Samstag, 14. Juni 2014

ungewöhnliche Traditionen in Ecuador



Update vom 01.06. – 14.06.2014

Weiter ging es also auf der Legendären Panamericana Richtung Süden. Der Grenzüberganz verlief fast schon zu einfach. Keine Grenzbeamten die einem um unser Geld erleichtern wollten für irgendwelche Gebühren wie so oft in Zentralamerika, es gab keine Geldwechsler die zu absurden Kursen unser Geld wechseln wollten. Dieses mal war alles anders. Ausreisestempel ohne Gebühr, Einreisestempel ohne Gebühr, sollten für kein Übergepäck oder sonstiges bezahlen und die restlichen Peso wurden zu unserem bekannten Preis in USDollar umgetauscht. Auch den Transport in das nächst gelegene Örtchen bekamen wir zum gleichen Preis wie die Einheimischen.
Unser erstes Ziel war das etwa 2h entfernte Otavalo. Bekannt für seinen traditionellen Samstagsmarkt, liefen wir pünktlich an einem Freitag in der Stadt ein. Gelegen wie so viele Ortschaften in Ecuador zwischen Bergen und Flüssen hat dieser Ort ein traumhaftes Panorama.
Gassi gehen...sieht nach keinem guten Deal ausFür uns von größerer Bedeutung hatte allerdings der Samstagsmarkt, welche in 3 Märkte aufgeteilt war. Kleidung& Souvenirs, Essensmarkt und der etwas außerhalb gelegene Tiermarkt,  welcher für uns am interessantesten war. So stellten wir also den Wecker auf die unchristliche Zeit von halb7 um pünktlich 7Uhr auf der Matte zu stehen. Neben zentralasiens größten Tiermarkt in Kashgar/China war dieser Tiermarkt nach langer Zeit einer der spektakulärsten. Neben Rindern, Schweinen ,  Hühnern und Schafen wird hier alles angeboten was auch nur halbwegs als Nutz oder Speisetier in Frage kommen könnte. Katzen, Hunde, Tauben und dutzende Arten von Meerschweinchen werden hier ebenso feil geboten.  Wir deckten uns noch mit ausreichend Alpakakleidung ein eh wir am Nachmittag eher zufällig auf ein echtes Highlight stießen.
Ganz traditionell kann man jeden Samstag sein Geld in einer Hahnenkampfarena verwetten.
Wir ließen das dann mit dem Glücksspiel und beobachteten gespannt das Treiben. Ein Kampf ging über jeweils 10 min. wobei der jeweilige Besitzer versucht sein Tier nach vorn zu peitschen. Definitiv eines der außergewöhnlichsten Hobbys der Ecuadorianer.
Hahnkampfarena in OtavaloDie recht kurzen Distanzen verschlugen uns einen Tag später nach nur 2h Busfahrt in die höchste Hauptstadt der Welt Quito. Gelegen auf 3800m, empfang uns Quito von seiner schönsten Seite.
die höchste Hauptstadt der WeltBei bestem Wetter haben wir die schöne Altstadt Quitos besichtigt und unternahmen zudem einen Trip zur „Mitad del Mundo“. Nachdem wir bereits im Dezember in Indonesien exakt auf diesen Breitengrad standen, war es erneut ein tolles Gefühl, geschätzte 8000km weiter östlich genau auf dem selbigen zu stehen. Das nächste Ziel sollte für uns Latacunga sein, von wo aus es sich anbietet Touren zum Cotopaxi Vulkan und zur Quilotoa Laguna zu unternehmen. Diesen Teilabschnitt der Strecke soll man auch „Straße der Vulkane“ nennen. Wir bekammen davon auf Grund des andauernden Wolkenhimmels leider nicht viel zu sehen. Den Cotopaxi bestiegen wir in einer geführten Tour bis zur Gletschergrenze welche auf 5000m liegt. Es seih aber dazu gesagt das wir lediglich 600m liefen und den Rest per Jeep zurück legten. Gelohnt hat sich der Trip allemal und so konnten wir unsere erste Schneeballschlacht im Juni2014 unternehmen.
Quilotoa LaguneMitad del Mundo nahe QuitoEbenso beeindruckend war unser 2 tägiger Trip zur Quilotoa Lagune.  Wir fanden ein kleines verschlafenes Dörfchen vor, direkt am Kraterrand gelegen und welches ausschließlich vom Tourismus lebt. Auf 10Gebäude kommen 5 Unterkünfte. So entschieden wir uns für ein kleines Familienhostel samt Kamin. Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt über Nacht, brachte eine gemütliche Atmosphäre samt Schlafsack und Kamin in unser kleines gemütliches Zimmer. Gegessen wurde morgens und abends gemeinsam mit der Familie und konnten so ein paar Sachen über das sehr einfache Leben hier oben erfahren. Wir unternahmen einen Trip rund um den Kratersee welcher nach Angaben 4-5 h dauern soll. Aufgrund von diversen Fotoshootings und einem Nickerchen im Blumenfeld belief sich unser Trip auf gesamte 6 Stunden.  Zurück ging es mit einem Zwischenstopp in Zumbahuha im den einmal in der Woche statt findenden Markt beiwohnen zu können, eh es schließlich wieder nach Latacunga ging. Latacunga ist ziemlich unspektakulär und nicht wirklich für einen längeren Aufenthalt geeignet. Wir holten unser deponiertes Gepäck wieder ab und verließen die Stadt weiter in das Touristenmekka Banos. Von einigen Backpackern eher gemieden, fühlten wir uns hier richtig wohl.
