Zunächst ging es durch malerisches Vorandengebirge nach Popayan und direkt weiter nach Pasto. Für diesen Trip brauchten wir lächerliche 12 Stunden.
einmal "manjar" bitte
meine 2.große LiebeÜberhaupt haben wir in Kolumbien die freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen seit Mexiko getroffen und ein unglaublich vielseitiges und schönes Land, mit noch relativ wenig Tourismus kennengelernt, dass wir als Reiseziel nur wärmstens empfehlen können. So fiel es uns fast ein wenig schwer, Kolumbien zu verlassen und  nach drei Wochen wieder einmal zu neuen Ufern aufzubrechen. Andererseits freuen wir uns aber auch sehr darauf in Ecuador tiefer in die Andenwelt und in die indigene Kultur einzutauchen. Dieses Land ist auch wegen seiner Traditionen extrem interessant und unterscheidet sich komplett von unserem Lebensstil. Es macht schon Freude, einmal dem ganzen Treiben der Menschen im Alltag und auf Märkten zuzuschauen. Schöne Trachten gehören hier zur alltäglichen Bekleidung wie etwa ein blütenbesticktes rüschiges Oberteil, dazu ein Umhang wird getragen in Kombination mit einem langen Rock. Oft dekorieren sich die Frauen mit goldenen Halsketten und die Kleinkinder werden auf dem Rücken eingewickelt. Lange Traditionen entscheiden noch immer über die Aufgaben von Mann und Frau. Viele Menschen leben eher einfach oder ärmlich. Aber auf jeden Fall sind Sie Überlebenskünstler, denn so entstehen die interessantesten Arten von Beschäftigung wie Schuhputzer, Toilettenpapierverkäufer, Eiermann, singende Blinde in Bus und Bahn. In unserem Deutschland würde man es für einen Aprilscherz halten, diese Tätigkeit als einen richtigen Job dem Arbeitsamt zu melden. Andererseits sind wir von der Flexibilität und dem Einfallsreichtum begeistert und jeder Mensch darf machen, was er für richtig hält und kann somit sein Geld verdienen. Schließlich werden andere Völker nicht finanziell derart unterstützt von der Regierung wie wir und jeder möchte überleben und muss Familie und Unterhalt zahlen. So schätzen wir mittlerweile auch all diese kleinen Jobs. Definitiv fühlt man sich wie in ein anderes Zeitalter zurückversetzt und wir sind sehr beeindruckt von diesem wunderschönen, vielseitigen und urigen Land mit seinen netten Menschen.
sweetythe next Champion???Eines seih aber trotz dessen gesagt.  Wo wir bisher auf der ganzen Welt(Zentralasien und China ausgenommen)mit unserem Englisch ganz gut voran kamen, sind hier Spanischgrundkenntnisse unerlässlich wenn man das Land auf eigene Faust erkunden möchte. Unsere Kenntnisse begrenzen sich wirklich nur auf ein Minimum, aber das Wissen was wir haben macht das Reisen für uns um einiges leichter.
Steinskulpturen um San Agustin 
















2 Kommentare:

  1. Wir freuen uns, dass es Euch so gut geht und sind immer bei Euch. Viel Spaß weiterhin und bis bald.

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  2. Hallo ihr beiden,

    das es Euch gut geht kann man wieder auf diesen wunderschönen Bildern erkennen. Recht viel Spaß weiterhin.
    PS: nach der Beschreibung des Kleiderstils hat mich aber sehr gewundert das sich Christina nicht in einem solchen Gewand gewagt hat und durch Ihr schönes lächeln dieses präsentierte.

    Bis bald

    Petra und Peter

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