Schneeballschlacht am CotopaxiOpen Air Toilette auf knapp 5000m           Der Besuch einer Thermalquelle mit anliegendem Wasserfall, folgte eine ebenso beindruckende Fahrt mit dem Fahrrad auf der „Routa de Cascada“ Straße der Wasserfälle. Von Banos aus bewegt man sich stets nur bergab in Richtung des 60km entfernten Puyo´s. Gesäumt von zahlreichen Wasserfallen, werden nebenbei auch diverse sportliche Aktivitäten angeboten. Sich an einem Seil über die Schlucht zu stürzen, ist nur eine der vielen „must do“ für alle Adrenalinjunkies. Rückzu wählten wir dann die körperlich größte Herausforderung und packten das Fahrrad auf das Dach eines Busses und ließen und die 30km zurück nach Banos scheufieren. Geplant war als nächstes noch einen Abstecher zum „höchsten Punkt der Erde(http://de.wikipedia.org/wiki/Chimborazo) , was aber aufgrund von Recherchen im Internet über Galapagos eine spontane Routenänderung zur Folge hatte. Bei unseren Recherchen stoßen wir eher zufällig auf das kleine Örtchen „Puerto Lopez“ an der Pazifikküste. In keinster Weise im Reiseführer beschrieben soll es von Juni-September der beste Ort sein um die „Riesen der Meere“ aus nahester Entfernung einmal beobachten zu können. So verließen wir also Banos zunächst in knapp 300km(6h Fahrzeit) entfernte Guayaquil und dann noch einmal 4h direkt nach Puerto Lopez. Schon bei unserer Ankunft am Abend wurde uns gleich eine Tour für 25$ pro Person angeboten. Das unglaubliche kommt aber erst noch und das gab es nirgendswo auf unserer bisherigen Reise. Es wurde uns für den 4h Bootstrip eine 100% Garantie gegeben die Buckelwale beobachten zu können. Andernfalls bekommt man sein Geld zurück oder kann einen Tag später noch einmal mitfahren. Das klang für uns zu schön um wahr zu sein und zudem der Preis jetzt kein tiefes Loch in unser Budget hinterlassen würde. In Sydney wurde uns gleiches Angebot auch gemacht bloß mit den Unterschied das wir pro Person 180$ bezahlen sollten.  Demzufolge herrscht zwischen Australien und Ecuador ein ganz geringer Preisunterschied was aber unsere tollen Erfahrungen in Australien nicht schmälern soll.
an der "Routa de Cascada"Gegen 11Uhr brachen wir mit einer Gruppe von ca.20Mann inklusive 9Deutschen zum Walwatching . Nach knapp 90min Fahrt ins blaue war unser Adrenalin am Siedepunkt und jeder wurde sichtlich nervös ob es denn heute eine Ausnahme für die 100% Garantie geben würde. Plötzliche Fontänen in knapp 10m Entfernung Nordwest und da waren Sie, die Giganten der Meere. Auch heute beim Schreiben dieses Berichtes, bekommen wir wieder Gänsehaut. Das was wir da draußen zu Gesicht bekamen war an Schönheit nicht mehr zu überbieten und war nach 14 monatiger Reise ein nicht vergleichbares Erlebnis. 1 Stunde lang verfolgten wir gespannt das Treiben von einer Mutter mit seinem Kalb. Uns fehlen heute noch die Worte mit welcher Ruhe und Gelassenheit die Wale an uns vorbei schwammen und das ständige zeigen einer Fontäne brachte uns noch näher an diese Tiere. ……
leicht überbeladen...Ein kleiner Schnorchelspot sollte das nächste Ziel sein, eh auf halben Weg eine komplette Walfamilie unseren Weg kreuzte. Dieses Mal bekamen wir die 3 sogar noch besser zu Gesicht und hatten keine Scheu sich zu präsentieren. Eine unglaubliche Tour ging gegen 16Uhr dem Ende zu und ist für uns heute noch ein immer wiederkehrendes Thema. Wir wissen, um solch einen Tag erleben zu dürfen,setzten wir uns 10h in den Bus um von A nach B zu kommen aber jede der 10 Stunden Fahrzeit zu den Buckelwalen hat sich umso mehr gelohnt. Als nächste fliegen wir morgen für 12 Tage auf die Galapagos Inseln. Zugegeben ist es schon jetzt ein recht exklusives Stückchen Erde aber wir hoffen vor Ort eine bezahlbare Tour zu finden und einen optimalen Abschluss unserer Reise haben zu können. Also wir melden uns dann wieder in 2-3 Wochen mit einem Galapagos-Spezial und freuen uns  wie immer über jegliches Feedback eurerseits. Adios Marco&Christina
PS Bilder aus Puerto Lopez samt Wal Bildern folgen in Kürze!













5 Kommentare:

  1. Vielen Dank wieder für den Reisebericht. Wie immer Spitze. In freudiger Erwartung grüsst aus der Heimat Marcus B. :-)

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  2. Na ich hoffe ihr habt ein schönes Video von den Giganten der Meere gemacht ;) ...also ist es wohl langsam so weit und eure Reise neigt sich dem Ende. Dann freu ich mich mal auf den Galapagos-Spezial-Bericht und auf die Heimkehr der zwei Reisenden :) !

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    1. Hey mein bester, danke natürlich für dein Statement. Freu mich natürlich ungemein auf die Zwickauer Gang und die BSG und mit euch das ein oder andere Grafenwalder Export zu vernichten.Mfg

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  3. Hola dos amigos! vielen dank für die karte und noch viele schöne momente auf eurer spektakulären reise! wie ist denn das WM-feeling in südamerika, wo doch soviele mannschaften lateinam. noch dabei sind? anne und susi

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  4. Hey ihr beiden, cool das die Karte nur knapp 1.Monat auf Reisen war. Hoffe auch das die Karte für das Hochzeitspaar dabei war?
    An den Tagen wenn Ecuador spielt(spielte)brauch man garnicht versuchen irgendwelche Sonderwünsche zu haben:-). Definitiv ein einzigartiger Kontinent und so unterschiedlich wie alles bisher gesehenes. Danke für dein Kommentar und man hört oder sieht sich ja bestimmt bald wieder. Bis dahin Marco& Christina

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